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   Autor  Thema: Grenzen der Toleranz  (Gelesen 17217 mal)
taunus (Offline)
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Beiträge: 2731
Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #240 am: 25. Jan. 2010, 15:47 Uhr »

Am 22. Jan. 2010, 16:02 Uhr, schrieb Spicy :


 
"Was Du nicht willst, das tu auch keinem anderen an"  bleibt ja sowieso bestehen, oder? Es ist ein ohnehin immer schon gültiges 'Naturgesetz'.

 
Und weil der Mensch nicht in Isolation leben kann, gilt darüberhinaus für ihn auch das " Naturgesetz" : Nimm von anderen, aber gib auch.
Gruß,taunus

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metin_oztaskin (Offline)
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Beiträge: 3199
Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #241 am: 26. Jan. 2010, 00:05 Uhr »


Hallo Spicy  
vielen dank für deine Reaktionen. Dies mal musste etwas längere auf meine Reaktion warten. Es lag nicht daran, dass ich keine Interesse hätte, sonder darin, das viele Themen im Philtalk gibt, die mich sehr interessieren. Es sollte keine Klage sein, dass es soviel Themen hier behandelt werden, sondern vielmehr eine Begründung für meine Verspätung. Im übrigen finde ich sehr gut, dass soviele Themen besprochene werden.
Vielleicht ist so eine Entschuldigung nicht notwendig, aber es ist mir viel daran gelegen, die Beiträge, die an mich gerichtet sind, richtig zu verstehen. Oder noch konkrete Gesagte, philosophische Fragen interessieren mich sehr.
 
Am 21. Jan. 2010, 18:25 Uhr, schrieb Spicy :


Ja, metin!
Es ist der Unterschied, ob man etwas aus seiner eigenen Perspektive be-urteilt, oder ob man versucht, die Welt des anderen durch dessen Augen zu sehen und zu verstehen. Letzten endes müsste man sogar soweit gehen, dass man, um den anderen vollends verstehen zu können, auf Urteile ganz verzichten können muss, um nicht unmerklich in Fehldeutungen und Unterstellungen zu geraten.
Im sogenannten Skeptizismus wird dies eingehend behandelt und dargelegt.

Es ist evident, dass es wichtige Unterschied, ob man die Welt mit den eigene Auge betrachtet nd beurteilt, oder vom fremde Augen sieht und urteilte.  
Aber warum meinst du, dass man gegebenfalls auf den persönliche Urteil verzichten muss? Damit man nicht in Fehldeutung zu geraten?
Behandelt der sogenannt Skeptiztismus, das man sich irren kann, wenn man auf die eigene Urteile verlässt?  
Zitat:

Das wirklich einzige Problem dabei, das so zu praktizieren, ist die Voraussetzung, dass man generell erst mal die Motivation braucht, Urteil gegen Verständnis auszutauschen zu wollen. Dann ist es nämlich nur eine Frage der Zeit, weil man ja ständig sich darin übt! So lange noch Vorurteile im Kopf unterwegs sind, ist wirkliches Verstehen nicht oder halt eben nur sehr begrenzt möglich.

Welche Motivation braucht man denn, Urteil gegen Verständnis auszutauschen? Ist Bezeichnung Motivation zu treffen. Würde mentale Zustand eher zutreffen?
Ich denke, die Menschen vom ihre  Vorurteilen distanzieren, wenn sie in einer Situation befindet, wo man sich sicher fühlen. Es ist sehr einleuchte, das man jemand nicht richtige verstehen kann, wenn sich vom urteile nicht frei machen kann.
 
Zitat:

Das stimmt vollkommen!  
Reflexion bedeutet die Überprüfung und Infragestellung der bisherigen Wahrnehmung, zugunsten einer Möglichkeit, neu oder anders zu bewerten.

 
Es ist gut, dass du mich in meine Definition bestätigt hast. Ich könnte damit viel anfangen, nun möchte ich die Frage etwas verkomplizieren. Was ist philosophische Reflexion?
 
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

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metin_oztaskin (Offline)
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Beiträge: 3199
Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #242 am: 26. Jan. 2010, 00:12 Uhr »


Am 22. Jan. 2010, 07:52 Uhr, schrieb Spicy :


Hallo metin!
Was wir hier als 'Vorurteile' bezeichnen, sind genaugenommen ja nur reaktiv hervorgerufene Bewertungen und ja, sicherlich unbewusster Art.

Hallo spicy  
das klingt, dass die Vorurteil reaktiv Bewertung ist, sehr evident. Wenn ich an an eine Frauen denken, die sich selber als Fleisch verkaufen, dann kommt bei mir der Urteil, das solche schlecht Charakter. Aber dieser Urteil muss nicht unbedingt richtig.    
Zitat:

Tendenziell, denke ich, möchte schon jeder Mensch sich in Richtung 'mehr Bewusstheit' entwickeln - jeder auf seine Weise und entsprechend seiner Möglichkeiten. Die Resultate scheinen aber halt höchst widersprüchlich zu sein. Denn Reflexion kann in gegensätzliche Richtungen laufen:
Einerseits besteht eine starke Neigung zu objektivierender Wahrnehmung und deren 'Verarbeitung', was folglich zu emotiven gefärbten Urteilen führt,
andererseits ist halt auch eine relativierende Haltung möglich - allerdings dann unter Vernachlässigung 'körperempfindungsspezifischer Betroffenheit', der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid..

das ist sehr verständlich, das die Menschen geneigt sind, zu bewussten zu leben, ein Mensch, der sich nicht wundert und keine fragen stellt. Hat sich vom Wesen verfremdet. Ich meine zum Wesen des Menschen gehört, das er über die Phänomen wundert und nach Erklärung suchen.
Was meinst mit objektivierender Wahrnehmung? Ist dass die Neigung, als was ich wahrnehmen, ist richtig. Auf der anderen Seite ist man bewusste, das man sich mit der Wahrnehmung irren kann. Wie sieht der Unterschied Mitgefühl und Mitleid aus?
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

« Zuletzt bearbeitet: 26. Jan. 2010, 00:14 Uhr von metin_oztaskin »  IP-Icon gespeichert
Spicy (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #243 am: 26. Jan. 2010, 01:23 Uhr »

Hallo metin!
 
Am 26. Jan. 2010, 00:05 Uhr, schrieb metin_oztaskin :


Es ist evident, dass es wichtige Unterschied, ob man die Welt mit den eigene Auge betrachtet nd beurteilt, oder vom fremde Augen sieht und urteilte.  
Aber warum meinst du, dass man gegebenfalls auf den persönliche Urteil verzichten muss? Damit man nicht in Fehldeutung zu geraten?
Behandelt der sogenannt Skeptiztismus, das man sich irren kann, wenn man auf die eigene Urteile verlässt?

Ein 'Urteil' führt nun mal grundsätzlich zu Objektivierung, egal, wer es nun fällt! Es führt zwangsläufig zur Trennung in zwei unvereinbare Ebenen: Zur Objekt/Subjekt-Spaltung.
Ein Urteil bedeutet, zu sagen(empfinden), das (dort) IST ...(dies oder das).
So kann gesagt werden, dass die Angst als Grundemotion eine Wahrnehmungsqualität hervorruft, die grundlegend Objekte schafft. Und alle Gedanken, die auf einer subtilen Form von Angst gründen, ebenfalls!
Vermutlich fällt der größte Teil unserer Gedanken darunter.
Angstfreiheit führt nämlich zu Entschleunigung des Denkens und wer viel meditiert, bemerkt soger eine gewisse Leere im Kopf...
 
Der Skeptizismus behandelt genau diese Zusammenhänge und tritt an für eine Transzendenz dieser (scheinbar)dinglichen Welt, die ohnehin eine 'Wahrheit'(die sie behauptet) nicht begründen kann...
 
Zitat:


Welche Motivation braucht man denn, Urteil gegen Verständnis auszutauschen? Ist Bezeichnung Motivation zu treffen. Würde mentale Zustand eher zutreffen?
Ich denke, die Menschen vom ihre  Vorurteilen distanzieren, wenn sie in einer Situation befindet, wo man sich sicher fühlen. Es ist sehr einleuchte, das man jemand nicht richtige verstehen kann, wenn sich vom urteile nicht frei machen kann.

Ja. So lange es einem gut geht(Ausgeglichenheit), bestehen eher kaum Bedingungen, die (durch emotionale Bewertungen) zu 'Urteilen' führen!
Daher werden sicherlich nur jene den Drang verspüren, andere zu verstehen, die selbst (auch mit sich)im Frieden sind, oder?
 
Zitat:


...nun möchte ich die Frage etwas verkomplizieren. Was ist philosophische Reflexion?

Das werden Menschen wohl immer verschieden sehen!
Für mich ist sie das Denken können aller Wahrnehmungsebenen, weil in ihnen die diskutierten Wiklichkeitsbegriffe entstehen...
 
 
Zitat:


das klingt, dass die Vorurteil reaktiv Bewertung ist, sehr evident. Wenn ich an an eine Frauen denken, die sich selber als Fleisch verkaufen, dann kommt bei mir der Urteil, das solche schlecht Charakter. Aber dieser Urteil muss nicht unbedingt richtig.    

Ja! Ich kenne sogar solche und an ihnen ist NICHTS verkehrt, würde ich behaupten.
 
 
Zitat:


Was meinst mit objektivierender Wahrnehmung? Ist dass die Neigung, als was ich wahrnehmen, ist richtig. Auf der anderen Seite ist man bewusste, das man sich mit der Wahrnehmung irren kann. Wie sieht der Unterschied Mitgefühl und Mitleid aus?

Alles was einen zur Objektivation bringt, ist eine feine Art von Erregung, eine körperliche Anspannung, eben eine Form von Angst!
Sobald man aber genauer hinsieht und zur Ruhe und Entspannung kommt, sehen die Dinge wieder anders aus.
Daher neigen Menschen, die 'Schmerz' in sich tragen, eher zu mitleidsvollen Urteilen und Aktionen, als solche, die ausgeglichen und angstfrei herausfordernden Situationen gegenüberstehen.
 
'Abgrenzung' wird in diesem Zusammenhang beispielsweise unterschiedlich verstanden: Während der eine darunter ein von-sich-weg-halten, gewissermassen eine Art von Abweisung versteht, handabt der andere Abgrenzung als bewussten Umgang mit seinen eigenen Gefühlen - dadurch kann er am anderen dran bleiben und mitfühlen, OHNE mitLEIDEN zu müssen.
 
Verstehst Du, wie ich meine?
 
LG!

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Samantha_Ebner (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #244 am: 26. Jan. 2010, 04:01 Uhr »

Ich ja Spicy,
 
danke für die interessanten Ausführungen.
 
LG
 
Sami
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"Es gibt nichts Neues unter der Sonne" aber "Man lernt nie aus" und "Nur wer sich ändert, bleibt sich selber treu."
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #245 am: 26. Jan. 2010, 12:19 Uhr »

Hallo Spicy
Am 26. Jan. 2010, 01:23 Uhr, schrieb Spicy :


'Abgrenzung' wird in diesem Zusammenhang beispielsweise unterschiedlich verstanden: Während der eine darunter ein von-sich-weg-halten, gewissermassen eine Art von Abweisung versteht, handabt der andere Abgrenzung als bewussten Umgang mit seinen eigenen Gefühlen - dadurch kann er am anderen dran bleiben und mitfühlen, OHNE mitLEIDEN zu müssen.
 
Verstehst Du, wie ich meine?
 
 

 
Ich noch nicht ganz
Wenn jemand erkennbar leidet(z.B. starke Zahnschmerzen) und ein anderer fühlt zwar mit, aber er leidet nicht mit, weil er mit seinem Gefühl bewusst umgeht  - was ist denn das für ein Gefühl, wenn es kein Mitleiden ist und auch keine Schadenfreude ist? Vielleicht die Liebe?
Gruß,taunus

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #246 am: 26. Jan. 2010, 15:28 Uhr »

Hi Taunus!
 
Am 26. Jan. 2010, 12:19 Uhr, schrieb taunus :


Wenn jemand erkennbar leidet(z.B. starke Zahnschmerzen) und ein anderer fühlt zwar mit, aber er leidet nicht mit, weil er mit seinem Gefühl bewusst umgeht  - was ist denn das für ein Gefühl, wenn es kein Mitleiden ist und auch keine Schadenfreude ist? Vielleicht die Liebe?

Als 'ein' Gefühl würde es gar nicht zu benennen sein!
Das Nachfühlen ist ein Akt, der den weiteren Zusammenhang, die Umstände und die beteiligten Funktionen mit einbezieht. Insoweit relativiert es also den momentanen 'Schmerzzustand' und hebt die Situation auf eine Ebene, die auch Möglichkeiten zu Veränderung bietet!
Eine Reaktion des Mitleids würde dies gar nicht möglich werden lassen...
 
Bei 'Liebe' kommt's drauf an, ob man damit ein Gefühl benennen möchte, oder 'wahre Liebe'!?
 
LG!

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taunus (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #247 am: 26. Jan. 2010, 22:01 Uhr »

Hi Spicy
Am 26. Jan. 2010, 15:28 Uhr, schrieb Spicy :


 
Bei 'Liebe' kommt's drauf an, ob man damit ein Gefühl benennen möchte,

 
Ja,möchte ich:  Liebe = ausgeprägte gefühlsmäßige Verbundenheit.
 Oder?
Gruß,taunus

« Zuletzt bearbeitet: 26. Jan. 2010, 22:02 Uhr von taunus »  IP-Icon gespeichert
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #248 am: 26. Jan. 2010, 23:33 Uhr »

Das muss leider(kann glücklicherweise) jeder für sich selbst erforschen, Taunus!
Liebe als Gefühl scheint jedoch immer eine Ansammlung verschiedener Aspekte zu sein. So lange es von Hoffnung auf Bindung bestimmt wird, würde ich es eher der Bedürftigkeit zuschreiben.  
Als Akt des Gebens/Teilens sieht's dann wieder anders aus...
Das Selbstempfinden/Selbstverständnis bestimmt also im Grunde bereits die Form von 'Liebe' würde ich sagen.
Man kann es nicht schnell mal so, oder so 'machen'!
 
LG!
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #249 am: 28. Jan. 2010, 08:08 Uhr »

Hallo Spicy, hallo in die Runde,
 
da möchte ich doch mal eine Wortkreation für dieses "Sein" abgeben das nicht ganz Mitleid und nicht ganz Schmerz ist, laut Taunus.
 
Ich würde es "sensibles Sehen" nennen. Es läuft in der Tat über den Sehsinn ab, dieses "Erkennen" von Schmerz und zugleich dieses "Erkennen der Efinnerung" daran. Es läuft über das kollektive Unbewusste ab. Gleich und Gleich erkennt sich und weiß das es zusammengehört, aber es verschmilzt nicht miteinander weil da ein Puffer dazwischen  liegt un diesen Puffer würde ich die Zeit nennen die da räumlich dazwischenliegt im Augenblick des Erkennens der beiden "Bilder".
 
Wie ich das noch abstrakter erklären soll weiß ich zwar nicht, aber ich bleibe dran an der Materie auch wenn ich hier nicht mehr allzuviel poste.
 
LG
 
Samantha
 
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Hancock (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #250 am: 28. Jan. 2010, 12:26 Uhr »

Am 26. Jan. 2010, 12:19 Uhr, schrieb taunus :

Hallo Spicy
 
Ich noch nicht ganz
Wenn jemand erkennbar leidet(z.B. starke Zahnschmerzen) und ein anderer fühlt zwar mit, aber er leidet nicht mit, weil er mit seinem Gefühl bewusst umgeht  - was ist denn das für ein Gefühl, wenn es kein Mitleiden ist und auch keine Schadenfreude ist? Vielleicht die Liebe?
Gruß,taunus

 
Mitgefühl.
Das Wissen um die Gleichheit des anderen mit einem selber (Paratmasamata)

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Alles nichts oder!?
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #251 am: 28. Jan. 2010, 15:17 Uhr »

Hallo Spicy
[quote author=Spicy link=board=ethik;num=1136969244;start=240#248 date=01/26/10 um 23:33:14]
[/i]Liebe als Gefühl scheint jedoch immer eine Ansammlung verschiedener Aspekte zu sein. So lange es von Hoffnung auf Bindung bestimmt wird, würde ich es eher der Bedürftigkeit zuschreiben.[i]
 
Der Bedürftige  ist aber jemand, der Etwas von anderen braucht, liebe ist aber in erster Linie "Geben", Hingabe
 
[/i]Als Akt des Gebens/Teilens sieht's dann wieder anders aus...[i]
 
Ja, das ist wesentlich für die Liebe, aber der Akt allein reicht nicht, er muss von einem Gefühl der Zuneigung, der Verbundenheit begleitet sein.
Gruß,taunus
 
 
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #252 am: 28. Jan. 2010, 15:31 Uhr »

Am 28. Jan. 2010, 08:08 Uhr, schrieb Samantha_Ebner :


 
da möchte ich doch mal eine Wortkreation für dieses "Sein" abgeben das nicht ganz Mitleid und nicht ganz Schmerz ist, laut Taunus.
Ich würde es "sensibles Sehen" nennen. Es läuft in der Tat über den Sehsinn ab, dieses "Erkennen" von Schmerz und zugleich dieses "Erkennen der Efinnerung" daran. Es läuft über das kollektive Unbewusste ab.

 
 
Die Hypothese vom kollektiven Unbewussten (C.G.Jung) hat sich doch meines Wissens längst als unhaltbar erwiesen.  
Ob Mitleid, Mitgefühl oder Liebe -es sind m.E. rein individuelle
Seinsweisen.
Gruß,taunus

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taunus (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #253 am: 28. Jan. 2010, 15:38 Uhr »

Am 28. Jan. 2010, 12:26 Uhr, schrieb Hancock :


 
Mitgefühl.
Das Wissen um die Gleichheit des anderen mit einem selber (Paratmasamata)

 
Mitgefühl als Wissen? Dann könnte ich auch einen Hund eine Katze nennen.  
Gruß,taunus

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Meisterdieb (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #254 am: 28. Jan. 2010, 16:02 Uhr »


 
Toleranz ist die unvermeidliche Folge der Dialektik, die kein Machtwort kennt!
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Meisterdieb bedient Sie vorteilhaft!
Der Unterschied zwischen einem nahezu richtigen Wort und einem treffenden ist groß - es ist der Unterschied zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz!
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