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Thema: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomie (Gelesen 2158 mal) |
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Kara (Offline)
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Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomie
« am: 12. Dez. 2001, 14:50 Uhr » |
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Im Forum über die Grenzen der Toleranz wird im geschlossenem Rahmen der zwischenmenschlichen Beziehungen diskutiert. Doch wie sieht es aus, wenn der Alltag und Entscheidungen des Menschen innerhalb von ökonomischen Gegebenheiten und Gesetzen bestimmt wird ? Nur Ein Beispiel: Ein introvertierter Mensch will sich ein Job suchen und muss zum Bewerbungsgespräch. Er hat hervorragende Zeugnisse, doch leider ist er nicht sonderlich kommunikativ eingestellt. Wie soll der Personalchef entscheiden ? Wo sind seine Grenzen der Toleranz ? In wie weit wird seine Toleranz von seinem Job als Personalchef beeinflußt ? Wäre es denn "richtig", wenn er sich gegen den Bewerber entscheidet, obwohl der Bewerber "nur" den Fehler hat, wenig zu reden ? Wie würden die Arbeitskollegen sich gegenüber einem introvertierten Menschen verhalten ?
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Sonja (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #1 am: 18. Dez. 2001, 13:04 Uhr » |
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Hallo Kara, solange der Chef die Wahl zwischen mehreren Bewerbern hat, wird er diejenigen nehmen, die er für besonders geeignet hält. Es sind relativ wenige Situationen denkbar, in denen der Chef anders entscheiden wird. Deshalb sind Programme gegen die Jugend-, Frauen-, Behindertenarbeitslosigkeit ... so wichtig. Für Deinen Introvertierten sieht es nicht gut aus, wenn er einen Beruf hat, in dem die Introvertiertheit nicht gerade von Vorteil ist. Trotzdem ist es keine Grenze der Toleranz. Toleranzgrenzen sind überschritten, wenn er lieber niemanden einstellt als den Introvertierten. Es gibt eine Menge Menschen, die ich toleriere, mit denen ich in der Freizeit gerne zusammen bin, die ich aber nie einstellen würde. Ich denke da fehlt keine Toleranz. Sonja
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Kara (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #2 am: 19. Dez. 2001, 14:32 Uhr » |
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Hallo Sonia, zunächst einmal möchte ich dir für deinen Beitrag danken. Als ich den oben beschriebenen Fall konstruiert habe, ging es mir nicht um die Grenzen der Toleranz, die allgemein oder privat angenommen wird, d.h. die Vorstellung von allgemeinen ethischen Normen. Diese Ebene der Diskussion hat ihren Platz im Forum "Grenzen der Toleranz". Meine Frage zielt darauf, wie sich die Grenzen der Toleranz verschieben können, gerade dann, wenn man einen weiteren Faktor hinzuzieht, wie zum Beispiel die Ökonomie. Wie du selbst beschrieben hast, verändert sich das Maßstab der Toleranz je nach Lebensbereich und ganz besonders dann, im Bereich des Geld bzw. der Ökonomie. Macht man es sich nicht einfach zu leicht, wenn man sagt, privat habe ich eine hohe Toleranzgrenze, aber als Chef eine andere ? Zum Beispiel: Warum handelt der Chef tolerant wenn er einen anderen Bewerber auszusucht ? Ist es nicht eine versteckte Form der Diskriminierung, wenn der Chef einen Bewerber nicht wegen seiner Qualifikation ablehnt, sondern wegen seiner Persönlichkeit ? Braucht man vielleicht gar eine "Introvertierten"- Quote, damit auch diese zum Zuge kommen ? Wenn man in meinen Fragen kein ethisches Problem erkennen kann, so denke ich, hat man den zweifachen (!!) Maßstab, was die Toleranz angeht, akzeptiert.
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apemantus (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #3 am: 19. Dez. 2001, 16:45 Uhr » |
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Ich mische mich mal mit ein, weil ich die Bewerbungssituation aus beiden Perspektiven kenne. Bei dem Fall, den Kara anfangs geschildert hat, ist die Situation relativ klar: entweder der Personalchef meint, Intelligenz ist sehr gut, aber sie nützt uns nur, wenn sie auch in den Job einfließt. Da ist die Introvertiertheit das Problem, obwohl es einige Jobs gibt, bei denen man auch introvertiert sein kann. Oder der Chef sagt: das ist ein Talent, aus dem noch was werden kann. In jedem Falle aber wird er die Nützlichkeit des Bewerbers für das Unternehmen zum entscheidenden Punkt machen. Und genau hier ist auch der Punkt, an dem ich meine, daß das eher kein ethisches Problem ist. Der Personalchef berücksichtigt die Interessen des Unternehmens. Stellt er jemanden ein, der nicht die Leistung erbringt, die er auf der Position bringen müßte, muß das irgendwie anders bezahlt werden. Und unter diesen Umständen kann es für ihn auch normal sein, lieber keinen einzustellen, als jemand, *der sein Geld nicht wert ist*. Nun ist es nicht so, das mir das gefällt. Aber ich weiß nicht, was für Kriterien der Personalchef sonst heranziehen soll, da die Geschäftszahlen in der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung das A und O des Unternehmenes sind. Er könnte z.B. als weiteres Kriterium die Ausgleichsgestze für Frauen, Behinderte o.ä. mit berücksichtigen. Aber das setzt voraus, das ihn diese Gesetze so weit unter Druck setzen, das er sie berücksichtigen muß. Und auch das ist kompliziert: der Kündigungsschutz, den es jetzt etwa schon für einzelne Gruppen gibt, führt dazu, das sie gar nicht mehr eingestellt werden. Generell würde ich die Frage anders stellen: Wenn es um eine interessante Aufgabe geht, benötigt man keinen Arbeitgeber; allerdings bekommt man dann keine Geld. Geht es aber ums Geld, sollte man überlegen, die Prioritäten anders zu setzen - solange es noch keine Grundrente gibt.
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Kara (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #4 am: 20. Dez. 2001, 15:49 Uhr » |
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Hi apemantus, ich merke schon, dass ich es mit meiner Auffasung ziemlich schwer habe. Auch dir danke ich für deine Antwort. Wie du selbst gesagt hast, ist für ein Unternehmen der maximale Gewinn und die danach orientierte Nützlichkeit des Menschen entscheident. So weit so gut. Bei einem Bewerbungsgespräch ist es natürlich entscheident für welche Form der Tätigkeit die Stelle ausgeschrieben ist. Für den Kundenservice würde ein Chef mit Sicherheit keinen introvertierten Menschen einstellen. Hier stehen die Anforderung mit dem Bewerber in einem sehr konträren Verhältnis. So ist es klar, dass der Chef einen gleichqualifizierten und sprachtalentierten Bewerber einstellen würde. So weit so gut. Doch ich selbst weiß von einem Personalchef in meinem Bekanntenkreis, dass oft nicht die Qualifikation bei mehreren Bewerbern entscheidet, sondern deren Erscheinung- und Präsentationsfähigkeit- wie gut kann sich der Bewerber verkaufen, und das für Stellen und Tätigkeiten, wo der Angestellte selbst kein Kundenkontakt und den ganzen Tag vor den Computer sitzt und Abrechnungen macht. Und das ist die Regel und nicht die Ausnahme ! Hauptsächlich wird das damit begründet, dass ein introvertierter Mensch sich nicht sonderlich gut in die bereits bestehende Gruppe integrieren kann und nicht von der Gruppe annerkannt, dass würde die Gruppenharmonie negativ beeinflussen und die Produktivität der Gruppe würde sinken. Ist das eine gute Begründung ? Liegt es am Ende an uns selbst- an den "Normalen" und weniger an der Leistungsfähigkeit des Introvertierten ? Und selbst wenn die Gewinnmaximierung der entscheidende Argument ist, so wundere ich mich, wie selbstverständlich die Macht der Ökonomie als das A und O angesehen und akzeptiert wird. Die Ökonomie ist kein unberührbares Regelwerk, dass es ohne Kritik zu akzeptieren geht. Es ist eine vom Mensch erschaffene Konstruktion und die Rahmenbedingungen können vom Menschen verändert werden (Siehe Karl Marx- ohne Revoltion) Doch wenn sich Unternehmen es sich zu einfach machen, indem sie das Umdenken und Umstrukturierung scheuen (Frauenquoten etc) und wir selbst es auch noch mittragen, so wird alles so bleiben wie es ist, schließlich (??)liegt in meinem Beispiel auch kein (ethisch- politisches) Problem vor.
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apemantus (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #5 am: 20. Dez. 2001, 21:13 Uhr » |
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Hi Kara, ich habe zunächst mal nur versucht zu erklären, wie die Entscheidungsprozesse in einem Unternehmen meist laufen - ob mir das gefällt, oder nicht. Die von Dir beschriebene Situation ist übrigens noch dramtischer, als Du geschrieben hast. Gängig ist etwa folgende Einteilung, die Personalchefs vornehmen: Es gibt Mitarbeiter Typ X, die sind faul, drücken sich vor der Arbeit und müssen darum überwacht und angetrieben werden. Für diese Menschen ist das Fließband ideal. Dann gibt es sehr selten Typ Y, der ist fleißig und willig. Das ist aber so selten, das er auch ans Fleißband muß. Ich habe mir das übrigens nicht ausgedacht. So schätzen das auch Personalwirtschaftswissenschaftler ein. Z.B. Drumm *Personalwirtschaftslehre*. Das alles geht übrigens natürlich auch anders. Das setzt aber voraus, daß der Personalchef dafür Rückendeckung in der Firma hat. Was leider selten ist. Auch *Feigheit* kann man natürlich unter dem Gesichtspunkt von Ethik diskutieren. Nur noch mal kurz zur *Introvertiertheit*. Ich glaube, das sind alle Philosophen, ich übrigens auch. Aber wenn man in eine Firma arbeiten gehen will/muß, sollte man das so formulieren, daß die Leute da damit etwas anfangen können. Introvertiertheit heißt nämlich auch Kreativität, Streßresistenz, Besonnenheit, Hartnäckigkeit und manches mehr. Ich glaube, damit können die Leute in Firmen mehr anfangen. Es gibt halt zu wenig Philosophen in der Wirtschaft, die gleich den ganzen Bedeutungsreichtum von *Introvertiertheit* verstehen
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Kara (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #6 am: 21. Dez. 2001, 16:51 Uhr » |
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hallo apemantus, vielen dank für deine antwort.
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metin_oztaskin (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #7 am: 23. Jan. 2010, 23:31 Uhr » |
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Am 20. Dez. 2001, 21:13 Uhr, schrieb apemantus :Nur noch mal kurz zur *Introvertiertheit*. Ich glaube, das sind alle Philosophen, ich übrigens auch. Aber wenn man in eine Firma arbeiten gehen will/muß, sollte man das so formulieren, daß die Leute da damit etwas anfangen können. Introvertiertheit heißt nämlich auch Kreativität, Streßresistenz, Besonnenheit, Hartnäckigkeit und manches mehr. Ich glaube, damit können die Leute in Firmen mehr anfangen. Es gibt halt zu wenig Philosophen in der Wirtschaft, die gleich den ganzen Bedeutungsreichtum von *Introvertiertheit* verstehen |
| Hallo apemantus ich bin die Beiträge über flogen, doch es ist mir klar geworden, was introvertiertheit bedeutet. Zuerst hat es bei mir den Eindrücke erweckt, ob die introvertiert Menschen vom ihren Fähigkeit überzeugt sind, also eine Art eingebildet sind- Abber nach deine Schilderung sind durchaus Eigenschaften, die ich als positiv bewertet. Ist der introventiert Mensch bestrebt, das unbedingt zuverwirklichen, was er sich vorgenommen hat? Kreativität und Hartnäckigkeit sind positives Eigenschaften. Kreativität bedeutet, alternative Konzept zu suchen, wenn herkömmlichen Konzepte nicht funktionieren. Und hartnäckigkeit bedeutet das Ziel realisieren, auch wenn große Hindernis auf den Weg. Wie kommt du der Auffassung, dass alle Philosophen introvertiert sind?
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Wolfgang_Horn (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #8 am: 24. Jan. 2010, 02:17 Uhr » |
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Hi, metin, apemantus ist seit 2002 ein sehr "introvertierter" Gast im Forum. Wenn, dann liest er/sie wohl nur. Du: ...doch es ist mir klar geworden, was introvertiertheit bedeutet. Introvetiertes Verhalten kann in der Tat gelegentlich arrogant wirken wie "Ich rede nicht mir dir." wikipedia: "Extraversion (von lat. extrā »außerhalb« und vertere »wenden«; oft auch Extroversion) zeichnet sich durch eine nach außen gewandte Haltung aus. Extravertierte Charaktere empfinden den Austausch und das Handeln innerhalb sozialer Gruppen als anregend. Typisch extravertierte Eigenschaften sind gesprächig, bestimmt, aktiv, energisch, dominant, enthusiastisch und abenteuerlustig. Introversion (von lat. intra »innerhalb« und vertere »wenden«) ist der Gegenpol zu Extraversion. Introvertierte Charaktere beobachten in sozialen Gruppen eher, als dass sie selbst handeln. Typische Eigenschaften sind hier still, sorgfältig, scheu, reflektierend und zurückgezogen." "Introvertiert" und "extrovertiert" sind Urteile der Beobachter, ähnlich dem Urteil "Schönheit". Ich erlebe, wie sich Personen in einem Fach, in dem sie Könner sind, extrovertiert und leutselig sind, in Diskussionen sogar kämpferisch ihre Meinung vertreten, in anderen Themen aber eher zuhören. Weil eine Person beides sein kann, halte ich die Zuordnung "Introvertiert" oder "Extrovertiert" für unglücklich und unnütz. Meine eigene Beobachtung und deren Deutung mit der Fragestellung "wie funktioniert das?" sind mir wichtiger als das Urteil einer Dorfgemeinschaft. Vor allem, wenn die aufgebrachte Gemeinschaft der Dorftrottel eine Hexe verbrennen wollen. Wie funktionieren "introvertriertes" und "extrovertiertes" Verhalten? Das scheint mir simpel: Eine Dorfgemeinschaft stimmt diesem oberflächlichen Urteil eher zu: a) introvertiert: Wenn eine Person eher beobachtet, lernt, noch unsicher ist, noch zweifelt. Daher eher zuhört als predigt. Genauso auch, wenn eine Person eher Frust erlebt im Miteinander. Wenn es ihr an Fähigkeiten zur Kommunikation mangelt. Im Ausland verhalte ich mich um so introvertierter, je fremder mir die Sprache ist. Wenn eine Runde aus Arabern zusammen kommt und mit mir Projektmanager um einen Tisch sitzt, dann ist erst mal lautes Palaver über Familien, Frauen, Kinder, Tratsch - und weil ich nichts verstehe, benehme ich mich erst mal "introvertiert": Geht es dann um Geschäft, halte ich einen Vortrag mit Bildern und so, und alle hören mir zu. Sie fragen, ich antworte. Da erlebt man mich eher "extrovertiert". b) extrovertiert: Wenn eine Person was zu sagen hat oder das nur meint. Wenn sie Applaus bekommt für ihre Äußerungen, ermutigt sie das, und sie "kommt mehr aus sich heraus". Ciao Wolfgang Horn
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Samantha_Ebner (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #9 am: 24. Jan. 2010, 03:50 Uhr » |
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Hallo allerseits, mich würde interessieren, wie das Beispiel bei "stabil" und "labil" ausfallen würde. Ich meine, jeder Personalchef würde auf den ersten Blick den stabilen Menschen wählen. Aber der "labile" Mensch hat auch Vorteile, er lässt sich nämlich leichter führen, während gerade stabile Menschen oft sich nicht gern was sagen lassen. Wie würdet ihr die Sache hiebei sehen? LG Samantha
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"Es gibt nichts Neues unter der Sonne" aber "Man lernt nie aus" und "Nur wer sich ändert, bleibt sich selber treu."
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Geometriker (Offline)
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 In ewigen Verwandlungen begegnet uns der Gesang hinnieden
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #10 am: 24. Jan. 2010, 05:50 Uhr » |
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Hallo Samantha, die Antwort aus der freien Wirtschaft ist ganz einfach. Kein Personalchef nimmt einen labilen Menschen in Sinne der Schulpsychologie. Sie finden Mittel und Wege Jeden zu führen". Dort herrscht Geschäftslogik, keine menschliche. LG Wolf
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http://www.youtube.com/watch?v=gxj24ExkL24
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wokarb
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #11 am: 24. Jan. 2010, 08:42 Uhr » |
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Und im untergehenden Kapitalis-mus sind eh' in erster Linie Charakter-Masken gefragt ... Hel(l)-au
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Prosa
Ehemaliges Mitglied
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #12 am: 24. Jan. 2010, 10:29 Uhr » |
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Zitat:die Antwort aus der freien Wirtschaft ist ganz einfach. Kein Personalchef nimmt einen labilen Menschen in Sinne der Schulpsychologie. Sie finden Mittel und Wege Jeden zu führen". Dort herrscht Geschäftslogik, keine menschliche. |
| dogmatischer Quatsch!
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Wolfgang_Horn (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #13 am: 24. Jan. 2010, 12:45 Uhr » |
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Hi, Samantha, Du: ...wie das Beispiel bei .... "labil" ausfallen würde. Metapher. Würde ein Kfz auf dem Kfz-Markt angeboten mit "defekt", wäre sein Preis nicht viel höher als Schrottpreis minus Kosten für Verschrottung. Würde mir der Verkäufer aber zeigen, da sei nur Zigarettenascher kaputt, könnte auch ich es kaufen. Die Bezeichnung "labil" halte ich im Bewerbungsbogen für so unglücklich wie "defekt". Besser sollten die Chancen sein, wenn der Bewerber seinen "Defekt" so erklären kann, dass Arbeitgeber, Chef und Kollegen sicher sind, der Schaden durch dieser "Defekt" ist klein gegenüber den Nutzen, den sie von dieser Person haben. Wenn er mit ihnen Vorsorge trifft, was sie in Extremsituationen zu tun haben. Ich kenne Diabetiker im Beruf. Obwohl Über- und Unterzuckerung vor einer Verkaufsverhandlung hohe Risiken sind. Deshalb hat da auch die Assistentin einen Notvorrrat an Traubenzucker und Diabetes. Ich vermute, Arbeit wäre leichter zu finden, wo ein Arbeitgeber noch nach Gefühl entscheiden darf und eben wenige dort, wo eine "Assessment-Center-Runde" entscheidet und Harmonie und "Übereinstimmng mit allgemein anerkannten Normen" für wichtiger hält. Ciao Wolfgang Horn
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Samantha_Ebner (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz und die Macht der Ökonomi
« Antworten #14 am: 24. Jan. 2010, 19:54 Uhr » |
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Halllo wolfgang, ja das ist mir schon klar, dass man "Labil" nicht in einen Lebenslauf oder so was scheiben darf. Das ist wie beim "Jedermann" dann Götz von Berlichingen zu zitieren. Das macht man nicht ungestraft. Aber in etwa, werdet ihr mir zugestehen müssen, ist "introvertiert" ähnlich schlecht. Nur das wollte ich zum Ausdruck bringen, nur das anfügen, dass eben das zwei ähnliche Beispiele sind. LG Samantha
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"Es gibt nichts Neues unter der Sonne" aber "Man lernt nie aus" und "Nur wer sich ändert, bleibt sich selber treu."
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