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   Autor  Thema: Grenzen der Toleranz  (Gelesen 17215 mal)
Narina (Offline)
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Der Mensch ist dazu verurteilt frei zu sein!

   
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #45 am: 11. Juni 2003, 08:17 Uhr »

Guten Morgen allerseits,
 
"...essayistische Interpretation des ganzen zu lesen - ziemlich am Thema vorbei bedauerlicherweise,..."  
 
"Ich moechte das hier gar nicht weiter beurteilen - dazu bilde sich denke ich jeder seine eigene Meinung."
 
Zum Begriff "Essayistisch":  
Setzt sich zusammen aus Französisch "Essay" (Versuch) und "ist". Also: der Versuch etwas zu sehen wie es ist. Jeder kann aber wirklich etwas nur so sehen wie es für IHN selbst ist und nicht wie es für jemand anderen ist. Da bleibt es halt immer der Versuch...  
 
Tja, Interpretation ist halt nun mal Interpretation und deswegen ist sie IMMER essayistisch und kann eigentlich toleranterweise gar nicht beurteilt werden, weil eben Interpretation vollkommen subjektiv sein kann, wie Du ja selbst schreibst: "- dazu bilde sich denke ich jeder seine eigene Meinung." Also interpretieren wir ja ALLE immer essayistisch - auch Du. Das macht ja Kommunikation und insbesondere "Dikussion" ja überhaupt erst möglich!
 
Tja, der eine Interpretiert Verfallener so, dass es für ihn keine Toleranz gibt und der Andere Interpretiert es so, dass es für Verfallener eben sehr wohl Toleranz gibt und die Andere sieht beide Seiten, weil sie weiss wo ihre "Toleranzgrenzen" sind...   und das ist halt ganz einfach keine essayistische Interpretation mehr... sonder Toleranz.
 
Viele liebe Grüsse
Narina  
 
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #46 am: 11. Juni 2003, 08:39 Uhr »

Kleiner Nachtrag:
 
"...essayistische Interpretation des ganzen..."
 
Die Interpetation der wahrhaftigen Bedeutung dieser Worte in ihrem tiefsten Sinne in einem Essay von mir:
Eine essayistische Interpretation des Ganzen ist:  
Der VERSUCH etwas so zu sehen wie es IST (essayistisch) indem ich ALLE TEILE (alle Teile ergeben das Ganze) der verschiedenen MEINUNGEN sehen kann (Interpretation) die ich dann zu einem Ganzen zusammenfügen kann.  
 
Laut dieser Deiner Aussage ist das was ich zu Paul und Verfallener geschrieben habe ganz einfach Toleranz in Vollendung...  
Was nicht unbeding heissen soll, dass ich Toleranz in Vollendung besonders toll finde - ganz im Gegenteil - es kann ziemlich langweilig sein... Trotzdem danke.
 
Viele liebe Grüsse
Narina  
 
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #47 am: 11. Juni 2003, 14:06 Uhr »

hallo narina,
bist du da nicht mit deiner Toleranz in Vollendung etwas in "weibliche Logik" abgerutscht? nämlich Sympathiezuweisung als Argumentationsersatz, ja ja, wohin die Liebe fällt...., wie schööön.
Meinen überaus höflichen Hinweis, bitte die Verteidigung von Toleranz nicht mit Intoleranz gleichzusetzen ignorierst du mit Wortspielen (du bist ja nicht die einzige). Da wirkt dann das "mit freundlichen Grüßen" ein ganz klein bischen zynisch, meinst du nicht?
Erklär mir doch bitte einmal, welche meiner Feststellungen dir intollerant erscheinen (bitte Argumente, kein Bewertung).
Das mit dem Frontalhirn ist nicht meine Erfindung, Literaturstellen dafür hab ich ja genügend angegeben, und dass solche Menschen ihre Gene nicht weitergeben, da das ja dem Eigennutz im Wege wäre (also aussterben), ist auch eine simple Feststellung, die dem Egoisten eigentlich nur Beifall entlocken sollte (nach mir die Sintflut, devil may care).
« Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2003, 14:08 Uhr von paul »  IP-Icon gespeichert
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #48 am: 11. Juni 2003, 14:11 Uhr »

2
Die Reaktion darauf ist sachlich völlig unverständlich, weder von dir noch von Verfallener, jedenfalls nicht rational sondern nur emotional. Also entweder steh ich nun zu meinem Egoismus, oder was?
Meldet sich da vielleicht wieder das ( doch vorhandene) Frontalhirn? das sich (gefühlsmäßig) nicht intollerant nennen lassen möchte, auch wenn es das gerade lauthals herausgeschrien hat? Sein nigname sagt doch schon einiges.
Dann mal zur Sache, Schätzchen,
was findest du so toll an Egoismus? oder anders gefragt, gibt es für dich da auch keinerlei Grenzen? was meinst du mit "alles ausleben"? vielleicht kommen wir hier einen Schritt weiter?
Gruß
Paul
 
ps.
wenn es nur ein "diplomatischer" Deeskalierungsversuch war, verzeih ich dir alles.
Wollte nur zum Thema zurück und etwas mehr höhren als einen "Rülpser" (nicht von dir natürlich)
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@paul
« Antworten #49 am: 11. Juni 2003, 14:31 Uhr »

Ich wollte dir damit sagen, das du mich 1. falsch verstanden hast:
 denn ich werde den teufel tun und jemand umbringen wenn es mir nichts nützt. Wieso sollte ich also meinen nachbarn erschießen?
und das 2. deine aussage das ich bald aussterbe auf dem schluß basiert, meine psyche durchschaut zu haben.
Und das mit einer(!!!) äußerung meinerseits
Ist das nicht höchst lächerlich?
Vor allen dingen ist deine these FALSCH. Jedenfalls so wie du sie dargestellt hast.
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Muss Menschheit vernichten
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #50 am: 11. Juni 2003, 16:03 Uhr »

eigentlich hatte ich die Antwort von narina erwartet
 
hallo Verfallener,
du machst mich jetzt richtig neugierig.
1) Zitat:

Mir ist alles scheißegal, solange ich keinen schaden davontrage  
und tolleranz hört da auf, wo ich mir einen nutzen aus intolleranz verspreche
 
stimmt das nun oder nicht
2) Zitat:

Muss Menschheit vernichten

dafür kann man doch gut eine Knarre gebrauchen
3) Zitat:

denn ich werde den teufel tun und jemand umbringen wenn es mir nichts nützt.

und wenn es dir nützt?
Gruß
Paul
 
p.s. hatte die Knarre aber mehr zu deinem Schutz (Selbstverteidigung) gemeint

« Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2003, 16:08 Uhr von paul »  IP-Icon gespeichert
Narina (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #51 am: 11. Juni 2003, 16:44 Uhr »

Hallo Paul,
 
1.)
"bist du da nicht mit deiner Toleranz in Vollendung etwas in "weibliche Logik" abgerutscht? nämlich Sympathiezuweisung als Argumentationsersatz, ja ja, wohin die Liebe fällt...., wie schööön"
 
Als ich Dir auf Deine Frage ob ich männlich oder weiblich bin antwortete: es ist eigentlich egal... sollte Dir eigentlich klar sein, dass ich nicht in "weibliche Logik" abgerutscht sein kann. Deiner Meinung nach gibt es demnach "immer noch" weibliche ODER männliche Logik. Meine logische Schlussfolgerung dazu: Dein "Ich" ist "immer noch" männlich. Mein "Ich" Paul ist bereits sächlich. Toleranz hat es genauso wenig nötig Sympathiezuweisungen zu machen wie sie eben nicht zu machen oder sie zu bekommen - das ist so wenn ein "Ich" sächlich ist! Mein Posting ist vollgestopft von sachlichen Argumentationen die jedermann eben so verstehen und lesen kann wie er eben kann und möchte. Du hast sie als emotional und "unsachlich" aufgefasst - ich habe sie vollkommen sachlich geschrieben. Reaktionen sind eben ein Spiegel der Seele  . Is aber für mich absolut okay - is halt im Moment Deine eigene Realität, bzw. Wahrheit, die ich vollkommen toleriere - ich verstehe sie sogar... soll heissen ich verstehe Deine Emotionen auf meine Sachlichkeit - ob´s umgekehrt wohl auch möglich ist?
 
"Meinen überaus höflichen Hinweis, bitte die Verteidigung von Toleranz nicht mit Intoleranz gleichzusetzen ignorierst du mit Wortspielen (du bist ja nicht die einzige)."
 
Nein Paul ich ignoriere nicht - ignorieren hat nämlich nichts mit Toleranz zu tun. Worte sind dafür geschaffen um mit ihnen zu "spielen" sonst bräuchten wir uns ja gar nicht zu unterhalten... jeder hat halt seine ganz eigenen Bedeutung der Worte gefunden - ich habe auch meine Bedeutung der Worte gefunden und die ist nun mal nicht blau ODER rot, sondern blau UND rot... also lila.  
 
"Da wirkt dann das "mit freundlichen Grüßen" ein ganz klein bischen zynisch, meinst du nicht?"
 
Du schreibst: es WIRKT zynisch... also wirken meine Worte auf DICH zynisch - ICH habe sie aber in keinster Form zynisch gemeint - wirklich nicht. Meine Schlussfolgerung: Hättest Du diese Worte geschrieben hättest Du sie zynisch gemeint... ein Spiegel Deiner Seele...
 
"Erklär mir doch bitte einmal, welche meiner Feststellungen dir intollerant erscheinen (bitte Argumente, kein Bewertung)."
 
Ganz einfach dass Du eben schon bewertest, indem Du die zweite mögliche Seite vollkommen ausser acht lässt, sondern eben "nur" blau ODER lila sehen willst. Und jetzt erscheint mir noch intolleranter dass Du schon wieder bewertest aber selbst nicht bewertet werden möchtest, was ich auch absolut nicht gemacht habe - weder Dich noch sonst irgendjemanden hier oder sonstwo! Toleranz ist eben für mich überhaupt ganz und gar nicht möglich, so lange auch nur der Ansatz von Bewertung eine "Rolle" spielt. Toleranz ist für mich eben ganz einfach nun mal die Mitte - je nach Individuum so weit nach aussen tendierend, wie es das Ego des Individuums in der entsprechenden Situation ganz einfach zulässt.
 
"Das mit dem Frontalhirn ist nicht meine Erfindung, Literaturstellen dafür hab ich ja genügend angegeben, und dass solche Menschen ihre Gene nicht weitergeben, da das ja dem Eigennutz im Wege wäre (also aussterben), ist auch eine simple Feststellung, die dem Egoisten eigentlich nur Beifall entlocken sollte (nach mir die Sintflut, devil may care)."
 
Okay, "Fehler" von mir. Nettes "Satzspiel" übrigens...  
 
Zu 2.)
a) ich werde immer noch gerne bei meinem zweiten Vornamen Narina benannt  
b) um es noch verständlicher auszudrücken: Ich stehe voll und ganz zu meinem Egoismus, weil ich unter Egoismus folgendes verstehe: 1.) "Ego" aus dem lateinischen: "ich" - 2.)"is" aus dem Englischen: "bin" oder von mir aus auch einfach auf Deutsch: "ist". Also: Ich bin! Um tolerant sein zu können ist es für mich sehr wichtig erst mal herauszufinden wer ich bin - also bin ich erst mal Ego/ist/isch. Alle kleinen Kinder sind egoistisch, weil sie erst mal rausfinden wer sie sind. Zuerst wollen sie geben (Lächeln eines Säuglings z.B.) dann wollen sie behalten und nicht abgeben und dann wenn sie wissen, was sie abgeben wollen bekommen sie Spass am Teilen - sie werden Tolerant. Natürlich verstehe ich auch die zweite Wortauslegung von Egoismus - klar, aber ich bin halt den ersten Weg gegangen und den für mich mit Erfolg - ich habe Spass am Teilen und weiss ganz genau, wem ich was eben nicht abgeben möchte und wem ich was eben abgeben möchte. Das sind dann ganz einfach meine "Toleranzgrenzen" die auch bei entsprechendem "Gegenüber" eben vollkommen wegfallen können - das ist dann gewollte Selbstlosigkeit (selbstbestimmte Selbstlosigkeit), weil ich gewisse Dinge im Überfluss habe. Soll heissen, über meine "Grenzen" entscheide ich Situationsbdingt, aber immer selbstbestimmt, also so weit mein Ego das zulässt.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #52 am: 11. Juni 2003, 16:48 Uhr »

2.)
Mit "alles ausleben" meine ich alle meine Emotionen oder eben Nichtemotionen ausleben zu können. Aber eben dabei nicht über die Grenzen eines anderen Menschen zu treten. Deswegen ist es ganz einfach so, dass man das Grundbedürfnis sich vollkommen ausleben zu können (das ja meiner Meinung nach in jedem Menschen verwurzelt ist - allerdings bei manchen erfolgreich wergerzogen wurde) nur dann verwirklichen kann, wenn man Menschen um sich hat, die ebenso "hohe Grenzen" oder eben gar keine Grenzen haben wie man selbst. Das ist das "Schwierige". Aber grundsätzlich ist es möglich.  
 
So, ich hoffe jetzt alle "Missverständnisse" geklärt zu haben.
 
viele liebe sachliche Grüsse
Narina  
 
P.S: man "hört" immer nur dass was man fähig ist zu hören...  
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #53 am: 11. Juni 2003, 17:53 Uhr »

Hallo Narina,
danke für deine lange Antwort, muß ich einfach loswerden,
für mich hast du alle offenen Fragen wunderbar beantwortet,
ein Kommentar dazu wäre schon fast eine Abwertung. Eine sanftere Definition von Egoismus hab ich hier im ganzen forum noch nicht gelesen, so gesehen ist Egoismus=Autonomie - wer wünscht sie sich nicht - eine Grundeigenschaft jeden Lebens. - Überfluss - Ein bischen hatte ich mich vorher ja schon prophylaktisch am Ende entschuldigt.
 
 
Freundlichen Gruß
Paul.
 
p.s. Natürlich bin ich noch ein Suchender, was sonst, immer in Bewegung
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Verfallener (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #54 am: 12. Juni 2003, 12:48 Uhr »

Zitat 1: stimmt
Zitat 2: nein, dazu brauch ich ein paar wasserstoffbomben
Zitat 3: das dürfte klar sein...
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #55 am: 12. Juni 2003, 13:07 Uhr »

Am 12. Juni 2003, 12:48 Uhr, schrieb Verfallener :

Zitat 1: stimmt
Zitat 2: nein, dazu brauch ich ein paar wasserstoffbomben
Zitat 3: das dürfte klar sein...

 
ok, das ist dann halt so ne überschrittene Grenze,
dann fahr zur Hölle
und gute Fahrt
 
Paul

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Karyon (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #56 am: 15. Juni 2003, 20:05 Uhr »

Wie äusserst tolerant, Paul!
 
Ich habe es in einem früheren Beitrag schon angedeutet, dass Toleranz kein besonders "entwickelter" Bewusstseinszustand ist, obwohl er soviel Anerkennung findet. Ich meinen Augen ist es höchstens Gutmenschentum, und dieses wird nur erreicht, indem man quasi konsequent wegschaut - vor allem von sich selbst.
 
Toleranz erfordert immer eine vorausgehende Verurteilung eines Menschen oder Volkes, etc.  Diese Verurteilung wird dann - ich bin ja gut - positiviert, bzw. rationalisiert und eben in die Toleranz, die Duldung, gepresst. Ändern sich die Parameter der "Toleranzgrenze", wie diese Diskussion ja lautet, dann ist es bald aus mit der Duldung und es bleibt nur die Verurteilung mit, manchmal, entsprechendem Handeln. Die U.S.A. machen es gerade "völkertechnisch" gesehen vor. In diesem Forum hat Paul ein Beispiel geliefert, wie es funktioniert.
 
Ein erweiteter Bewusstseinsstand würde einfach alles akzeptieren, in dem Wissen, dass es freie Wahlmöglichkeiten gibt und dass man an einem Ereignis, das einem nicht gefällt, einfach nicht teilnehmen muss. Allerdings ist die freie Wahl nur möglich, wenn der Mensch sich in das Individuum entfaltet, das er ist.
 
Karyon
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #57 am: 16. Juni 2003, 02:42 Uhr »

hallo Karyon,
Zitat:

Toleranz erfordert immer eine vorausgehende Verurteilung eines Menschen oder Volkes, etc.

 
wenn du mir das erklären könntest?
 
ansonsten wünsch ich nicht intolerat genannt zu werden, wenn ich mich für Toleranz einsetze. Das hatte ich eigentlich schonmal richtig gestellt.
 
Gruß
Paul

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Beiträge: 41
Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #58 am: 16. Juni 2003, 06:13 Uhr »

Zitat:

ok, das ist dann halt so ne überschrittene Grenze,  
dann fahr zur Hölle ... paul

 
 
Das ist Deine Antwort auf einen Beitrag von "Verfallener". Du hast schon geurteilt, dass er im Unrecht ist und Du Recht hast und zwar hast Du in so einem großen Ausmaß Recht, dass Deine "Toleranzgrenze" überschritten wurde und Du ihn sogar verfluchst, also in die "Hölle" schickst.
 
So funktioniert Toleranz immer, nämlich als Urteil zwischen Recht und Unrecht. Ist dieses Urteil belanglos, z.B. inzwischen der Unterschied zwischen schwarzen und weissen Menschen, dann kann man das dulden. Ist der Unterschied gravierend, z.B. bei Glaubenssätzen, dann folgt im extremsten Fall Krieg.  
 
Die überlegene "Strategie" ist die freie Wahl dessen, was mir gefällt und nicht Ablehnung dessen, was mir nicht gefällt. Durch diese Wahl bestimme ich die Richtung, in welche ich gehen will. Durch Ablehnung fließt nur Energie in das, was ich nicht will und damit verstärke ich es. Deshalb ist Akzeptanz - das grundsätzliche Zugestehen der eigenen Erfahrungen jedes Menschen - sinnvoller. Man braucht diese Erfahrungen ja nicht zu teilen.

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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #59 am: 16. Juni 2003, 11:34 Uhr »

@karyon
ich sehe schon alle Begriffe müssen für dich umdefiniert werden, man braucht ein Übersetzungsbuch um dich zu verstehen.
Toleranz =Recht? oder Unrecht?
Verurteilung=Toleranz?
 
weil du mich verurteilst bist du Tolerant?
oder weil du Intoleranz "akzeptierst" hast du recht?
 
oder findest du die Intoleranz von verfallener einfach cool?
und meine Vorliebe für Toleranz einfach blöd?
eigentlich ging es um Grenzen, mein Freund, gibt es die nicht?
oder bestehst du einfach darauf unverständlich zu sein, wie chic.
Paul
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