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12. März 2010, 19:06 Uhr


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   Autor  Thema: Grenzen der Toleranz  (Gelesen 16182 mal)
Sheelina (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #105 am: 24. Juni 2008, 22:33 Uhr »

Am 24. Juni 2008, 07:31 Uhr, schrieb MultiVista :


 
 
geometriker meinte zurecht, dass es offensichtlich ist, dass Du unterschiedliche Maßstäbe anlegst.

 
Ja natürlich muss man unterschiedliche Maßstäbe anlegen. Oder legst du deine Möbel auf eine Waage um zu wissen wie breit sie sind? Aber bitte, wie kommt es, dass wenn man (wie hier ich dich) jemanden kritisiert, gedacht wird, man wolle dich "löschen"? Warum legst du solche Gedanken in mich hinein? Hast du wirklich gedacht, ich wolle dich gänzlich loswerden?

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #106 am: 25. Juni 2008, 18:16 Uhr »

Am 24. Juni 2008, 22:33 Uhr, schrieb Sheelina :


 
Hast du wirklich gedacht, ich wolle dich gänzlich loswerden?  

 
Ja !
Weil Du eben bei mir andere (wahrscheinlich höhere ) Maßstäbe anlegst als bei Trustandfun oder Todoroff oder oder oder ....?
 
Friede sei mi9t Dir
 

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #107 am: 26. Juni 2008, 06:36 Uhr »


Höhere Maßstäbe? Glaubst du Dein Möbelstück lässt sich besser messen, wenn du die Waage höherhängst? Ich bitte Dich MultiVista, ein bisschen mehr an Denk- und Mitgefühlmöglichkeiten hätte ich Dir schon zugetraut. Aber da es dich nicht wirklich interessiert, was ich dazu denke, können wir hier auch aufhören. Sind wir halt noch etwas weiter tolerant, bis zum nächsten Mal...
 
Sheelina
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #108 am: 26. Juni 2008, 08:00 Uhr »

Am 26. Juni 2008, 06:36 Uhr, schrieb Sheelina :


 
- Höhere Maßstäbe?  
Glaubst du Dein Möbelstück lässt sich besser messen, wenn du die Waage höherhängst?  
 
- Ich bitte Dich, ein bisschen mehr an  
Denk- und Mitgefühlmöglichkeiten  
hätte ich Dir schon zugetraut.  
 
Sheelina
 

 
Zur Erinnerung:
 
Am 24. Juni 2008, 22:33 Uhr, schrieb Sheelina :


 
-  Ja natürlich muss man  
unterschiedliche  
Maßstäbe anlegen.
 
-  Warum legst du solche Gedanken in mich hinein?
 

 
Übrigens fas "Höhere" Maßstäbe meinte ich ja wohl ironisch...
aber die Widersprüche in Deinen hier zitierten Aussagen...
lassen wir einfach mal so stehen...
 
Toleranz heisst eben auch,
die Meinung anderer zu nehmen wie sie sind,  
wenn sie nicht wirklich stören, oder?
 
 
Gruss
MultiVista

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #109 am: 26. Juni 2008, 08:11 Uhr »

Thoams Bernhard meinte mal sinngemäß:  
 
"In der Theorie
verstehen wir die Menschen und ihr Handeln...  
aber in der Praxis halten wir sie nicht aus"
 
Verhält es sich so?
 
Wieder mal ein treffliches Bsp. für die Differenzz von Theorie und Praxis... ?
 
Antwortet da einer:
 
'Weltverbesserer' und all die toleranten Menschen belügen sich doch selbst und quasseln nur in der Theorie. Möchtegerns.
 
Na - da hört die Toleranz von uns Philosophen aber auf !?
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #110 am: 28. Juni 2008, 07:59 Uhr »

Was für ein Widerspruch? Meine Aussagen haben sich in keinster Weise selbst widersprochen.
 
Ironie ist nicht für jeden und immer eindeutig. Und selbst jetzt wo ich es weiß, weil du mir es gesagt hast, sehe ich kaum den ironischen Gehalt deiner Aussage. Ich kann also noch nicht mal mein geliebtes "achso" entgegnen. Meine Aussage mit der ironischen Nuance kennzeichnete ich so:  .  
 
Und natürlich lasse ich andere Meinungen gelten. Aber dieses "natürlich" ist schon zweifelhaft, denn eigentlich, wenn jeder die Meinung des anderen gelten lassen würde, dann würde es kaum zu Diskussionen kommen. Aber es gibt ja auch andere Mittel der Äußerung, z.B. die Äußerungen von durchdachten Überlegungen und dessen Ent-Gegnung bzw. Erwiderung, was sich letztendlich zu einem konstruktiven Ganzen ergibt, was die Mitteilenden, in der Gesamtschau ebenso zu einem Ganzen als Zusammensein fügt. Aber was hat meine Kritik mit Deinen Meinungen zu tun? Bezog sie sich nicht eher auf ein Verhalten, auf das wie du deine Meinungen hier veranschlagst? Findest du das ist egal?  
 
Sheelina
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #111 am: 28. Juni 2008, 09:28 Uhr »

Am 28. Juni 2008, 06:28 Uhr, schrieb Sheelina :


 
... auf ein Verhalten, auf das wie du deine Meinungen hier veranschlagst? Findest du das ist egal?  
 

 
Also?
Wie veranschalge ich denn?
So wie ich bin eben, so wie ich schon immer mit meinen Bekannten, Freunden, Lesern kommunikativ verfahren bin.
Ich schreibe ja selbst viel, aber natürlich (besserr "multürlich" ) zitiere ich gerne, dann, wenn es interessant scheint.
Und siehe da, viels interessiert die Leute hier auch, sicher auch manches nicht.
Aber wenn es von mir kommt, dann habe ich mir ja vorher auch was dabei gedacht. Zum Bsp. ob diese Zitate/Beiträge diskussionswürdig erscheinen.
Aber - und so einfach ist das eben - jede(r) entscheidet selbst darüber, ob er mit Multis Beiträgen  
was anfangen kann/will - oder eben nicht.
 
Das war mein Schlusswort zu diesem Thema.
Hoffe Du tolerierst meine Einstellung insoweit, als dass Du mir aus Deiner Moderatorensicht, keinen Verweis androhen musst.
 
Wünsche ein gesegnetes Wochenende...
 
gesegnet mit guten Gedanken,  
guten Diskussionen,  
guten Beiträgen  
und  
guter Stimmung.
 
MultiVista 2008
 
ff ??
 

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #112 am: 28. Juni 2008, 09:48 Uhr »

Was für Verweise als Moderatorin? Ich weiß nicht wovon du sprichst. Wir befinden uns hier in ethischen Überlegungen. Aber das kannst du ja nicht, nur Schlagabtausch oder durch Masse das ein oder andere Huhn ein Körnchen in deinem Körnerhaufen finden lassen, und dadurch Kommunikationen verhinderst, wie hier ziemlich verstreut sehr sehr oft deutlich wird. Wenn es dir hier nur um Deine Publikationen geht, und darum geht es dir offenbar, dann bist du wohl kaum Philosoph.  
 
Ich jedenfalls habe genug Zeit mit dir hier verschwendet. Mir jedenfalls reicht ein MultiVista und nicht 10 nach- und nebeneinander.   
 
Mach`s gut.
« Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2008, 09:49 Uhr von Sheelina »  IP-Icon gespeichert

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #113 am: 02. Juli 2008, 12:16 Uhr »

In meinem Geschichtebuch bei der Erklärung der menschenrechte (Ich glaube nach der französischen revolution oder so) stand, Freiheit bedeutet, alles tun zu können, was einem anderen nicht schadet. Und das finde ich akzeptabel, auch was die Toleranz betrifft. Wenn niemand durch den Glauben oder die Taten eines anderen geschädigt wird, sind diese zu tolerieren.
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"Unsere Identität ist erst dann zureichend geklärt, wenn unsere  Geschichte bekannt ist; wir sind was wir geworden sind."

   
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #114 am: 02. Juli 2008, 15:38 Uhr »

Gewöhnlich heißt es, Toleranz sei immer eine auf Ungleichheit beruhende Beziehung, in welcher den jeweils tolerierten Gruppe oder Individuen die Rolle des Unterlegenen zugewiesen werde. Jemand zu tolerieren, sei eine Machtdemonstration, toleriert zu werden ein Akzeptieren der eigenen Schwäche. Wird sollten es daher auf etwas besseres als diese Verbindung absehen, auf etwas jenseits der Toleranz, etwas wie Achtung voreinander. (Stephen Carter; "Die Sprache der Toleranz ist die Sprache der Macht.")
 
Mfg
michael culus
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #115 am: 02. Juli 2008, 16:04 Uhr »

Am 02. Juli 2008, 15:38 Uhr, schrieb culus :

Gewöhnlich heißt es, Toleranz sei immer eine auf Ungleichheit beruhende Beziehung, in welcher den jeweils tolerierten Gruppe oder Individuen die Rolle des Unterlegenen zugewiesen werde.  

Mag sein, dass es so heißt. In der Tat dürfte es umgekehrt sein. Toleriert werden muss eine Störung, eine Widrigkeit, etwas das man gerne anders hätte. Z.B. eine Lärmbelästigung. Kann man das abstellen, indem man dem anderen droht, die Polizei ruft oder ähnliches, muss man es nicht tolerieren, sondern kann sich eben durchsetzen. Tolerieren muß ich die Belästigung, wenn ich mich - aus welchen Gründen auch immer - nicht durchsetzen kann, den Lärm ertragen muß, also Teil der schwächeren Gruppe bin. Eine Minderheit wird von der Mehrheit toleriert, weil durch die Gesetzeslage ein Gleichgewicht, oder - in der jeweils strittigen Frage - sogar ein Übergewicht der Minorität hergestellt wird.
 
Der Stärkere toleriert freiwillig lediglich das, was ihm gleichgültig ist.
 
 
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #116 am: 02. Juli 2008, 17:38 Uhr »


 
@ hel
 
Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß Toleranz in Wahrheit eine Immunschwächekrankheit ist, besonders gefährdet das demokratische Herdentier.
 
Lärm zu tolerieren, wer so weit ist hält tatsächlich die andere Backe hin. Lärm ist Körperverletzung, führt zum Herztod und verkürzt das Leben. Nehmen wir die hupenden Lärmschweine der Fußball-EM. Warum muß ich Freude öffentlich mit Lärm ausdrücken. Eben weil es diesen Vandalen nur um Randale geht. Und insgeheim wäre ich nicht unglücklich darüber, wenn diese Klientel zu denen gehört, die man am Wochenende vom Baum abkratzt.
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #117 am: 03. Juli 2008, 13:44 Uhr »

Hallo hel
Am 02. Juli 2008, 16:04 Uhr, schrieb hel :


Tolerieren muß ich die Belästigung, wenn ich mich - aus welchen Gründen auch immer - nicht durchsetzen kann, den Lärm ertragen muß, also Teil der schwächeren Gruppe bin.

Das ist eher Resignation. Zur Toleranz gehört nach meinem Verständnis auch eine Portion Wohlwollen gegenüber dem Anderen.
Gruß
taunus

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #118 am: 03. Juli 2008, 20:46 Uhr »

Am 03. Juli 2008, 13:44 Uhr, schrieb taunus :

Hallo hel
Das ist eher Resignation. Zur Toleranz gehört nach meinem Verständnis auch eine Portion Wohlwollen gegenüber dem Anderen.
Gruß
taunus

Es gibt natürlich verschiedenste soziale Szenarien: der Nachbar feiert einen runden Geburtstag und natürlich wird es spät. Das Wohlwollen speist sich hier wahrscheinlich aus der Reziprozität, denn man wird sich irgendwann auch das Recht für eine Party herausnehmen.
Wenn man die Handlung aber ablehnt, sie für falsch erachtet, stellt sich die Frage, ob Toleranz überhaupt angebracht ist oder nicht vielmehr eine "Immunschwächekrankheit", wie das Meisterdieb so trefflich genannt hat.
 
Grüße,
hel

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #119 am: 03. Juli 2008, 20:53 Uhr »


 
"Ich hege wirklich längst die Meinung, daß die Quantität Lärm, die jeder unbeschwert vertragen kann, in umgekehrtem Verhältnis zu seinen Geisteskräften steht und daher als das ungefähre Maß derselben betrachtet werden kann. Wenn ich daher auf dem Hofe eines Hauses die Hunde stundenlange unbeschwichtigt bellen höre, so weiß ich schon, was ich von den Geisteskräften der Bewohner zu halten habe. Wer habituell die Stubentüren, statt sie mit der Hand zu schließen, zuwirft oder es in seinem Hause gestattet, ist nicht bloß ein ungezogener, sondern auch ein roher und bornierter Mensch. Ganz zivilisiert werden wir erst sein, wann auch die Ohren nicht mehr vogelfrei sein werden und nicht mehr jedem das Recht zustehn wird, das Bewußtsein jedes denkenden Wesens auf tausend Schritte in die Runde zu durchschneiden mittelst Pfeifen, Heulen, Brüllen, Hämmern, Peitschenklatschen, Bellenlassen u. dgl."
 
(Zitat Arthur Schopenhauer)
 
Und wo stehen wir heute?
 
Sperrt die Ohren auf und ihr hört den Verblödungsgrad der Massen.  
 
Schlachtet alle Lärmschweine!
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