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Thema: Mill, naturalistischer Fehlschluss (Gelesen 3008 mal) |
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jokey (Offline)
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Mill, naturalistischer Fehlschluss
« am: 01. Feb. 2005, 17:13 Uhr » |
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Hallo, bin neu hier und kann noch nicht alle Themen überblicken. Es ist also möglich (und vielleicht wahrscheinlich), dass ich hier etwas anspreche, was schon besprochen wurde. Ich habe zwar 1000 Fragen, aber im Moment interessiert mich am meisten, wie man in Mill's Utilitarismus dem naturalistischen Fehlschluss bzw. Humes Gesetz entgehen kann. Mill scheint ja aus der Tatsache, dass Glück erstrebt wird und erstrebBAR ist, herzuleiten, dass Glück erstrebensWERT ist. (IST ---SOLLEN, Hume; wenn ich das richtig sehe) Desweiteren nimmt er ja einfach an, dass Lust oder Glück gut ist. Wie kann man die offensichtlichen Lücken in der Argumentation überbrücken? Bin gespannt!!
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Eberhard (Offline)
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"Was für mich wahr sein soll, muss von mir auch eingesehen werden können."
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #1 am: 02. Feb. 2005, 06:49 Uhr » |
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Hallo jokey, du fragst, wie der Utilitarist einen naturalistischen Fehlschluss vermeiden kann. Der Utilitarismus geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch von Natur aus sein größtes eigenes Glück anstrebt. Die Morallehre des Utilitarismus lautet aber: Man soll das größte Glück aller anstreben! Man gelangt ohne Fehlschluss vom Sein auf das Sollen vom einen zum anderen Satz, wenn man als zusätzliche Prämisse voraussetzt, dass sich alle zwanglos einigen sollen. Dies ist nur dann möglich, wenn jeder das eigene Glück nicht wichtiger nimmt als das Glück irgendeines anderen. Soweit mein Lösungsvorschlag. Es grüßt dich Eberhard.
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*** Wahrheit und Klarheit ***
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jokey (Offline)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #2 am: 02. Feb. 2005, 19:00 Uhr » |
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Danke für die Antwort, sie befriedigt mein Wissensdurst aber noch nicht ganz. Könnten wir vielleich im Schluss vom SEIN zum SOLLEN etwas eher einsetzen? Ich denke, wenn das Problem hier gelöst wird, ist es ein leichtes das Normative auf alle zu übertragen. Also: Du hast geschrieben: "Der Utilitarismus geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch von Natur aus sein größtes eigenes Glück anstrebt." Das ist ja erstmal eine Tatsache, die durchaus akzeptiert werden kann, wenn man das qualitative Glück mit berücksichtigt. Ich frage mich jedoch noch, wie Mill von dieser Tatsache zu dem Schluss kommt, dass Glück auch gut ist. Es ist ja eigentlich kein Beweis zu postulieren, alle wollen Glück, ergo Glück ist gut. Wäre das nicht, als ob man annehmen würde, alle Menschen sind egoistisch und deshalb ist Egoismus gut? Ein zwangloses Einigen, würde jedoch auch noch nicht aus der Bestandsaufnahme (alle wollen Glück) eine normative Aussage machen, oder? Ich denke hier an das Versprechensbeispiel (5 Schritt Syllogismus): Wie kommt man von der Proposition Ich verspreche dir x. zu Ich bin verpflichtet mein Versprechen einzuhalten? Ich hoffe, mein Problem konnte ich etwas besser darstellen.
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jokey (Offline)
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Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #3 am: 06. Feb. 2005, 12:37 Uhr » |
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Hallo... will denn keiner dieses Problem lösen!! Ich habe gehört der naturalistische Fehlschluss und das Hume'sche Gesetz seien wohl gelöst, wenngleich die Literatur noch etwas nachhängt. Dicke oder dichte moralische Begriffe spielen dabei eine Rolle. Help!
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sao_muerto (Offline)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #4 am: 13. Feb. 2005, 21:34 Uhr » |
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hi, man kann gut ua durch die begründung des kommunitarismus (amitai etzioni)definieren. gut ist, was alle/viele wollen. damit hat man den fehlschluss für eine gewisse gruppe von menschen überwunden. ciao sao
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| « Zuletzt bearbeitet: 13. Feb. 2005, 21:35 Uhr von sao_muerto » |
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Berny (Offline)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #5 am: 13. Feb. 2005, 23:34 Uhr » |
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Hallo an alle, ich will nicht aufdringlich erscheinen, aber nachdem hier das Thema des naturalistischen Fehlschlusses bislang sowenig Resonanz hervorrief, nimmt mir mein kleines Zwischenspiel zur Auflockerung hoffentlich niemand übel: Kommunitarismus: Gut ist, was alle wollen? ……Kein Problem, solange man die Menschheit nicht mit Schmeißfliegen verwechselt, bei denen spielt nämlich der Kot den Attraktor! ……….. Es lebe der genotypische Unterschied! Worauf ich hinaus will: Es gibt weit mehr Fehlschlüsse als sich manche Philosophen offenbar vorstellen können. Was Eberhard mit seiner Antwort indirekt bestätigt hat, stellt sich aus meiner Sicht so dar, dass neben dem naturalistischen Fehlschluss (vom SEIN auf das SOLLEN zu schließen) der von mir definierte „operative Fehlschluss“ (vom INDIVIDUUM auf das KOLLEKTIVIDUUM zu schließen) die Suche nach dem NORMATIV einer absoluten Fallkonstellation derzeit noch erschwert. Die Literatur, da gebe ich *jockey* Recht, „hinkt“ gewaltig nach. Ich glaube jemand hat das Pferd getreten oder wurde selber vom Pferd getreten. Mit freundlichen Grüßen Berny (BernhardLayer)
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Wirkliches Neuland in einer Wissenschaft kann wohl nur gewonnen werden, wenn man an einer entscheidenden Stelle bereit ist, den Grund zu verlassen, auf dem die bisherige Wissenschaft ruht. HEISENBERG
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bodolinux (Offline)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #6 am: 25. Feb. 2005, 13:59 Uhr » |
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Hallo! Wo liegt denn das Problem? Wenn man "Glück" ganz einfach als das definiert, was für ein Individuum "gut" ist, dann lässt sich doch daraus ableiten, dass von einer universellen Warte aus betrachtet insgesamt "gut" ist, was möglichst viel "Glück" bei allen hervorruft.
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Sheelina (Offline)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #7 am: 04. März 2005, 06:32 Uhr » |
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Hallo Jokey und zusammen Über die merkwürdige Begriffswahl von "Glück" und "Sein" in diesem Zusammenhang noch gar nichts geschrieben. Beides hergeholte Begriffe von denen ich doch ausgehe, dass sie überhaupt nicht in unserem Einflussvermögen stehen in dem Sinne, dass dieses gerade auf uns fällt, weil es sich doch auf das bezieht, was wir als in der Welt seiend auch ohne unser erneutes spezielles Zutuen als vorhanden oder nicht vorhanden annehmen können. Ich beachte diese Begriffswahl im folgenden mal nicht kleinlich. Wir sind ja hier nicht in der Ontologie, oder? Am 25. Feb. 2005, 13:59 Uhr, schrieb bodolinux :Hallo! Wo liegt denn das Problem? |
| Das frage ich mich auch. Habe ich das jetzt richtig verstanden, wenn ich sage, dass ein naturalistischer Fehlschluss ein Verstoss gegen das Humsche Gesetz : "Aus dem Sein folgt niemals ein Sollen" ist? D.h. in diesem Sinne, dass es ein Fehlschluss ist, dass wir aus wahrnehmbaren Tatsachen heraus Handlungen ohne vorherigen Grund herleiten können. Im Umkehrschluss hieße das dann, das alle unsere Handlungen sich überhaupt nicht unmittelbar auf das Geschehen beziehen, sondern dass der Mensch die Gründe für sein Handeln allenfalls aus vorhergehenden Erfahrungen mit Ihren eigens geschlossenen Werturteilen begründen kann. Dann wäre aber das menschliche Handeln immer aber auch ein solches, dass sich von je her auf etwas bezieht, dass der einzelne Mensch für gut empfunden hat, denn nur etwas das als schlecht empfunden wurde bedurfte es schließlich einer Veränderung – so das angestrebte Gut zu erklären. Dieses Gute also, was angestrebt wird, müsste schon einmal dagewesen sein, weil wir es sonst ja gar nicht kennen könnten und folglich auch nicht anstrebbar wäre. Selbst wenn wir nun dieses Gute anstreben, z.B. durch Normen, dann ist Ursprung dieses ggfls. auch erreichte Gut nicht eben diese Norm, sondern das was in des Menschen Natur liegt oder auch elementar empirisch erworben wurde. Im Prinzip würde es aber so ausreichen, wenn derjenige, der ein Geschehen beobachtet und dieses Geschehen aus seiner Erfahrung heraus als nicht gut bewertet, schon mit seiner Handlung in der Abwehr dieser unangenehmen Eigenschaft bei anderen als bei sich selbst, schon ein allgemeingültiges Gesetz allein im Handeln hergestellt hat. Z.B. es ist unangenehm sehr zu frieren, also lautet das daraus hergeleitete Gesetz: Keiner soll sehr frieren. Nach obiger Definition wäre das auf den ersten Blick aber dann doch ein naturalistischer Fehlschluss, wenn aus dem Sein niemals ein Sollen folgt. Das liegt meines Erachtens daran, dass es eben als nicht ausreichend bewertet wird, wenn einer einmal irgendwann eine derartige Erfahrung gemacht hat.. Diese Erfahrungswerte werden auch vergessen. Von daher kann man sagen, dass Gesetze im Rahmen einer Rechtsordnung eben z.B. genau das Verhindern sollen, was an nicht guten Erfahrungen bereits gemacht wurde, unbestimmt der Anzahl der Personen die sie gemacht haben. Wenn z.B. ein 1000 jähriges Reich ohne Krieg hinter uns läge, dann erschiene uns die Norm, „Es soll keinen Krieg geben“ als übergeordnete Norm, nach der wir handeln. Als Norm eben, die von einem Sein zum Sollen führt, was ja als naturalistischer Fehlschluss bezeichnet ist. Übergeordnetes jedoch widerstrebt dem Menschen dahingehend, als das er ein Wesen ist, das so beschaffen ist, die Dinge greifen und begreifen zu wollen, was in Folge hätte, eben dieses angeblich Übergeordnete auch anzugreifen. Aber drehen wir uns mit dieser Frage nicht eigentlich ständig im Kreis? Ich meine was soll das bringen, ausser eben dieses, dass wir uns auf unsere Schlüsse, je unsinnig sie anderen auch erscheinen mögen, als auf etwas in der eigenen unumstößlichen Erfahrung liegend, als richtig verlassen können? Da John Stuart Mill (1806-1873) nicht nur für die freie Selbstentfaltung eintrat, sondern insbesondere für die Gleichberechtigung (nicht die Bevorzugung) von Mann und Frau, richtet sich diese Aufforderung gerade auch an unglückliche Menschen, auf das sie ihr Leben so gestalten, dass es auch wirklich für sie selbst auch so empfunden wird, unabhängig der üblichen Sichtweise, sondern ganz besonders auf das individuelle Selbst und seiner Empfindungen zu den Tatbeständen ausgerichtet. Was nicht zuletzt auch Kant mit seinem: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen." Gerade dieses "ohne Anleitung" was oft einfach weggelassen wird, ist wichtig in diesem Zusammenhang zu sehen. Das ist nicht gleichbedeutend mit der Ignoranz von Gesetzen oder Menschen, sondern eben diese nicht als Anleitung für das eigene Handeln zu verstehen, sondern die Handlungen als aus der Geschichte, aus der eigenen Erfahrung für jeden auch einfach anzunehmen. Das hat zudem den Vorteil, dass sich nicht endlos in einem Ursachestreit verloren werden muss. Nicht nur diese Handlungen der Anderen, was schon mit dem Begriff der Toleranz abgedeckt ist, sondern auch die eigenen als solche anzunehmen, wie es für einen selbst auch im Rahmen der vorhandenen bekannten und durchführbaren Möglicheiten auch als gut empfunden wird. Anhand von Tatsachen, die es festzustellen gilt und dem Umgang mit diesen. So brauchen wir weniger mit den Menschen zurechtzukommen, sondern eben mit den Tatsachen und dessen Wirkungen in uns. Grüße Lina
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"Die Zeit ist die Seele der Welt" (griech. Weisheit) Der Geist ist der Raum der Welt.
Von ´01-´09 schrieb ich hier. Seit 06 als Mod. eingetr. Inaktiv seit 2009. Ich wünsche dem Forum alles Gute
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dingenskirchen (Offline)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #8 am: 05. März 2005, 00:30 Uhr » |
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ich bin so frei und komme noch einmal auf mill zurück. hier eine stelle, die dir vielleicht weiter hilft. „Mill did not say that ‚the desirable’ or ‚the good’ means ‘desired’, as Moore says he does. He is not committing a naturalist or definitist fallacy. Mill is quite explicit in demarcating factual and normative propositions.” West: Mill’s ‘Proof’ of the Principle of Utility. In Miller, Harlan B. et al. (Hg.): The Limits of Utilitarianism. Minneapolis 1982. 28. Entscheidend ist, dass er das wünschenswerte nicht auf das faktisch gewünschte reduziert, sondern das faktisch gewünschte als ein indiz dafür nimmt, was die eigenschaft "wünschenswert" hat.
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Jean_Luc (Offline)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #9 am: 05. März 2005, 00:32 Uhr » |
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Naja!
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Sheelina (Offline)
Moderator V.I.P.
    

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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #10 am: 05. März 2005, 21:42 Uhr » |
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Am 05. März 2005, 00:30 Uhr, schrieb dingenskirchen :| ich bin so frei und komme noch einmal auf mill zurück. |
| Wie meinst du das? Wurde in deinen Augen an seiner Theorie vorbeigeschrieben? Kann ich nicht bestätigen. Oder du warst ne Weile mit etwas anderem beschäftigt, dass du nun auf Mill zurückkommst. Von daher schließe ich mich dazu Jean Lucs: Zitat: an. Macht nichts. Am 05. März 2005, 00:30 Uhr, schrieb dingenskirchen :| Entscheidend ist, dass er das wünschenswerte nicht auf das faktisch gewünschte reduziert, sondern das faktisch gewünschte als ein indiz dafür nimmt, was die eigenschaft "wünschenswert" hat. |
| Ich meine das hätte ich oben näher ausgeführt. Und die Idee ist wirklich nicht schlecht, bin mir aber nicht sicher, ob ich aus dem bisschen was mir an Informationen zur Verfügung stand, durch die eigenen Überlegungen tatsächlich das erfasst habe, was Mill meinte, was aber im Prinzip, wenn es tatsächlich um eine Theorie geht eine untergeordnete Rolle spielt, zumal Mill ja schon lange nicht mehr lebt und ich Parallelen auch zu Kant entdeckte, was dem Wettrennen der Länder und seiner Philosophen hoffe ich de n Wind aus den Segeln genommen hat zugunsten einer hier europäischen Philosophie. (Aber das nur am Rande) Ich habe also nochmal nachgesehen. Da ist vielleicht noch mehr. Es ging Mill also darum "die klassische Logik, die Syllogistik, durch eine Theorie der Induktion zu ergänzen, d.h. durch eine Theorie darüber, wie von Einzelerfahrungen auf die Existenz allgemeiner Gesetzmäßigkeiten geschlossen werden kann". Aber das ist doch das, was ich beschrieb und du in kurzen Worten zusammengefasst hast. Jokey fragte: "Wie kann man die offensichtlichen Lücken in der Argumentation überbrücken?" Welche Lücken? [,,,] Grüße Lina
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| « Zuletzt bearbeitet: 05. März 2005, 21:43 Uhr von Sheelina » |
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"Die Zeit ist die Seele der Welt" (griech. Weisheit) Der Geist ist der Raum der Welt.
Von ´01-´09 schrieb ich hier. Seit 06 als Mod. eingetr. Inaktiv seit 2009. Ich wünsche dem Forum alles Gute
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md (Online)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #12 am: 20. Nov. 2008, 15:01 Uhr » |
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Am 01. Feb. 2005, 17:13 Uhr, schrieb jokey :| im Moment interessiert mich am meisten, wie man in Mill's Utilitarismus dem naturalistischen Fehlschluss bzw. Humes Gesetz entgehen kann. |
| Naturalistischer Fehlschluss und Humes Gesetz sind ja zwei verschiedene Dinge. Zitat:| Mill scheint ja aus der Tatsache, dass Glück erstrebt wird und erstrebBAR ist, herzuleiten, dass Glück erstrebensWERT ist. |
| Das hat das Glück so an sich, dass man es als erstrebenswert betrachtet. Mill war nicht der erste, der das entdeckte. Ich würde auch nicht die Tatsache, dass es erstrebbar ist, voraussetzen, um darin einen Verstoß gegen Humes Gesetz reinzustecken. Glück ist nunmal auf irgendeine Art attraktiv, das heißt wertvoll - genau genommen (auch weil es verschiedene Dinge enthalten kann) - wertvoller als alles andere. Zitat: Desweiteren nimmt er ja einfach an, dass Lust oder Glück gut ist. Wie kann man die offensichtlichen Lücken in der Argumentation überbrücken? |
| Ja, diese Annahme ist - laut Moore - der naturalistische Fehlschluss. Dessen Überlegungen halte ich allerdings für etwas weniger attraktiv, was aber auch insgesamt für Utilitarismus gilt.
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Ordnung?
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MultiVista (Offline)
V.I.P.
    

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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #13 am: 19. Juni 2009, 07:36 Uhr » |
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Am 01. Feb. 2005, 17:13 Uhr, schrieb jokey : Hallo, bin neu hier und kann noch nicht alle Themen überblicken. Bin gespannt!! |
| Nach erst 5 Beiträgen bist Du sicher noch dabei Dir einen Überblick über alle Themen zu verschaffen?   Wenn Du 2018 fertig sein wirst, dann machste uns einen kleinen Überblick, welche Themen, die wichtigsten sind. Den Rest "nehmen wir dann vom Markt" Es grüsst ein fröhlicher MultiVista. der aber nicht weiss, weshalb er so fröhlich ist. Bin ich wahnsinnig ?
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Was wirklich wirklich ist, weiss der Mensch nun wirklich nicht... (c) Multi 2003
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Geometriker (Offline)
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Re: Mill, naturalistischer Fehlschluss
« Antworten #14 am: 19. Juni 2009, 08:53 Uhr » |
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Am 19. Juni 2009, 07:36 Uhr, schrieb MultiVista : Nach erst 5 Beiträgen bist Du sicher noch dabei Dir einen Überblick über alle Themen zu verschaffen?   Wenn Du 2018 fertig sein wirst, dann machste uns einen kleinen Überblick, welche Themen, die wichtigsten sind. Den Rest "nehmen wir dann vom Markt" Es grüsst ein fröhlicher MultiVista. der aber nicht weiss, weshalb er so fröhlich ist. Bin ich wahnsinnig ? |
| Ich bin seit 2006 hier und seitdem verschlechtert sich mein Geisteszustand fast unmerklich, aber doch sicher. Ich werde hier wahninnig ! Zum Anfang hatte ich so etwas wie Lustgefühle und verspürte ein kleines Glück, doch nun schreckt mich die Empirie des PhilTalkens. Ich sollte daher mehr schreiben ! Genialität Wenn geniale Menschen einen starken Charakter besitzen und ihre Fesseln sprengen, so macht die Gesellschaft, der es nicht gelungen ist, sie zur Trivialität herabzudrücken, Warnungszeichen aus ihnen, auf die man mit feierlichem Schauder als auf Beispiele wilder Verirrungen hinweist. John Stuart Mill Philosoph, Nationalökonom und Politiker (20.05.1806 - 08.05.1873)
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| « Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2009, 08:59 Uhr von Geometriker » |
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