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Thema: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuerung (Gelesen 4359 mal) |
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hedgi (Offline)
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Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuerung
« am: 24. Apr. 2006, 13:18 Uhr » |
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Ich glaube ich schreibe nichts neues, wenn ich schreibe nichts besteht ewig. Das trifft auch auf unsere Werte zu. Aber wenn jemand behauptet, die Linken sind diejenigen, die die Werte der Gesellschaft zerstören, dann weise ich diesen Vorwurf strikt zurück. Nicht die Arbeitslosen sind faul, weil man sie aus der Arbeitswelt ausgeschlossen hat, sowie Pauschalierungen nie zur Klärung eines Phänomens beitragen können. Wir müssen uns aber ernsthaft fragen, wer für die Erhaltung unsere Werte zuständig ist? Zumindest für ihre Definition ist es unsere hoch bezahlte Intelligenz. Früher waren es unsere höheren Staatsbeamten und Vertreter der Kirchen, die für die Verbreitung der Anstandsregeln sorgten. Heute lassen sie sich von Unternehmensberatungen, die für die Sprüche "Du bist Deutschland" zuständig sind, unterstützen. Heute haben wir eine breit gestreute und gut ausgebildete Intelligenz, aber wegen mangelnder Medienunterstützung, bleibt die Verteidigung bestehender Werte weiterhin einer keinen Gruppe Bevorzugter vorbehalten. Für diesen Nachteil bezahlen wir einen hohen Preis, da wir als Volk nur wenig flexibel auf bestehende Widersprüche reagieren können. zu den Bevorzugten könnrn wir die Besitzer der Medien rechnen. Dieses Phänomen ist uns altbekannt. Schon Sokrates stand mit der athener Aristokratie auf dem Kriegsfuß, weil er, wie ihm vorgeworfen wurde, auf die Jugend einen schädlichen Einfluss ausübte, und sie gegen die so genannten alten Werte, die Götter, aufbrachte. Weil sein Wirken die damalige Jugend, dazu veranlasste, sich gegen die Autoritäten in Opposition stellen, war das für die Herrschenden Grund genug, die athener Bevölkerung zu überreden, Sokrates zum Tode zu verurteilen. Plato haben wir die Übermittlung der sokratischen Dialoge zu verdanken. Dadurch erhielten wir Kenntnis über die Gesetzmäßigkeit der Dialektik. Die Gesellschaft entwickelte sich seit alters her nach diesen Gesetzen. Daher wissen wir, dass unsere Gesellschaft schon immer voller Widersprüche war. Diese sind der Motor unserer evolutionären Entwicklung. Wir können es auch Fortschritt nennen. Hegel hat die Methode der Dialektik vervollkommnet, sodass wir mit ihr ein Werkzeug in die hand bekamen, den Prozess des ständigen gesellschaftlichen Verfalls und seiner Erneuerung besser verstehen zu können. In seinem Herr Knecht Gleichnis ist Hegels Dialektik verständlich beschrieben. Bis zu Kant und Fichte war die dialektische Methode noch statisch, aber seit Hegel wurde sie dynamisiert. Nach Hegel ist mit der Geburt der These bereits ihre Antithese vorhanden, die nach einer Synthese sucht. Es reicht aber nicht die These zu beseitigen. Sie muss mit der Antithese versöhnt werden. Die daraus gewonnene Synthese ist bereits die neue These mit ihrer dazugehörenden Antithese. Es ist also ein ewig andauernder Prozess, der nach Vollkommenheit strebt. Da sich nichts unendlich lange fortsetzen kann, ist der endgültige Zustand nicht wirklich erreichbar. Für uns lässt sich aber lediglich ein Ziel definieren, wohin wir steuern wollen. Unsere Gesellschaft lässt sich in die Rollen der Knechte und Herren aufteilen. Dabei sind die vielen abhängig Beschäftigten in die Knechtsrolle gedrängt. Die Herren, unsere Großaktionäre und Großunternehmer sind daran interessiert, die Knechte unter ihrer Herrschaft zu halten und wie Vampire Werte aus der Arbeitskraft abzusaugen. Die fleißigen Arbeiter wissen, dass die Herren von der Arbeitskraft ihrer Arbeiter abhängig sind, und selbst ohne fremde Unterstützung nicht zum eigenen Lebenserhalt fähig wären, so sind sie daran interessiert die gegenseitige Abhängigkeit zu erhalten. Das ist für die Arbeiter eine Möglichkeit ihrerseits die Arbeitgeber ihre Abhängigkeit von ihnen spüren zu lassen. Heute sind das Streiks. Die Herren dagegen können höchstens ihre Macht durch Austauschbarkeit der Knechte festigen. Sollte es jemals zu einem gleichberechtigten Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern kommen, wäre eine Synthese erreichbar. Dann wären wir alle gleichermaßen am wirtschaftlichen Wachstum interessiert, und wir alle würden davon profitieren, bis sich wieder eine Antithese manifestiert hat. Im Moment hat es aber den Anschein, dass die Herren über das Damoklesschwert, die Globalisierung, das Ende der Knechte herbei beschwören. Sollte es den Herren gelingen, sich die Dienste der preiswerteren Knechte aus Asien und Afrika dienstbar zu machen, wäre den Knechten der alten Welt die Lebensgrundlage entzogen. Damit befinden wir uns in einer kritischen Phase, sodass die dialektische Entwicklung in der industrialisierten Welt ihr Ende und in der dritten Welt mit neuen Knechten ihre Fortsetzung finden könnte. Um dem hegelschem Gesetz zu genügen, ist diese Entwicklung nicht ortsgebunden. Die Menschheit kann sich auch ohne uns weiterentwickeln. In der Evolution der Hominiden sind Sackgassen nichts Neues. Der homo sapiens ist auch nur eine Entwicklung aus vielen möglichen. Die hegelsche Dialektik lässt auch einen Sieg der These sowie der Antithese zu. Das wäre das Ende des dialektischen Prozesses, deshalb ist vor allem die Aussöhnung der These mit ihrer Antithese im Interesse einer Fortsetzung über die Synthese zum Vollkommenden hin anzustreben. hedgi
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Der Ekel (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #1 am: 24. Apr. 2006, 20:00 Uhr » |
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Hallo hedgi, ich fand deinen Beitrag interessant, obwohl er ab der mitte hin sehr ausschweifend wurde. Doch ich denke, dass die Antwort auf deine Frage: Wer für die Erhaltung der Werte zuständig sein sollte, klar ist. Denn in heutigen Zeiten ist es leicht an Bildung zu gelangen und somit sollte es jedem Bürger möglich sein, zu erkennen, welche Werte gut und nützlich für die Gesellschaft sind. Doch er/wir tun es nicht. Wir sehen lieber RTL und lassen uns in den Bann dreckigen Sensations/Boulevard Journalismus ziehen und vergessen so mehr und mehr... Wenn du Werte haben willst, dann bringe die Leute dazu nachzudenken und nicht nur zu Urteilen. Zeige ihnen wie viel schöner es sich mit Werten lebt. Der Ekel
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der-micha (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #2 am: 24. Apr. 2006, 20:10 Uhr » |
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hallo hedgi, deinen beitrag fand ich auch schön. ich komme gerade von meinem neurologen, hatten heute 1,5h debatte unteranderem über die sinnlosigkeit von theologie und philosophie. nun. sinnlosigkeit von theologie und philosophie. er meinte wir sind für unser handeln verantwortlich und gott gibt es nicht
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| « Zuletzt bearbeitet: 24. Apr. 2006, 20:11 Uhr von der-micha » |
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hedgi (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #3 am: 24. Apr. 2006, 21:20 Uhr » |
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Hi Ekel und Micha Wir können niemand zwingen über Werte nachzudenken. Die Grundlagen dazu, die spätere Bereitschaft sich über Werte Gedanken zu machen, muss bereits in der Kindheit gelegt worden sein. Doch wenn wir uns Literatur über dieses Thema besorgen, werden wir auf vielfältige Meinungen stoßen. Deshalb kommen wir nicht um einen Dialog herum. Die Meinung deines Neurologen, Zitat:| wir sind für unser handeln verantwortlich und Gott gibt es nicht, |
| kommt mir auch von Nietzsche und Sartre her bekannt vor. Diese Angelegenheit hat einen Haken, wie ich finde, denn nur eine starke Persönlichkeit kann die Verantwortung für sein Handeln vor sich selbst verantworten. Alle anderen brauchen eine Instanz, meinetwegen eine göttliche, um die Verantwortung auf ihr abzuladen. Diese Schwäche ist auch ein Grund für eine Flucht in eine konservative Grundhaltung, weil nur nach deren Meinung im konservativen Umfeld die alten Werte erhalten bleiben. Die Werte werden sich gemäß hegelscher Dialektik ändern. Die bestehenden Widersprüche werden den Druck in der Gesellschaft solange erhöhen, bis es zur zwangsläufigen Explosion kommt. Das kann sich in einen Krieg oder eine Revolution manifestieren. hedgi
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doc_rudi (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #4 am: 24. Apr. 2006, 21:51 Uhr » |
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nun sag doch mal einer (müsste eigentlich hedgi machen), was hier unter den "alten Werten" verstanden wird. Und: sind auch neue Werte im Angebot? Welche sollen das denn sein? Gruß rudi
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Der Ekel (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #5 am: 24. Apr. 2006, 22:31 Uhr » |
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hallo nochmal, ich denke schon, dass jeder für sein handeln verantwortlich ist. diese göttliche instanz ist doch nur aus bequemlichkeit eine rechtfertigung, rückrad etc. sonst käme jeder daher und sagte, ich tat es weil:... das ist keine lösung. außerdem soll auch niemand gezwungen werden. davon halte ich genausowenig wie von petersilie in kartoffelgratain. man sollte (achtung: diese form ist nicht mit einem imperativ zu verwechseln) es den leuten zeigen, dass es schön ist werte zu haben, nach ihnen zu leben.... mit wertvollen (achtung: wortwitz) grüssen, Der Ekel
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Der Ekel (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #6 am: 24. Apr. 2006, 22:32 Uhr » |
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jaja, die wertediskusion...
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Gordon (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #7 am: 25. Apr. 2006, 08:23 Uhr » |
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Meine Güte, was für Vorstellungen über die bei uns verbreitetste Religion hier deutlich werden. Dass wir für unser Handeln verantwortlich sind, lehrt das Christentum seit 2000 Jahren. Es ist seinem Wesen nach auch kein Gebäude von Lehren und Doktrinen, sondern das Ereignis Jesus Christus, und der sprach immer wieder über die "Selbstverantwortung", wenn auch mit anderen Worten. Die Doktrin soll die Authentizität der Lehre bewahren, tut sie es nicht, soll sie zum Teufel gehen. Obwohl es mir auf die Nerven geht, wenn der Satz: ich sagen jetzt etwas undoktrinäres Beifallsstürme hervorruft. Am liebsten würde ich dann etwas ganz Doktrinäres von mir geben.
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hedgi (Offline)
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Re: Wie gut sind unsere Werte?
« Antworten #8 am: 25. Apr. 2006, 12:01 Uhr » |
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Doc Rudi schrieb: Zitat:nun sag doch mal einer, was hier unter den "alten Werten" verstanden wird. Und: sind auch neue Werte im Angebot? Welche sollen das denn sein? |
| An diese Frage können wir genauso herangehen, als wenn gefragt würde, sind die Skier gut? Entscheidend ist, was nützen sie uns? Ein wichtiger Bestandteil unserer Werte ist die Solidarität und die Fähigkeit, den eigenen Egoismus hinter die gemeinsamen Interessen zurückzustellen. Der Mensch wäre nie zum Menschen herangereift, hätte er nicht gelernt, in einer überschaubaren Gemeinschaft für den anderen da zu sein. Das haben sogar manche Tiere wie Bienen und Ameisen gelernt. Es spielt keine Rolle, ob die Vernunft des Menschen ausreicht, oder ob der Mensch dafür eine Religion braucht. Als die Gemeinschaftsverbände wuchsen, konnte das nicht ohne Einfluss auf bestehende Werte bleiben. In den bäuerlichen Gemeinschaften war es die Familie die füreinander einstehen musste. Inzwischen wird die gemeinschaftliche Sorgepflicht durch den Staat über Gesetze geregelt. Das funktioniert nur solange, wie jeder bereit ist, seinen Teil zur Gemeinschaft beizutragen. Wie wir es in politischen Diskussionen im Fernsehen verfolgen können, scheint die Solidarität im schwinden zu sein. Deshalb glaube ich, dass wir uns momentan in einem Werteloch befinden. Die alten Werte, die im den Unabhängigkeitserklärengen von Amerika und die Bekenntnisse sich für Freiheit und Demokratie einzusetzen sind zu sinnentleerten Floskeln degeneriert. Das erleben wir im Irak, dort wird für Demokratie und Freiheit gefoltert, und um nach außen den Schein einer menschlichen Gesellschaft zu wahren, schickt die USA ihre Gefangenen in Länder, in denen Folter zur täglichen Praxis gehört. Nach außen tun wir so, als ob wir noch in einer heilen Welt leben. Aber es werden mehr die ahnen, dass wir, wollen wir als Menschen überleben, Werte brauchen, mit denen wir zurechtkommen können. In einem Thread von doc Rudi habe ich gelesen, dass auch der Staat verschwinden wird, und die Menschen in einer großen Weltgemeinschaft zusammenleben werden. Das ist mit dem Menschen mit seinen heutigen Eigenschaften unmöglich. Wir haben auch keine Vorstellung, wie die Werte beschaffen sein müssten, um ein weltweites Zusammenleben zu ermöglichen. Für uns genügt es zu wissen, eine Entwicklung verläuft lediglich in kleinen Schritten. Hier kann uns die hegelsche Dialektik helfen. Ich sehe deutlich die Widersprüche mit denen wir uns auseinanderzusetzen haben. daraus ergeben sich Fragen, was halten wir von einer Ellbogengesellschaft. Sollten starke Ellbogen das Erfolgsmodell der Zukunft sein, wird das zumindest dafür sorgen, dass die Menschheit abnimmt. Noch bedeutet Solidarität zumindest beim Normalbürger noch etwas. Das zeigte die Hochwasserkatastrophe 2002. Viele Freiwillige halfen ohne zu fragen, was sie dafür bekämen. Fragen gibt es viele, es hilft auch nichts, wenn Einzelne ungehört von der Gemeinschaft Antworten finden. Vielleicht sind sogar Katastrophen nötig, damit im Leiden die Gesellschaft reifen kann. Eine Bewegung wie die 68-er reicht anscheinend nicht aus, für neue Werte zu sorgen. Der 2. Weltkrieg hatte anfangs einen positiven Einfluss auf unser Wertesystem. Was damals als selbstverständlich angesehen wurde, sich um die verwaisten Nachkommen des Krieges zu kümmern, wird heute infrage gestellt. Das macht unsere Diskussion über die Weiterführung unserer Sozialsysteme deutlich. Heute steht in dieser Diskussion vorn an, was kann an der Krankheit anderer verdient werden. hedgi
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Hanspeter (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #9 am: 25. Apr. 2006, 12:10 Uhr » |
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Auch ich teile die Auffassung Rudis, dass eine Diskussion über alte und neue Werte nicht durch langatmiges Gelaber, sondern nur mittels klarer Begrifflichkeit geführt werden kann. Also, um welche Werte geht es? Um Sozialverhalten, um Religion, um den Totenkult oder was?
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hedgi (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #11 am: 25. Apr. 2006, 13:56 Uhr » |
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Zitat:| apropo, was ist denn eine "Gesellschaft" und was ist ein "unser Sozialsystem"? |
| Dann muss ich fragen, wo du lebst? Diese Begriffe sind eindeutig definiert. Es gibt kaum eine Talkshow, in der es nicht um Sozialsysteme geht. Zitat:| … neue Werte nicht durch langatmiges Gelaber, sondern nur mittels klarer Begrifflichkeit geführt werden kann. |
| Mir geht es um Werte an sich. Der Begriff "an sich" sollte seit Kant eindeutig sein. Darin sind alle Kulte, alles was die Religion betrifft und der soziale Bereich gleichermaßen betroffen. Da unser altes Wertesystem an Glaubwürdigkeit zu verlieren scheint, mach ich mir schon über Werte Gedanken, die an Stelle der alten treten könnten. Solange sich keine neuen und besseren Werte manifestiert haben, schwimme auch ich etwas. Deshalb kann nur eine Diskussion für an diesem Thema Interessierte für Klarheit sorgen. Ich glaube es ist besser, sich schon beizeiten über Werte Gedanken zu machen, bevor wir durch Katastrophen dazu gezwungen werden. hedgi
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hedgi (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #13 am: 25. Apr. 2006, 15:35 Uhr » |
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Zitat:| Ich würde eher sagen, die Begriffe, Gesellschaft und Sozialsystem sind eindeutig uneindeutig definiert. |
| Jeder weiß worum es geht. Es macht doch nichts, wenn jeder andere Vorstellungen unter diesen Begriffen hat. Gesellschaften und Sozialsysteme wird es immer geben. Sie sind zeitlos, so wie wir sie zurzeit erleben, waren wir es, die sie so geformt haben. Sie können menschlich aber auch unmenschlich sein, es liegt an uns, was wir draus machen und wir können jederzeit Änderungen an ihnen vornehmen. Es kann also nur darum gehen, welche Änderungen wir für notwendig halten, sodass sich die Gesellschaft und die Sozialsysteme als Phänomene, nur die können wir korrigieren, uns als erhaltenswert erscheinen. hedgi
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Maulwurf (Offline)
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Re: Zwischen Erhaltung unserer Werte u. d. Erneuer
« Antworten #14 am: 25. Apr. 2006, 21:24 Uhr » |
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Am 25. Apr. 2006, 15:35 Uhr, schrieb hedgi : Jeder weiß worum es geht. Es macht doch nichts, wenn jeder andere Vorstellungen unter diesen Begriffen hat. Gesellschaften und Sozialsysteme wird es immer geben. Sie sind zeitlos, so wie wir sie zurzeit erleben, waren wir es, die sie so geformt haben. Sie können menschlich aber auch unmenschlich sein, es liegt an uns, was wir draus machen und wir können jederzeit Änderungen an ihnen vornehmen. Es kann also nur darum gehen, welche Änderungen wir für notwendig halten, sodass sich die Gesellschaft und die Sozialsysteme als Phänomene, nur die können wir korrigieren, uns als erhaltenswert erscheinen. hedgi |
| Du kennst ja das Gleichnis vom "Turmbau zu Babel".
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