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Thema: Grenzen der Toleranz (Gelesen 17219 mal) |
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wokarb
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #213 am: 15. Jan. 2010, 11:46 Uhr » |
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"Schau' mer mol!"
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kidt
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #214 am: 16. Jan. 2010, 01:46 Uhr » |
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Am 15. Jan. 2010, 11:24 Uhr, schrieb taunus : Im Herzen Europas gab es früher viele Kriege. Heute ist das kaum noch noch zu befürchten. Das Machtstreben unserer "Anführer" ist genetisch bedingt und sicherlich immer noch vorhanden. Allerdings hat sich die Art und Weise des Machtkampfes verändert. An die Stelle des Krieges sind gewaltfreie Mittel getreten, und ich bin optimistisch, dass sich diese Tendenz auf längere Sicht weltweit durchsetzten wird. Gruß,taunus |
| Krieg bleibt Krieg und über die Wahl der Mittel mache man sich keinerlei Illusionen.
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dioklet (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #216 am: 16. Jan. 2010, 15:06 Uhr » |
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author=Wolf.Wender Leute, begreift endlich wir sind mitten im Krieg ! Erwachet ! Da ich alt genug bin und deshalb den letzten Krieg in Deutschland als Kind mit erleben durfte. Kann ich diese Worte nicht bestätigen. Da sah es auf unseren Strassen etwa so aus wie jetzt in Haiti. dioklet
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Spicy (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #217 am: 16. Jan. 2010, 19:47 Uhr » |
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Hallo lieber metin! Am 10. Jan. 2010, 16:51 Uhr, schrieb metin_oztaskin : Hallo spicy dieser Sätze erinner mich irgendwie an die Werbung. Die Menschen werden mit Schein Informationen zu geschüttelt, also Informationen, mit sie nicht nichts anfangen können, damit sie die Sachen konsumieren. Ohne über die Frage, ob sie es brauchen, nachzudenken. Schafft man mit Pseudoinformationen eine Realität, die es nicht gibt? |
| Ja. 'Information' wird allgemein als 'objektive Bestandteile unserer Welt' vermittelt, wenngleich sie jedoch tatsächlich nur der Manipulation dient. Sinneswahrnehmungen im Allgemeinen erzeugen ja einen Schein von Wirklichkeit, aber eben nur einen SCHEIN! Letztlich ist es eine Frage des Reflexionsvermögens, Schein von Sein unterscheiden zu können... Zitat: Legt man sich selbst eine Stein auf den Weg zum tolerant sein, weil man sich vom eigene Einsichten und Erwartung nicht distanzieren kann? Ist das überhaupt möglich vom den persönliche Einsichten und Erwartung zu trennen? |
| Ja, das ist schon möglich, sowie man sich darüber bewusst wird! Zum Beispiel wird sich ganz von selbst auch das Urteil über eine Handlung im selben Moment verändern, in dem sie verstanden wird. Verstehen bedeutet, es anzunehmen. Das eben ist der Unterschied zwischen Reaktion und 'auf-die-Situation-eingehen', wobei letzteres zudem noch die Möglichkeit bietet, bei sich bleiben zu können... Damit ist zugleich die Toleranz gegeben. LG!
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taunus (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #218 am: 19. Jan. 2010, 12:45 Uhr » |
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Hi Spicy [quote author=Spicy link=board=ethik;num=1136969244;start=210#217 date=01/16/10 um 19:47:41] [/i] Sinneswahrnehmungen im Allgemeinen erzeugen ja einen Schein von Wirklichkeit,[i] Nach meinem Verständnis sind Sinneswahrnehmungen Wirklichkeit, Sinnestäuschungen hingegen Schein. [/i]Verstehen bedeutet, es anzunehmen.[i] Nicht unbedingt. Ich kann zwar verstehen, dass ein psychisch kranker Kinderschänder auf Grund seiner Veranlagung nicht anderes handeln konnte, aber ich würde nicht sagen, dass ich sein Verhalten annehmen kann. Gruß,taunus
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| « Zuletzt bearbeitet: 19. Jan. 2010, 12:46 Uhr von taunus » |
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wokarb
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #219 am: 19. Jan. 2010, 14:41 Uhr » |
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Denn zwischen Verstehen und als richtig Bewerten/Beurteilen können "Welten" liegen ...
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Spicy (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #220 am: 19. Jan. 2010, 20:07 Uhr » |
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Hallo Taunus! Am 19. Jan. 2010, 12:45 Uhr, schrieb taunus : Nach meinem Verständnis sind Sinneswahrnehmungen Wirklichkeit, Sinnestäuschungen hingegen Schein. |
| Und was bleibt von 'Sinneswahrnehmungen', wenn sie nicht im Anschluss be-deutet werden? Ist es nicht so, dass Du den Dingen all das zusprichst, was sie mit DIR zu tun haben? Insofern handelt es sich letzten Endes immer nur um Mythen! Lässt Du sie weg, bleibt die nackte Unbestimmbarkeit. Eine Letztbegründung kann es nicht geben und somit scheinen die Dinge nur zu existieren... Zitat: Nicht unbedingt. Ich kann zwar verstehen, dass ein psychisch kranker Kinderschänder auf Grund seiner Veranlagung nicht anderes handeln konnte, aber ich würde nicht sagen, dass ich sein Verhalten annehmen kann. |
| Momentan vielleicht nicht. Gelingt es Dir jedoch irgendwann mal, Urteile über 'richtig' und 'falsch', 'gut' und 'böse' und den Unsinn der Moral zu überwinden, hat es sich von selbst erledingt! LG!
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taunus (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #221 am: 20. Jan. 2010, 13:42 Uhr » |
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Hi Spicy [quote author=Spicy link=board=ethik;num=1136969244;start=210#220 date=01/19/10 um 20:07:45] [/i]Und was bleibt von 'Sinneswahrnehmungen', wenn sie nicht im Anschluss be-deutet werden? Ist es nicht so, dass Du den Dingen all das zusprichst, was sie mit DIR zu tun haben?[i] Du meinst also,dass Wirklichkeit erst durch Deutung entsteht? Wie ist es dann mit einem Säuging ,der seine ersten diffusen Wahrnehmungen erlebt? Erlebt er keine Wirklichkeit? [/i]Gelingt es Dir jedoch irgendwann mal, Urteile über 'richtig' und 'falsch', 'gut' und 'böse' und den Unsinn der Moral zu überwinden, hat es sich von selbst erledingt![i] Ich könnte es akzeptieren, zu sagen ,dass ein Verbrecher keine Schuld hat, denn seine Tat ist entweder kausal bedingt oder akausal, und in beiden Fällen ist eine Zuschreibung problematisch. Aber man kann die Tat nicht ohne Konsequenzen hinnehmen. Vielleicht wird einmal ein Richter zum Täter sagen: " Da hast du armer Kerl großes Pech gehabt, es tut uns leid, aber nun müssen wir dich einsperen und wir hoffen, dass du dafür Verständnis hast." Gruß,taunus
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| « Zuletzt bearbeitet: 20. Jan. 2010, 13:43 Uhr von taunus » |
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Spicy (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz.
« Antworten #222 am: 20. Jan. 2010, 15:52 Uhr » |
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Am 20. Jan. 2010, 13:42 Uhr, schrieb taunus : Du meinst also,dass Wirklichkeit erst durch Deutung entsteht? Wie ist es dann mit einem Säuging ,der seine ersten diffusen Wahrnehmungen erlebt? Erlebt er keine Wirklichkeit? |
| 'Wiklichkeit' ist eine Folge von Kongruenz der Wahrnehmungen! In welcher Weise diese Wahrnehmungen jedoch bewertet und gedeutet werden, wird von den individuellen Erfahrungen(also: Rückbezüglichkeit auf einen selbst) bestimmt. Daher können die selben Wahrnehmungen zu völlig verschiedenen 'Filmen' werden, welche sich dann als 'wirlich' erleben. Zitat: Ich könnte es akzeptieren, zu sagen ,dass ein Verbrecher keine Schuld hat, denn seine Tat ist entweder kausal bedingt oder akausal, und in beiden Fällen ist eine Zuschreibung problematisch. Aber man kann die Tat nicht ohne Konsequenzen hinnehmen. Vielleicht wird einmal ein Richter zum Täter sagen: " Da hast du armer Kerl großes Pech gehabt, es tut uns leid, aber nun müssen wir dich einsperen und wir hoffen, dass du dafür Verständnis hast." |
| Ja! Absitzen als Therapie sozusagen. Wobei ich ne richtige Therapie empfehlenswerter fände. Einen gewissen Sinneswandel kann man zB. im Fall der Pädophilie feststelen! Während die früher aus der Unwissenheit heraus einfach immer nur mit Strafen belegt wurden, können Betroffene heute regelrecht Unterstützung für eine Überwindung ihres Problems bekommen... Grüßle!
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Samantha_Ebner (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #224 am: 20. Jan. 2010, 21:41 Uhr » |
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Am 20. Jan. 2010, 13:42 Uhr, schrieb taunus :Hi Spicy[/i]Und was bleibt von 'Sinneswahrnehmungen', wenn sie nicht im Anschluss be-deutet werden? Ist es nicht so, dass Du den Dingen all das zusprichst, was sie mit DIR zu tun haben?[i] Du meinst also,dass Wirklichkeit erst durch Deutung entsteht? Wie ist es dann mit einem Säuging ,der seine ersten diffusen Wahrnehmungen erlebt? Erlebt er keine Wirklichkeit? [/i]Gelingt es Dir jedoch irgendwann mal, Urteile über 'richtig' und 'falsch', 'gut' und 'böse' und den Unsinn der Moral zu überwinden, hat es sich von selbst erledingt![i] Ich könnte es akzeptieren, zu sagen ,dass ein Verbrecher keine Schuld hat, denn seine Tat ist entweder kausal bedingt oder akausal, und in beiden Fällen ist eine Zuschreibung problematisch. Aber man kann die Tat nicht ohne Konsequenzen hinnehmen. Vielleicht wird einmal ein Richter zum Täter sagen: " Da hast du armer Kerl großes Pech gehabt, es tut uns leid, aber nun müssen wir dich einsperen und wir hoffen, dass du dafür Verständnis hast." Gruß,taunus |
| Hallo Taunus, hier gebe ich dir recht... Ich kenne da den Fall eines Mannes, der angeblich im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit jemand ermordet hat. Dieser Mann kam nach 5 Jahren in der geschlossenen Abteilung für Rechtsverbrecher frei, weil er eine Therapie machte die damit endete dass er mit Tabletten geheilt war... Kaum draußen setzte er die Tabletten ab und lebt nun als Devisenhändler von Finanzbetrug und Geldwäsche. Umbringen tut er aber sicher keinen mehr, denn er will nicht mehr zurück in die Anstalt. Man darf gespannt sein... Also Frage an Spicy, wer garantiert und beurteilt, dass eine Therapie "heilt " und wenn ja, wird die Heilung dann regelmäßig überprüft wenn derjenige "Draussen" ist? - Ich glaube NEIN. Darin sehe ich die große Gefahr. LG Samantha
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"Es gibt nichts Neues unter der Sonne" aber "Man lernt nie aus" und "Nur wer sich ändert, bleibt sich selber treu."
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