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   Autor  Thema: Grenzen der Toleranz  (Gelesen 17205 mal)
Wolfgang_Horn (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #180 am: 03. Jan. 2010, 12:19 Uhr »

Hi, metin,
 
Du: ich hab verstanden, was mit Wertsystem gemeint ist.
 
Das geht gar nicht. Wegen des Chaos in der Diskussion um Werte fehlt die Einigkeit unter denen, die sich für die Fachleute halten.
 
Deshalb habe ich mir die Freiheit zur eigenen Definition genommen.
 
 
Du: Man betrachte eine Information als Wert, wenn dieser Information übereinstimmte, mit der ich aufwachsen bin.
 
Manche dieser kollektiv inkompetenten Fachleute werden das so sehen.
Mir ist das aber zu subjektiv, zu persönlich. Diese Subjektivität wäre ein Garant für Dauerstreit und Glaubenskrieg.
 
Werte, Metin, betrachte ich als Informationen, die eine Person für eher wahr hält als unwahr, dies aber nicht belegen kann.
Weil diese Informationen weder belegt, noch widerlegt werden können, strebt jede Werte-Auseinandersetzung zum Glaubenskrieg. Dies Streben hat nur ein Ende, wenn sich einer der beiden Streitenden unterwirft oder beide ihren Streit als Tabu behandeln.
 
Trotzdem ist Deine Auffassung eher wahr als unwahr. Weil wir Eltern nichts besseres tun können, als an unsere Kinder das weiter zu geben, was wir für richtig halten, und weil wir Babys nichts besseres tun können, als genau das zu übernehmen.
 
Die Werte der Eltern sind die besten, die wir Kinder übernehmen können. Wenn wir später anfangen, selbst zu denken, dann wird das "Trotzphase" genannt.
 
 
Du: Dieser Information bildet das Basis, nach ich die neue bewertet.
 
Richtig. Insbesondere, wenn wir einen neuen Wert wählen müssen.
 
 
Du: Aber was ist mit unbelegbar Informationen gemeint. Sind es Meinungen, die Gegeben falls revidieren muss, wenn die Information nicht gegenseitig bestätigen?
 
Naturgesetze sind eine gute Grundlage für Belege - bis ein Naturwissenschaftler ein Experiment zeigt, dessen Ergebnisse dem Naturgesetz widersprechen.
 
 
Du: Aber was ist mit  Informationen gemeint?
 
Eine Information ist eine Aussage über die Realität.
Ein Dreieck lässt sich mit drei Informationen bestimmen: Die Längen der drei Seiten.
 
(Nähere Informationen : http://de.wikipedia.org/wiki/Information)
 
 
Du: Dann stellt uns die Frage, waren die Richtlinie, nach den wir bisjetzt gelebt haben richtig
 
Genau das erleben wir doch in unserer Kindheit sehr oft.
Bekanntes Beispiel: Als Columbus aus dem Westen zurück kehrte und bis dahin unbekannte Früchte mitbrachte, Tiere und wohl auch einen Indio.  
Plötzlich war die Erde keine Scheibe mehr, sondern eine Kugel - und das hat die Menschheit damals schwer verstört.
 
 
Du: doch was ist mit kausale Zusammenhänge innerhalb Wertesystem gemeint?
 
Die sind zahlreich. Einige hast Du schon selbst beschrieben:
1. Die Dominanz "stärkerer" Werte gegenüber "schwächeren".
2. Die Verhältnisse zwischen den Wertesystemen von Freunden oder Gegnern.
3. Das, was die Stärke eines Wertes ausmacht. Das ist nicht der Zeitpunkt, zu dem wir uns zu diesem entschieden haben. Sondern das Ausmass, in dem unsere Entscheidungen nach diesem Wert uns Mühen und Fehltritte ersparen. Dabei sind manche unscheinbare Werte weit wichtiger, als sie scheinen.
 
Ciao
Wolfgang Horn
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metin_oztaskin (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #181 am: 03. Jan. 2010, 13:11 Uhr »

Am 17. Dez. 2009, 01:07 Uhr, schrieb Wolfgang_Horn :

'
"Mein Glaube" ist ein sehr wichtiger Wert. Würde eine Person ihre Werte nach ihrer Wichtigkeit ordnen, wäre der Glauben weit oben an der Spitze.
 
Wer so etwas erlebt wie Saulus, der Gläubige an die Götter Roms, als dieser zum Paulus wurde und zum Gläubigen an Jesus Christus, da hatte er einen Orkan in seinem persönlichen Wertesystem.
Vorher war es stimmig. Vorher hatte er wohl die Götter seiner Eltern übernommen und alles andere danach orientiert.
Nun hatte er Jesus Christus kennengelernt - und seinen Glauben gewechselt. Das muss sehr, sehr schmerzhaft gewesen sein.
 
Viele Gläubige scheuen vor Zweifeln an ihrem Glauben zurück, weil sie wohl die Qual ahnen, die ihnen droht, wenn sie ihren eigenen Glauben wohl belegen wollen, dies aber nicht können.

Hallo wolfgang
das kann man sich gut vorstellen, die eigene Religion in der Wertigkeit an der Spitze stehen, denn eigene Religion bildet die Basis, wovom man anderen Lebensanschauung beurteilte. Die eigen Religion  gibt das Kriterium. Es ist wie Turm, vom man seiner Umgebung betrachtet.
Es ist auch einleuchte, dass man den eigene Glauben nicht leicht wechsel. Es muss schon viel geschehen, bevor man seine eigene Turm verlasst und ins andere Turm einziehen, also starke Erlebnisse, die zum Teil schmerzhaft sein können.  
Viele Gläubigen Menschen haben Angst ihre zweifel aus zu sprechen, weil sie wissen, welche Qual solche zweifel verursachen.  
 
Zitat:

Stell Dich mal an einer Tankstelle dorthin, wo die Sraßenkarten verkauft werden. Biete einem Interessenten eine Karte an, die nur die Hälfte kostet, aber nur ein Viertel aller Informationen sind falsch.
Muss ich das noch weiter ausmalen?

ja, das ist seh einleuchte, was habe davon, wenn ich bei Kaufte ein Straßenkarte Geld sparen, aber wichtige Informationen fehlen. Dann sind fehl Entscheidung unvermeidbar.        
 
Zitat:

Jein. Das Nein: Die Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst. Die Bezeichnung ist sehr schwammig, mehrdeutig.
Ja: Das Ergebnis der Intelligenz ist die Unterscheidung. Auch die, was eher wahr sei und was eher nicht.
 
Wegen der Schwammigkeit ziehe ich "Fähigkeiten" vor.
 
„Wer guten Rat von schlechtem zu unterscheiden weiß, braucht keinen“ (Unbekannt)

Warum zieht du schwammige vor? Das habe nicht  genau verstehen. Wer nicht unterscheidet kann, was gut und schlecht, hat keine Rat verdient    
 
Zitat:

Eher nicht. Außer meine Zitate.

Ein Mensch, der alles nachplapper, ist nicht intelligent. Er macht zum Hampel andern Menschen.
 
Zitat:

Exakt. Die Zweifel des Kindes, seine Kritik, sind Anzeichen für sein Selberdenken. Für das Erwachen seiner eigenen Urteilsfähigkeit.

Kinder, die kritik an den Eltern üben und selbstdenke beginnen, werden erwachsen- das ist sehr einleuchten    
 
Zitat:

Aber wer sagt es George W. Bush? Oder den Kreuzfahrern zur Zeit von Saladin?

ich denk, dieser tatsache, dass man nun vom denjenigen die Meinung übernimmt, die man sympathische findet, würde Bush nicht verstehen bzw. nicht akzeptieren. Er war konserrvatie und arrogant.
 
Zitat:

Metin, wir haben hier im Forum eine Menge Diskussionen über Werte, über Richtig und Falsch, über Ethik, Moral und Religionen.
Ich vermute, die meisen Probleme und Streitpunkte kommen auf, weil ihnen diese Selbstverständlichkeit eben nicht selbstverständlich ist.
 
Wir Christen haben dazu das Gleichnis: Den Splitter im Fleisch des anderen nimmt man eher wahr als den Balken im eigenen Auge.

wir haben eine Menge über Werte, Ethik und Moral gesprochen. Das ist richtig. Aber ich verstehe nicht, warum du es Problem ansieht, wenn die Leute verschiedener Meinungen sind. Das ist doch das Wesen des Forum. Wir sind doch im Forum, um zu diskutieren, um Meinungen auszutauschen. Vom daher sehe ich keine Problem, wenn Leute  verschiedener  Meinung sind. Es ist vielmehr eine Bereicherung.
Und außerdem ist das Wesen der Philosophie das infrage zu stellen, was als selbstverständlich angesehen wird?
Das Gleichnis mit Splitter im Fleisch ist bekannt, aber mit anderen Wörtern. Es besagt, das man die Fehler des Anderes sieht,  aber nicht die eigene Fehler. Wenn ich über Gleichnis nachdenke, dann stellt sich für die Frage „ob man es als Tugend ansehen kann, wenn man eigene Fehler sieht?  Wenn man seiner eigene Fehler sehen kann, dann sollte man einfühlen sein.    
 
Zitat:

Aufklärung ist der Goldene Weg zur Mündigkeit. Auch in Sachen Werte.

wenn das so ist, dann muss ich mich bei dir bedanken. Du hast durch die Beiträge dazu beigetragen, dass ich in manche Sache aufgeklärte würde,
 
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin        
 
P.S.: viele für die heutige antwort. Ich werde mich damit  in der nächste Zukunft auseinandersetzen.

« Zuletzt bearbeitet: 03. Jan. 2010, 13:17 Uhr von metin_oztaskin »  IP-Icon gespeichert
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #182 am: 03. Jan. 2010, 14:55 Uhr »

Am 29. Dez. 2009, 23:53 Uhr, schrieb Samantha_Ebner :

Hallo metin,
 
danke für deine durchwegs positive Antwort. Was du über Angebot und Nachfrage sagst, stimmt, aber das ist es ja gerade, die Österreicher würden das essen, aber in Wien gibt es fast keine Wiener mehr. Diese Stadt hat heute mit der Ägypten und Türkei weitaus mehr gemein als mit Österreich und das finde ich schade. Das wollte ich damit sagen.

Hallo samantha,
hier sehe ich Widerspruch. Wenn die Menschen gerne Wiener essen, warum haben die Buden, die Wiener verkaufen nicht überlebt?
Bei aller Liebe. Das Wien mehr gemeinsames mit Ägypten und Türkei kann ich nicht akzeptieren. Jeder Stadt eigenes Charakter, die sich verändert, aber niemal mit anderen Stadt identisch wird. Doch in dieser Hinsicht sind verschiedener Meinung, und das ist auch gut so.
 
Zitat:

Und was du über die Assimilation schrieb, so muss der gläube Moslem ja keine Heiligenbilder ins Schlafzimmer stellen oder Kreuze aufhängen, aber westliche Möbel, westliche Teppiche und alles was man halt als Österreicher sonst noch in einer Wohnung hat. Und er sollte sich auch an die Hausordnung halten. Ich habe zum Beispiel gehört, dass in Wien viele Gebäude sehr wertgemindert sind weil sie schwarze Aussenfassaden haben.... warum? Weil Muslime ihre Schafe auf den Balkonen grillen.

diese Aufregung kann ich gut verstehen, Man sollte sich an die Ordnung, wo man hinkommt, anpassen. Leute, die sich nicht an die Hausordnung anpassen können, sind unkultivieren Barbaren, die keinerlei Bildung haben. So etwas kann nicht gut tolerieren und man muss nicht.
Man sollte nun Lebensanschauung tolerien, weil die Lebensanschauung nicht einfach wie Wäsche wechseln kann.
 
     
Am 30. Dez. 2009, 04:30 Uhr, schrieb Samantha_Ebner :


Den Geist des Wiederaufbaus den noch die alte Generation für das eigene Land gehabt hat sollte man einmal an alle diese Länder vermitteln um einemal DORT etwas zu verändern wo die Wurzel des Übels liegt. Leute die einfach fortlaufen vor der Herausforderung eines verarmten Heimatandes das Erbe unserer Vorfahren zu überlassen finde ich nciht richtig.

Vielleicht hast du mit dieser Ansicht nicht ganz unrecht. Es ist nicht richtig, vor den Herausforderung weg zu laufen, und hier kommt das dicke aber, und ich meine aber ist sehr berechtigt.
Man muss erst eigen Existenz sicher und den Bauch voll bekommen, bevor man mit Herausforderung kämpfen kann-
eine Tatsache soll man sich gewiss sein. Niemand verlassen seiner gewohnt Umgebung, wenn es nicht unbedingt sein muss. Denn man weiß nicht, was einem in der fremde erwartet. Masn geht also ins Ungewiss.
In diesen Punkt weiß genau, was ich sagen, da meine Eltern viele mal  geschildert haben, warum sie sich entschlossen haben,  in die Fremde zu gehen. Jetzt ist es natürlich nicht mehr Fremd.    
Die Menschen sind Gewohnheitstiere, die sich nicht gerne verlassen, wenn nicht  unbedingt sein muss. Das sollte eein triftige Grund sein, warum Menschen nicht freiwillig ihren Heimat verlassen.      
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #183 am: 03. Jan. 2010, 15:20 Uhr »

Hi, metin,
 
Du: das kann man sich gut vorstellen, die eigene Religion in der Wertigkeit an der Spitze stehen, denn eigene Religion bildet die Basis, wovom man anderen Lebensanschauung beurteilte.
 
Für einen Gläubigen, der seinen Gott wichtiger nimmt als sich selbst, kann das auch gar nicht anders sein.
 
 
Du: Es muss schon viel geschehen, bevor man seine eigene Turm verlasst und ins andere Turm einziehen, also starke Erlebnisse, die zum Teil schmerzhaft sein können.
 
Wie es über Saulus beschrieben ist, als er seine Religion gewechselt hatte und sich Paulus nannte. Jede Religion wird vergleichbare Helden haben.
 
 
Du: Viele Gläubigen Menschen haben Angst ihre zweifel aus zu sprechen, weil sie wissen, welche Qual solche zweifel verursachen.
 
Klar. Schon das Eingeständnis des Zweifels tut weh.
 
 
Du: Warum zieht du schwammige vor?
 
Dann habe ich mich vielleicht nicht klar genug ausgedrückt. Natürlich ziehe ich klare Definitionen vor - ausser, wenn ich träume, Märchen erzähle oder flirte.
 
 
Du: Ein Mensch, der alles nachplapper, ist nicht intelligent. Er macht zum Hampel andern Menschen.
 
Ja. Leider wird er geschätzt von Personen, die geistig so schwach sind wie er oder noch schwächer.
 
 
Du: ich denk, dieser tatsache, dass man nun vom denjenigen die Meinung übernimmt, die man sympathische findet, würde Bush nicht verstehen bzw. nicht akzeptieren. Er war konserrvatie und arrogant.
 
Vor allem glaubte er, er habe einen direkten Draht zu seinem Gott. Dass der sich entpuppte als Satan im weißen Tarnanzug mit Folterlizenz, das hat Bush nicht vorher sehen können.
Aber welcher Gläubige kann das schon? Glaube ist ja gerade die Abscheu vor allen Zweifeln.
 
 
Du: wir haben eine Menge über Werte, Ethik und Moral gesprochen. ...wenn die Leute verschiedener Meinungen sind.
 
Meinungsdifferenzen beweisen: mindestens eine Person irrt sich.
 
(Die Abwesenheit einer Meinungsdifferenz ist aber noch lange Garantie, das beide Personen eher richtig liegen.)
 
 
Du: Wir sind doch im Forum, um zu diskutieren, um Meinungen auszutauschen.
 
Wer davon ausgeht, dass die Natur keine Widersprüche kennt, sondern nur der irrende Mensch, der will die Fehler aus seinen mentalen Karten von der Welt bereinigen.
Er sieht die Diskussion, den Austausch, als Mittel dazu. Das Kennenlernen anderer Ansichten ist auch hilfreich.
 
Viele Personen (z.B. Harmoniesüchtige, Konfliktphobiker) aber begnügen sich mit dem Austausch und scheuen die Suche nach etwas mehr Wahrheit.
 
 
Du: Vom daher sehe ich keine Problem, wenn Leute  verschiedener  Meinung sind.
 
Sofern sie sich bemühen, ihre Differenzen in einer Synthese zu lösen. In einer gemeinsamen Meinung, der nun beide froh zustimmen können.
 
 
Du: Und außerdem ist das Wesen der Philosophie das infrage zu stellen, was als selbstverständlich angesehen wird?
 
Wer ein Stück mehr Wahrheit suchen will, der kommt um Zweifel an Dogmen nicht herum.
 
Der Austausch ist aber nicht das Ziel, nicht der Zweck, sondern die Klärung und Bereicherung der eigenen mentalen Karten der Wirklichkeit.
 
 
Du: „ob man es als Tugend ansehen kann, wenn man eigene Fehler sieht?
 
Von Tugend möchte ich hier noch nicht reden. Aber ganz klar ist derjenige stärker, der an sich auch das sehen will, was ihm eigentlich missfällt.
 
 
Du: ...bei dir bedanken. Du hast durch die Beiträge dazu beigetragen, dass ich in manche Sache aufgeklärte würde,
 
Fein, dann hat sich mein Engagement schon gelohnt. Der Lohn für Dich ist dann, dass Du überlegter und klüger auch in Sachen Werte entscheidest - und aus Deinen unvermeidlichen Fehlern nun mit etwas mehr Klugheit lernen wirst.
 
Ciao
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #184 am: 04. Jan. 2010, 00:21 Uhr »

Am 03. Jan. 2010, 12:19 Uhr, schrieb Wolfgang_Horn :

Hi, metin,
Das geht gar nicht. Wegen des Chaos in der Diskussion um Werte fehlt die Einigkeit unter denen, die sich für die Fachleute halten.
 
Deshalb habe ich mir die Freiheit zur eigenen Definition genommen.

Hallo wolfgang
das ist wahrscheinlich deine gutes recht. Aber welche Definition meint du denn? Meinst du nun Definition. Werte sind  Informationen, die man eher für wahr halten, als für unwahr.
Warum ist es für die Fachleute schwierig in der Diskussion um die Werte Konsens zu finden?  Etwa weil jeder auf ihre Standpunkt beharren? Sollte vom Fachleute mehr Vernunft erwarte können? .  
Zitat:

Manche dieser kollektiv inkompetenten Fachleute werden das so sehen.
Mir ist das aber zu subjektiv, zu persönlich. Diese Subjektivität wäre ein Garant für Dauerstreit und Glaubenskrieg.
Werte, Metin, betrachte ich als Informationen, die eine Person für eher wahr hält als unwahr, dies aber nicht belegen kann.
Weil diese Informationen weder belegt, noch widerlegt werden können, strebt jede Werte-Auseinandersetzung zum Glaubenskrieg. Dies Streben hat nur ein Ende, wenn sich einer der beiden Streitenden unterwirft oder beide ihren Streit als Tabu behandeln.

werden nun einige punkte gar nicht angepackt, damit der Glaubenskrieg nicht immer anhält?      
Zitat:

Trotzdem ist Deine Auffassung eher wahr als unwahr. Weil wir Eltern nichts besseres tun können, als an unsere Kinder das weiter zu geben, was wir für richtig halten, und weil wir Babys nichts besseres tun können, als genau das zu übernehmen.
 
Die Werte der Eltern sind die besten, die wir Kinder übernehmen können. Wenn wir später anfangen, selbst zu denken, dann wird das "Trotzphase" genannt.

wenn die Kinder zur jugendliche werden, gibt es eine Trotzphase, indem man zur alles nein sagt. Trotz dieser Phase heiß es nicht, dass wir alle Werte, die vom unsere Eltern über Boote werfen. Wir brauchen dieser Werte, um über neuen Werte urteile ,    
Zitat:

Richtig. Insbesondere, wenn wir einen neuen Wert wählen müssen.

Ja, das ist so, wie ich oben im Abschnitt angedeutet habe  
 
Zitat:

Naturgesetze sind eine gute Grundlage für Belege - bis ein Naturwissenschaftler ein Experiment zeigt, dessen Ergebnisse dem Naturgesetz widersprechen.

gegen die Naturgesetze kann man nicht widersprechen. Wer könnte gegen Tatsache widersprechen, das bei Wärme die Materie ausdehnen.
Eine physikalische These ist solange gültige, solange nicht ein Experiment das Gegenteile bewiesen ist.    
 
Zitat:

Genau das erleben wir doch in unserer Kindheit sehr oft.
Bekanntes Beispiel: Als Columbus aus dem Westen zurück kehrte und bis dahin unbekannte Früchte mitbrachte, Tiere und wohl auch einen Indio.  
Plötzlich war die Erde keine Scheibe mehr, sondern eine Kugel - und das hat die Menschheit damals schwer verstört.

das ist eine Tatsache. Es gibt einige Informationen, die das bisherige Weltbild aus den Fugen reissen können. Deshalb hegen die die Menschen gegen solchen Informationen starte. Zweifelt. Die Menschen haben Schwierigkeiten, wenn ihre gewohnten Weltbild zerstört wird.
 
Zitat:

Die sind zahlreich. Einige hast Du schon selbst beschrieben:
1. Die Dominanz "stärkerer" Werte gegenüber "schwächeren".
2.Die Verhältnisse zwischen den Wertesystemen von Freunden oder Gegnern.

ich denke, ich habe verstanden, was kausalen Zusammenhang innerhalb des Wertesystem gemeint ist. Informationen. Die vom Freunde kommen. Werden höher bewerte, als vom Gegner.<(?)
Zitat:

3. Das, was die Stärke eines Wertes ausmacht. Das ist nicht der Zeitpunkt, zu dem wir uns zu diesem entschieden haben. Sondern das Ausmass, in dem unsere Entscheidungen nach diesem Wert uns Mühen und Fehltritte ersparen. Dabei sind manche unscheinbare Werte weit wichtiger, als sie scheinen.

werden die Werte  höhere bewertet, die am meisten helfen, Fehltritte vermeiden?
 
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #185 am: 04. Jan. 2010, 01:37 Uhr »

Hi, metin,
 
Du: Meinst du nun Definition. Werte sind  Informationen, die man eher für wahr halten, als für unwahr.
 
Nicht ganz. Notwendiger Zusatz: "...wobei man seine Wertung aber nicht begründen kann."
 
 
Du: Warum ist es für die Fachleute schwierig in der Diskussion um die Werte Konsens zu finden?
 
Ich vermute eine Vielzahl von Ursachen. Darunter eine Wesentliche: Unser Denken über Werte ist geprägt von religiösen  Vorstellungen, und da dominieren nach wie vor die Dogmatiker.
 
 
Du: wenn die Kinder zur jugendliche werden, gibt es eine Trotzphase, indem man zur alles nein sagt.
 
Das habe ich erlebt, das "Nein zu Allem" muss aber nicht.
 
 
Du: Trotz dieser Phase heiß es nicht, dass wir alle Werte, die vom unsere Eltern über Boote werfen.
 
Gewiß nicht. Vor allem deshalb, weil die totale Negation der Werte der "spießigen Eltern" eben keine totale Negation ist. Denn wer sie negiert, der denkt trotzdem ständig an sie.
 
Wie in der Frage, wen Gott wohl eher liebe, den, der ihn liebt, oder den, der ihn hasst? Antwort: Letzteren, der denkt öfter an Gott.
 
Das Handeln im Gegeneinander, oder auch nur im scheinbaren Gegeneinander, ist schwer zu prognostizieren, weil wir da alle unsere Phantasie einsetzen.
 
 
Du: ich denke, ich habe verstanden, was kausalen Zusammenhang innerhalb des Wertesystem gemeint ist. Informationen. Die vom Freunde kommen. Werden höher bewerte, als vom Gegner.<(?)
werden die Werte  höhere bewertet, die am meisten helfen, Fehltritte vermeiden?

 
Ja. Ist es nicht banal? Wohl ähnlich banal wie das Fallgesetz, und doch wird ständig dagegen verstossen. Beispielsweise sehe ich da gerade die TV-Werbung einer Partnervermittlung. Wie können die Zuschauer, die Zielgruppe, nur glauben, man bräuchte nur 36 Charaktermerkmale abfragen, und schon könne man den idealen Partner aus der Kartei ziehen?
Wie können Unternehmer nur noch mehr Geld zahlen für Software, die ihnen dann sagt, welche Personen in ein gemeinsames Team passen und welche nicht?
 
Ciao
Wolfgang Horn
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #186 am: 08. Jan. 2010, 13:23 Uhr »

Am 03. Jan. 2010, 15:20 Uhr, schrieb Wolfgang_Horn :

Hi, metin,
Für einen Gläubigen, der seinen Gott wichtiger nimmt als sich selbst, kann das auch gar nicht anders sein.

Hallo Wolfgang
das ist klar, der Gläubigen hat seine Gott liebt. Er will nach seine geboten leben, weil für ihm die Wahrheit ist. Seiner Informationen werden höher gewertet, wie wie oben festgestellte haben
Zitat:

Wie es über Saulus beschrieben ist, als er seine Religion gewechselt hatte und sich Paulus nannte. Jede Religion wird vergleichbare Helden haben.

was meinst mit Helden? Hat jeder Religion  seinen Missionar?
 
Zitat:

Klar. Schon das Eingeständnis des Zweifels tut weh.

 
ja, Zweifel ist ein Zustand, indem man nicht gerne befindet
Zitat:

Ja. Leider wird er geschätzt von Personen, die geistig so schwach sind wie er oder noch schwächer.

 
Ja, das ist eine Tatsache. Die Menschen werden hoch geschätzt, die das sagen, was die Menschen gerne hören wollen.
Menschen, die unbequem Wahrheit sagen, werden nicht geschätzt.  
 
Zitat:

Vor allem glaubte er, er habe einen direkten Draht zu seinem Gott. Dass der sich entpuppte als Satan im weißen Tarnanzug mit Folterlizenz, das hat Bush nicht vorher sehen können.

ist das nicht verdecktige, wenn jemand behauptet, er habe ein Draht zur überirdische Wesen?
 
Zitat:

Meinungsdifferenzen beweisen: mindestens eine Person irrt sich.
 
(Die Abwesenheit einer Meinungsdifferenz ist aber noch lange Garantie, das beide Personen eher richtig liegen.)

die Menschen sind unvollkommen Wesen. Sie können deshalb irren. Auch vielen Menschen können irren, zum Beispiel Massenhysterie.
 
Zitat:

Wer davon ausgeht, dass die Natur keine Widersprüche kennt, sondern nur der irrende Mensch, der will die Fehler aus seinen mentalen Karten von der Welt bereinigen.
Er sieht die Diskussion, den Austausch, als Mittel dazu. Das Kennenlernen anderer Ansichten ist auch hilfreich.

Wollen die Menschen durch Diskussion den Fehler aus mentale Karte bereinigen?
 
Zitat:

Viele Personen (z.B. Harmoniesüchtige, Konfliktphobiker) aber begnügen sich mit dem Austausch und scheuen die Suche nach etwas mehr Wahrheit.
 
ist das Bedürfnis nach Harmonie größer als das Bedürfnis nach Wahrheit? Oder ist das Angst vor den Konflikte?  
 
Zitat:

Sofern sie sich bemühen, ihre Differenzen in einer Synthese zu lösen. In einer gemeinsamen Meinung, der nun beide froh zustimmen können.

muss einen Diskussion unbedingt in Konsens ende? Ich meine nicht. Man kann ja andere Meinung tolerieren.    
 
Zitat:

Wer ein Stück mehr Wahrheit suchen will, der kommt um Zweifel an Dogmen nicht herum.
 
ich weiß nicht, ob die Wahrheit ohne Dogmen nicht finden kann?  
 
Zitat:

Der Austausch ist aber nicht das Ziel, nicht der Zweck, sondern die Klärung und Bereicherung der eigenen mentalen Karten der Wirklichkeit.
 
der Austausch vom Gedanken soll zu mehr Einsicht führen. Muss ich genau wissen, was mental ist, um diesen Satz richtig zu verstehen. Mentalität bedeutet doch, das jeder Volk eine andere Einstellung zur den Ding hat.    
 
Zitat:

Von Tugend möchte ich hier noch nicht reden. Aber ganz klar ist derjenige stärker, der an sich auch das sehen will, was ihm eigentlich missfällt.
 
Tugend ist doch auch eine Stärke. Nämlich das man sich bändig und bestimmtes Verhalten vermeide, weil man dich Einsicht hat, dass der Verhalten für Frieden  nicht nützlich ist    
 
Zitat:

Fein, dann hat sich mein Engagement schon gelohnt. Der Lohn für Dich ist dann, dass Du überlegter und klüger auch in Sachen Werte entscheidest - und aus Deinen unvermeidlichen Fehlern nun mit etwas mehr Klugheit lernen wirst.

Ja, wenn man etwas erreichen will, dann muss man sich bemühe und disziplinieren. Ohne Mühe kein Lohn. Es ist richtig, Fehler lassen sich nicht vermeiden. Aber man kann aus den Fehler viele lernen, wenn man intelligent ist  
Mit lieben Güssen
Metin Öztaskin

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #187 am: 08. Jan. 2010, 23:02 Uhr »

Am 04. Jan. 2010, 01:37 Uhr, schrieb Wolfgang_Horn :


Nicht ganz. Notwendiger Zusatz: "...wobei man seine Wertung aber nicht begründen kann."

Hallo Wolfgang,
ich hatte geschrieben, Werte sind Informationen, die man eher für wahr halte, als für unwahr, und du hast darauf hin den zitierten Satz geschrieben, nun stellen sich für mich zwei Fragen; Kann man Wertung wirkliche nicht begründen? Welche Rolle spielen die gesellschaftlichen Konventionen?
 
Zitat:

Ich vermute eine Vielzahl von Ursachen. Darunter eine Wesentliche: Unser Denken über Werte ist geprägt von religiösen  Vorstellungen, und da dominieren nach wie vor die Dogmatiker.

Ja, aber das greif hafte festhalten bringe doch nicht. Es gibt offenbar an den man sich festhalten muss. Ist Dogmatik etwas schlechtes? Hier ist ein Wertung. Man die Dogmatik als etwas schlechtes sehen, weil es  jeder Veränderung verhindern. Aber es gibt einige Dinge oder Zustände, die sollten nicht verändert werden, weil ees eben Idealzustand erreicht haben
 
Zitat:

Das habe ich erlebt, das "Nein zu Allem" muss aber nicht.

Ja,, aber gehörte das nein sagen zum erwachsen werden. Jugendliche sagen, zu Allem Nein, weil man eine Person wird und vom den anderen abgrenzen will.  
 
 
Zitat:

Gewiß nicht. Vor allem deshalb, weil die totale Negation der Werte der "spießigen Eltern" eben keine totale Negation ist. Denn wer sie negiert, der denkt trotzdem ständig an sie.
 
Wie in der Frage, wen Gott wohl eher liebe, den, der ihn liebt, oder den, der ihn hasst? Antwort: Letzteren, der denkt öfter an Gott.
ohne Zweifel, an dieser Aussage ist etwas wahr. Obwohl der Atheist verneint die Existenz Gottes, obwohl er ständig Gott denkt. Ist das nicht bemerkenswert? Wahrscheinlich müssen die Atheist gott denke, damit ihre These aufrecht halten können. Habe ich richtig interpretiere, wenn ich sagen Negation ist die Verneinung einer These?
 
[quote]Das Handeln im Gegeneinander, oder auch nur im scheinbaren Gegeneinander, ist schwer zu prognostizieren, weil wir da alle unsere Phantasie einsetzen.

Das ist sehr einleuchtend, wer gegen der Strom schwimmt, braucht mehr Kraft, sowohl körperliche, als auch geistige.  
Zitat:

Ja. Ist es nicht banal? Wohl ähnlich banal wie das Fallgesetz, und doch wird ständig dagegen verstossen.

Wieso banal? Werte, die das Leben erleichtert und schnelle ans Ziel bringen, werden eben höher gewertet. Das ist total menschliche.
Ich möchte noch einige zur Gegenthese sagen. Ich hab schon mal gelesen, das man ins philosophieren kommt. Wenn man beweisen will. Das Philosophie nicht notwendig ist, als wenn beweisen will, das man ohne Philosophie durchs Leben kommst.  
Mit freundlichen Grüßen
Metin Öztaskin

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #188 am: 10. Jan. 2010, 00:50 Uhr »

.  
Am 23. Okt. 2007, 22:06 Uhr, schrieb think-thank :

.
 
die Frage nach den Grenzen der Toleranz sehe ich  bilanztechnisch:
Wo der Schaden den Nutzen überwiegt negiert sich die Toleranz.
 
Hallo Think Thank,
dieser Sätze zur Grenzen der Toleranz ist sehr evident. Wenn der Schade eines Verhalten groß größer ist der Nutzen, dann kann man nicht tolerieren.  
So zum Beispiel Kindesmisshandlung nicht tolerieren, weil es einfach Schade verursach.
Es stellt sich nun die Frage; In früheren Zeiten hat man Homosexualität nicht tolerieren, aber heute wird es tolerieren. Heute wird man beinahe bestraft, wenn man gegen Homosexualität etwas sagt. Warum ist es zzur eine solchen Wandlung geführt? Liegt vielleicht darin, dass man Heute Homosexualität als ein Krankheit sieht?  
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #189 am: 10. Jan. 2010, 08:13 Uhr »
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Am 23. Okt. 2007, 22:06 Uhr, schrieb think-thank :

.
 
 
 
Verehrte Freidenker,
 
die Frage nach den Grenzen der Toleranz sehe ich  bilanztechnisch:
Wo der Schaden den Nutzen überwiegt negiert sich die Toleranz.
 
Mit besten Grüßen
 
Think-Thank
 

 
 
 
Mag sein, aber wie erklären Sie das den arbeitsunfähig gewordenen Kriegsversehrten?

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wokarb
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #190 am: 10. Jan. 2010, 14:42 Uhr »
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Und Politiker denken, wenn sie überhaupt denken, was immer das sein oder seyn mag... , in Qwahlperioden...
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onroda (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #191 am: 10. Jan. 2010, 15:56 Uhr »

[quote author=think tank]
die Frage nach den Grenzen der Toleranz sehe ich  bilanztechnisch:
Wo der Schaden den Nutzen überwiegt negiert sich die Toleranz.  
[/quote]
 
Das evoziert in mir unwillkürlich das Bild von Gaskammern und Brennöfen, obwohl ich dem Autor gewiss nicht unterstellen will, diese Intention in seinen Satz gelegt zu haben.
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Etiam si omnes, ego non!
metin_oztaskin (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #192 am: 10. Jan. 2010, 16:51 Uhr »

Am 22. Juni 2008, 23:18 Uhr, schrieb Spicy :

Da hast Du einen entscheidenden Punkt angesprochen!
Berieselung durch marketingkräftige Pseudoinformation, mit dem Ziel der massenhaften (Schein-)Befriedigung von 'Grundbedürfnissen'. Konsumieren ist das heilige Neoimperativ. Damit werden die Gehirne auf standby gehalten und Verantwortung in einen Kontext der wohlstandsbezogenen Wechselwikung geschoben. Eine andere Realität gibt es da nicht.

Hallo spicy
dieser Sätze erinner mich irgendwie an die Werbung. Die Menschen werden mit Schein Informationen zu geschüttelt, also Informationen, mit sie nicht nichts  anfangen können, damit sie die Sachen konsumieren. Ohne über die Frage, ob sie es brauchen, nachzudenken. Schafft man mit Pseudoinformationen eine Realität, die es nicht gibt?
 
Zitat:

Toleranz erfordert die Einsicht und die Akzeptanz des Soseins und sie fordert immer einen selbst darin heraus, zuzulassen. Was genauer gesagt bedeutet, Vorstellungen von etwas und die Erwartung, dass etwas dieser Vorstellung entspricht, loszulassen. So sind also die erwähnten 'Grenzen der Toleranz' in Wahrheit unsere eigenen Steine, die wir uns selbst in den Weg legen.
 
 
Legt man sich selbst eine Stein auf den Weg zum tolerant sein, weil man sich vom eigene Einsichten und Erwartung nicht distanzieren kann?
Ist das überhaupt möglich vom den persönliche Einsichten und Erwartung zu trennen?
 
Mit lieben Grüßen  
Metin Öztaskin  

« Zuletzt bearbeitet: 10. Jan. 2010, 16:53 Uhr von metin_oztaskin »  IP-Icon gespeichert
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #193 am: 10. Jan. 2010, 21:19 Uhr »

Hallo Metin
 
[/i]die Frage nach den Grenzen der Toleranz sehe ich  bilanztechnisch:  
Wo der Schaden den Nutzen überwiegt negiert sich die Toleranz.[i]
 
 
 
[/i]Hallo Think Thank,  
dieser Sätze zur Grenzen der Toleranz ist sehr evident. Wenn der Schade eines Verhalten groß größer ist der Nutzen, dann kann man nicht tolerieren.[i]

 
Stell´dir bitte mal vor, jemand könnte mit seinem Tod 2 anderen Menschen das Leben retten. Dieser Jemand will aber nicht. Der durch sein Verhalten entstehende Schaden (2 Menschenleben) ist größer als der Nutzen. (sein eigenes Leben)
Würdest du sagen, dass sein Verhalten nicht toleriert werden kann.
Gruß,taunus
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #194 am: 10. Jan. 2010, 21:58 Uhr »

Am 23. Juni 2008, 13:23 Uhr, schrieb expression :


Toleranz ist eine Beleidigung. Toleranz heisst dulden und jemanden zu dulden ist offensichtlich für den Geduldeten sehr unangenehm. Toleranz ist nur Verurteilung, die nicht von eine Strafe gefolgt wird. Und über "die Grenzen der Toleranz" zu philosophieren halte ich von Angang an für etwas lächerlich, denn Toleranz ist in sich schon total begrenzt!

hallo Freunde,  
ist das eine heran gehen an das Thema Toleranz, die sehr merkwürdig ist? Aber die Feststellung ist sehr zu treffen. In gewisse Weise ist Toleranz eine Beleidigung. Wer will schön gerne gedulde werden? Ob man es als eine Verurteilung interpretieren kann, das wage ich zu zweifele,
Auch die Diskussion über der Grenzen der Toleranz halte ich nicht für lächerlich, sondern für notwendig. Denn es gibt einige Sachen, die man weder Dulden noch tolerieren kann. Dieser Sache verursachen viel Leid und sind eine Bedrohung für den Frieden – Kindesmisshandlung, Ausbeutung und Mord. Das ist eine andere Tatsache, das Toleranz in sich begrenzen ist. solche Begrenzungen sind für dasfriedliche  Zusammenleben notwendig  
Zitat:

Was notwendig ist, ist Akzeptanz. Das Anerkennen und Annehmen aller Menschen und Möglichkeiten - ohne zu VER-urteilen. Das heisst nicht, dass man dann "mitgefangen-mitgehangen" ist, denn nach wie vor trifft man eine Wahl nach den eigenen Vorlieben. Es heisst aber, dass man das, was man nicht will, nicht verurteil (und somit nebenbei auch nicht verstärkt).

Dieser Forderung, jemand, zu akzeptieren, wie er ist, ist realistische. Wir Menschen haben eine Raster. Wir können nur denjenigen akzeptieren, die in  den Raster hinein passen oder den raster(Ordnung) nicht großartig stören. Diejenige in die herkömmliche Ordnung nicht hinein passen, werden als Böse als stören verurteilt,
Alle anderen Forderungen können nicht realisieren werden. Weil sie meines Erachtens gegen menschliche Natur sprechen. Die erwachsene Menschen können an einer Sache nicht vorurteilslos herangehen    m   ö   .  
 
Zitat:

Akzeptanz ist nur möglich, wenn man sich selbst in erster Linie akzeptiert - vollkommen akzeptiert. Nur dann kann man auch alle Anderen akzeptieren. Verurteilung ist immer in erster LInie eine Verurteilung seiner selbst.

die zitierten Feststellung ist richtig. Man anderen vollständig akzeptieren, wenn ssich selber richtig akzeptieren haben, also mit sich selber im klaren sind.
 
Zitat:

Ich denke aber, dass solange man Toleranz nicht wirklich definiert und - falls man es verstanden hat - auch den Begriff ad acta legt, wird es nichts mit dem "Vorrübergehend".
 
was ist mit ad acta gemeint? Ist Toleranz deshalb unerwünschte Zustand, weil es vorübergehend ist?  
 
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

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