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Thema: Grenzen der Toleranz (Gelesen 17218 mal) |
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delfi (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #75 am: 29. Juni 2007, 16:25 Uhr » |
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Am 29. Juni 2007, 12:59 Uhr, schrieb Aqvilleia : Delfi - Du kennst eben Feministinnen nicht wirklich Ich werde mich hüten euch hier einen philosophischen Vortrag zu halten, unterhaltet euch mit euresgleichen sie werden eure Meinung bestätigen. |
| Ach verehrte Aq, wir waren doch nur bei dem Toleranzthema, das ist doch geschlechtsneutral, versuchs doch bitte noch mal, so böse kannst du doch gar nicht sein. Der Satz mit Konfuzius, der war doch prima, deshalb dachte ich du hättest dich schlicht verschrieben. Salve
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gnôthi seautón, medèn ágan, eî
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Aqvilleia
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #76 am: 29. Juni 2007, 17:04 Uhr » |
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Woher willst du wissen, dass Toleranz nicht auch auf das Geschlechterthema fokussiert werden kann. Du kannst mir in einer PN deine Meinung über mein Bösesein mitteilen, aber ich werde hier nicht darüber diskutieren.
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delfi (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #77 am: 29. Juni 2007, 17:27 Uhr » |
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Am 29. Juni 2007, 17:04 Uhr, schrieb Aqvilleia : 1. Wie schon Konfuzius sagte, das Wohlwollen und das Streben nach Humanität ist die unentbehrliche Wurzel von allem, was ethisches Handeln betrifft. 2. Ethik ist allein aus Vernunft heraus zum Scheitern verurteilt. Woher willst du wissen, dass Toleranz nicht auch auf das Geschlechterthema fokussiert werden kann. |
| Hallo Aq, ...kann schon, aber wir waren bei Grenzen der Toleranz, ich hatte vorher ausgeführt, das diese Grenzen von der Ethik gesetzt werden, Ethik ist ja zunächts nur ein Bewertungssystem, über den Inhalt, die Moral kann man ja noch streiten und dein Satz 1) von Konfuzius wirbt doch für Humanität und ethisches Verhalten. in 2) sagst du fast das Gegenteil, nämlich dass Vernunft die Ethik scheitern lässt. Nun mag sein, dass du das nur auf das Geschlechterthema beziehst, also hier Toleranz und gleich auch Ethik ablehnst??? Da wären wir aber schon fast bei der Bosheit gelandet. Wie gesagt, ich wollte nichts unterstellen, bin lediglich verwirrt über einen möglichen Widerpruch in der Argumentation. Vielleicht geht es mir jetzt ähnlich wie paul vorher, ich hab etwas im thread zurückgeblättert, der wurde massiv angegriffen, weil er die Toleranz als ethischen Wert verteidigt hat. Aber man kann nun mal aus böse nicht gut machen. Salve
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gnôthi seautón, medèn ágan, eî
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Aqvilleia
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #78 am: 29. Juni 2007, 18:23 Uhr » |
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Tut mir leid, ich habe vorausgesetzt, dass du meinen Beitrag in 'Toleranz was is n det' gelesen hast. Hier noch einmal die Kopie Zitat: Vielleicht gelingt es mir meine Meinung zu Toleranz klar zu legen, wenn das nicht schon durchgeschimmert ist. Der Begriff Toleranz beinhaltet einen ethischen Wert der sich meist aus empirischen Erkenntnissen bildet, die aber nicht befriedigend sein können. Darüber hinaus bedarf es durchaus philosophischer Überlegungen, d.h. das Einbringen von Vernunft um die Mannigfaltigkeit von Erfahrungen, Intuitionen und Alltagstheorien zu hinterfragen um zu erkennen, welche Wesenheiten diesem ominösen Begriff 'Toleranz' zugeschrieben werden können. Wir stehen als Handelnde in Spannungsfeld zwischen Sollen und Wollen, zwischen Wunsch und Pflicht und zwischen den Forderungen unserer Interessen und den Forderungen die eine Moralität fordert. Ich würde fast meinen, Toleranz ist das Entscheidende zwischen einer Kollision subjektiver Präferenzen und den Forderungen die eine Moralität einhebt. Die Fundamente einer moralischen Motivation sind in den Gefühlen beheimatet und nicht in einer Ausdifferenzierung eines Begriffes, und sie sind es, die uns daran erinnern oder auch nicht, Ethik und als Teil davon Toleranz in den Vordergrund rücken zu lassen. |
| Und noch etwas - unterlass bitte deine persönlichen Angriffe gegen meine Person.
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| « Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2007, 18:25 Uhr von Aqvilleia » |
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delfi (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #79 am: 29. Juni 2007, 19:00 Uhr » |
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Am 29. Juni 2007, 18:23 Uhr, schrieb Aqvilleia :Tut mir leid, ich habe vorausgesetzt, dass du meinen Beitrag in 'Toleranz was is n det' gelesen hast. Hier noch einmal die Kopie Und noch etwas - unterlass bitte deine persönlichen Angriffe gegen meine Person. |
| Ach mein Schätzchen, hab ich dich nicht mit Samthandschuhen angepackt? Also diese Kopie, entschuldige ich hatte sie nicht gelesen, ist doch wunderbar, damit wäre der Satz, dass die Vernunft Ethik scheitern läßt Gott sei Dank beerdigt. Ich sagte ja schon, Ethik ist ja zunächst nur einmal ein Wertessystem, und gerade, wenn es, wie du schreibst, aus dem Gefühl entspringt, ist sie ja nicht unbedingt als Belastung zu sehen. Toleranz fordert ja noch nicht allzu viel, das gelten lassen eines anders sein, anders denken. Also z.B. Du wärst ÖVP, aber du tolerierst einen Menschen der SPÖ vorzieht. Das wär nur ein kleiner Test. Bei meinem Bruder ist das so, er ist politisch total anders gepolt als ich, subjektiv empfinde ich das nicht optimal, trotzdem verstehen wir uns gut und das wird sich auch nicht ändern. Salve
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gnôthi seautón, medèn ágan, eî
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MultiVista (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #80 am: 12. Juli 2007, 09:42 Uhr » |
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Multi zitiert mal Marc Aurel, Römischer Kaiser und Philosoph: „Die Menschen sind füreinander da. Also b e l e h r e o d e r d u l d e sie.“ (dulden = tolerare) Was wählen wir? Siehe auch hier: http://www.philtalk.de/cgi-bin/YaBB.cgi?board=kultur;action=display;num= 1132911581;start=19#19
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| « Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2007, 09:46 Uhr von MultiVista » |
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TIEF durchatmen nicht vergessen! Weil was wirklich wirklich ist, weiss der Mensch nun wirklich nicht... (c) Multi 2003
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mimi (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #81 am: 20. Juli 2007, 21:45 Uhr » |
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toleranz ist gleich kompromiss und das kann nicht befriedigend sein! jeder mensch hat eine andere art einzustecken, oder auch garnicht. wichtig denke ich ist es nur, wie man dem gegenüber dann entgegentritt und interessant ist es dann erst recht, wie man auf einen nenner kommt. behält man seinen standpunkt; das grade die toleranz grenze erreicht ist, oder geht man einen weiteren kompromiss ein.... oder wird dann die grenze weiter geschoben.. in gedanken.. mimi
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TomTom (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #82 am: 10. Sept. 2007, 14:59 Uhr » |
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Geschrieben von MultiVista am 12. Juli 2007, 09:42 Uhr „Die Menschen sind füreinander da. Also b e l e h r e o d e r d u l d e sie.“ (dulden = tolerare) Was wählen wir? Tolleranz ist dann wohl "dulden", und sie hört da auf, wo andere auf ihrem Lebensweg oder in dessen Auslebung behindert werden. Geschrieben von mimi am 20. Juli 2007, 21:45 Uhr toleranz ist gleich kompromiss Kompromisse sind Lösungen für Probleme. Tolleranz löst keine Probleme. Sie hilft nur, die Beweggründe des Gegenübers zu verstehen. Und löst damit Probleme indirekt. Aber ein Kompromis ist eine direkte Lösung, der meist du Tolleranz ausgelöst wird...
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| « Zuletzt bearbeitet: 10. Sept. 2007, 15:00 Uhr von TomTom » |
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"Nicht wenn die Wahrheit schmutzig ist, sondern wenn sie seicht ist, steigt der Erleuchtete ungern in ihr Wasser." (Zarathustra/Nietzsche)
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Think-Thank (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #83 am: 23. Okt. 2007, 22:06 Uhr » |
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. Verehrte Freidenker, die Frage nach den Grenzen der Toleranz sehe ich bilanztechnisch: Wo der Schaden den Nutzen überwiegt negiert sich die Toleranz. Mit besten Grüßen Think-Thank
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Das Denken für sich allein bewegt nichts, sondern nur das auf einen Zweck gerichtete und praktische Denken. _____________________________ A R I S T O T E L E S _____________________________
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MultiVista (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #84 am: 28. Mai 2008, 08:08 Uhr » |
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UM ES BIBLISCH ZU SAGEN: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!" Toleranz hat aber Grenzen - gerade bei Göttern... die keine anderen neben sich dulden.
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Berny (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #86 am: 28. Mai 2008, 21:27 Uhr » |
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Eine jede Toleranz wird durch die Doppelmoral ihrer Wächter festgelegt. Die Grenzen der Toleranz fallen sich selbst zum Opfer, sobald sie ‚exakt’ erkannt werden. Die Grenzen der Toleranz bestimmen die unfreiwilligen Schlächter ihrer Wächter. Mit freundlichen Grüßen Berny (BernhardLayer)
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| « Zuletzt bearbeitet: 28. Mai 2008, 21:27 Uhr von Berny » |
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Wirkliches Neuland in einer Wissenschaft kann wohl nur gewonnen werden, wenn man an einer entscheidenden Stelle bereit ist, den Grund (=Lobbyismus)zu verlassen, auf dem die bisherige Wissenschaft ruht
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Sheelina (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #87 am: 31. Mai 2008, 07:18 Uhr » |
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Ich fand vor kurzem folgende Erklärung zur Toleranz auf der Rückseite einer Streichholzschachtel: „Toleranz/Tolerance ... versteht sich als die grundsätzliche Bereitschaft, andere Meinungen gelten zu lassen und ist somit die Grundvoraussetzung für ein Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft. Vom lateinischen Wort „tolerare“ abgeleitet, wurde die heutige Bedeutung des Begriffes zur Zeit der Reformation und vor allem der Aufklärung geprägt. Toleranz wurde einerseits als Achtung vor dem Gewissen der Mitmenschen verstanden, andererseits aus der Erkenntnis abgeleitet, dass jeder Mensch irren könne. Sie wurde in den Verfassungen vieler Länder verankert und in die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948 aufgenommen.“ „...aus der Erkenntnis, dass sich jeder Mensch irren könnte.“ – ist soweit nachvollziehbar. Wann war denn noch mal die Reformation und wann fing die Zeit der Aufklärung an? Descartes suchte ja grade etwas, worin er sich nicht irren könne, also muss doch dieser Toleranz-Gedanke schon vorher existiert haben. Und die „Achtung vor dem Gewissen der Mitmenschen“ ist schwer zu durchschauen, was damit gemeint sei. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich in einer Situation schon mal bewusst dachte („bewusst“ hier in Abgrenzung zu einem unbezeichnetem Verhalten), dass ich Achtung vor dem Gewissen eines Mitmenschen habe, schon aber, dass ich mich oder der Andere sich irren könnte und auch, dass ich tolerant sein möchte, oder aus Toleranz heraus gehandelt bzw. nicht gehandelt habe. Zwar als Achtung vor den Mitmenschen, weil sie ja einen eigenständigen und m.E. auch das Recht haben auf eine eigene Persönlichkeit, die doch auch einen Wiedererkennungswert ausmacht, aber Achtung vor einem Gewissen? Ich könnte mir vielleicht denken, dass es der behutsame Umgang mit dem Gewissen der Mitmenschen meint. -- Vielleicht kommen wir aber auch eher weiter, wenn wir versuchen das Gewissen von gewissenhaft abzuleiten. Wenn jemand gewissenhaft arbeitet, dann ist er sehr bemüht alles richtig zu machen, richtig im Sinne von dem wie es gefordert ist, bzw. was verlangt ist (von wem auch immer?) so zu machen, dass so wenig wie möglich Fehler begangen werden. Die Achtung vor dem Gewissen meint so vielleicht die Achtung vor dem Bemühen des Menschen, vor dem Menschen, der sich im mindesten ja doch immer so verhält, wie es seine Kenntnisse erlauben nun etwas so zu machen, dass es auch im Sinne derer ist mit denen er lebt, also mit seinen Mitmenschen, und sich diese Gewissenhaftigkeit als Ausdruck seiner Mitmenschlichkeit zum einen in seinen Werken zeigt (und wenn nicht, so hat man aber dennoch Achtung zu haben, weil es eben auch bei gewissenhaftester Arbeit, zu ungewollten Fehlern kommen kann) und zum anderen sich diese Gewissenhaftigkeit in seiner Hingabe zum Schaffen selbst zeigt. Davor sollte man also Achtung haben. Ist ok, das ist verstanden. Aber so ganz erschließt sich mir diese „Achtung vor dem Gewissen“ auch nicht, denn Gewissen und Gewissenhaftigkeit sind ja doch auch noch etwas unterschiedlich. Wenn hier von der Zeit der Aufklärung geschrieben wurde, dann könnte der Freiheitsgedanke von Immanuel Kant bei dem Begriff der Toleranz eine Rolle spielen im Sinne der Freiheit die dort enden könnte, wo die Freiheit eines anderen beginnt. Ebenfalls wie bei Descartes wird bei Kant (in meinem Sinne des Verständnisses) versucht die Grenzen der Toleranz ausfindig zu machen. Einmal im Schauen, wo ein Mensch zu weit geht, und zum anderen, wo der mögliche Irrtumsgedanke aufhören könnte. Am Schluss meiner Überlegungen stand jedenfalls folgende Erkenntnis: Grenzen fangen in den oder mit den Sinnen an. Wobei ich mir nachher nicht mehr sicher war, ob "in" oder "mit", und entschied mich aus einem Grund für "mit", wobei ich leider die Argumentation für dieses "mit" vergessen habe. Vielleicht, weil "in" zu sehr einen Bereich innerhalb bestimmter Sinne bezeichnet und irgendwie noch einen Bereich der Sinne impliziert, der darum herum liegen könnte. Freiheit und Toleranz, Gewissen und Irrtum, sowie Grenzen und Sinne – ich denke mal, das waren hier die zentralsten Begriffe um die die Gedanken kreisten. Viele Grüße, Sheelina
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"Die Zeit ist die Seele der Welt" (griech. Weisheit) Der Geist ist der Raum der Welt.
Von ´01-´09 schrieb ich hier. Seit 06 als Mod. eingetr. Inaktiv seit 2009. Ich wünsche dem Forum alles Gute
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Spicy (Offline)
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Re: Grenzen der Toleranz
« Antworten #89 am: 20. Juni 2008, 15:12 Uhr » |
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Ach übrigens, ohne den Thread gelesen zu haben: Grenzen sind ja nun individuelle Vorstellungen über Grenzen, Toleranz an sich entbehrt dieser Vorstellung. Viele Grüße!
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Pflicht ist freiwillig
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