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   Autor  Thema: Kampf um Anerkennung  (Gelesen 3240 mal)
ranx (Offline)
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Beiträge: 1069
Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #30 am: 10. Juni 2007, 18:48 Uhr »

Am 10. Juni 2007, 13:35 Uhr, schrieb delfi :


für mich sind es unglückliche Süchtige,

Was für Süchtige? Wieso unglücklich?
 
 
Zitat:


vielleicht hast du schon geahnt dass ich Nichtraucher bin.
Sex klappt am besten nur bei voller Gesundheit,

 ist vielleicht nur das, was du glaubst...  
 
Zitat:


die volle Gesundheit ist auch das was (sexuell) attraktiv macht.
Bei Männern sieht man das leichter, da man es leichter sieht


 
 
wie witzig defli, du orakelst rum, wie ein echtes Orakel!    
 
Zitat:


Sex macht sogar gesund und glücklich obendrein also das beste Gegenmittel zu Selbstmord.

Vielleicht ist es auch das beste Mittel dazu, wer weiß das schon? Vielleicht begeht so manch einer/eine Selbstmord, um endlich mal wieder Sex zu haben, denn Tandos und Eros kleben eng zusammen, wie du sicher weißt ...
 
Zitat:


Schauspieler(innen) sind in der Regel nicht wirklich partnerfähig = liebesfähig, berufsbedingter Exibitionismus, Selbstdarstellung, Narzissmus, Egoismus, Ausnahmen

Aber ist diese Aufzählung nicht eher das Problem dessen, der mit ihr zusammenkommt? Wenn seine Liebe stark und rein und seine Leidensfähigkeit groß ist, kann er sie dann nicht trotzdem lieben und im Alter für sie sorgen?
 
Zitat:


Ich sehe Egoismus philosophisch als extrem unbefriedigend an, da knirscht es emotionell doch ständig.

Oh ja. Gibt immer wieder Philos, die den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.  

 
Zitat:


Befriedigend ist dagegen, etwas für andere zu tun.
Sagen wir eine Schauspielerin (Romie Schneider) wird 40 und macht weitgehend verarmt Selbstmord (offiziell Herzversagen),
ein erfolgreicher Unternehmer wird 90, ist steinreich, Privatleben anonym und hat jede Menge Enkelkinder, die ihn (auch als zukünftigen Erblasser) heftig verehren.  

Aber eine Rolle spielt es nur, wenn ihre oder seine Lebensphilosophie darauf abstellt, verehrt zu werden. Wer da nichts drauf gibt, dem wird da auch nichts abgehen oder?
 
Zitat:


Was ich hier bisher gelesen habe, war immer nur "glücklich werden", das ist lächerlich, geht nicht, es gibt kein Rezept dafür.

Deine Einstellung ist auch hier das Entscheidende. Dein Glück ist da, jetzt, in diesem Augenblick, aber du siehst es nicht. Durch dein Hinterherlaufen verpasst du es.  Denn was ist Glück? Es kann nur eine persönliche Vorstellung davon sein. Solches Glück taugt immer nur bis zur nächsten Ecke. Damit wirst du nie den verstehen, für den Glück darin besteht, unglücklich zu sein.  

 
Zitat:


Du mußt was sinnvolles machen, dann kommt das Glück gratis dazu.

Das ist dein Irrtum. In Wirklichkeit musst du nix machen.
 
Zitat:


Liebe zu etwas anderem, jemand anderem, nicht zu dir selbst, ist ein Schlüssel.  

Ja, und am besten vielleicht zu was, was außerhalb von dir existiert, nicht wahr? Was aber von allem, was zu lieben in Frage käme könnte jemals außerhalb von dir sein?
 
 
 
salve!
 

 
 
;)ranx
 
 
 
 
unter deinen Posts steht immer "Erkenne dich selbst", aber hast du das denn, weißt du jetzt, was da gemeint ist, was sich erkennen soll?  
 

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ranx (Offline)
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #31 am: 10. Juni 2007, 20:16 Uhr »

Am 10. Juni 2007, 17:55 Uhr, schrieb doc_rudi :


Wenn ich sage, unser menschlicher Kampf um Anerkennung sei genetisch determiniert und führt zur Einordnung in die Gesellschaft, habe ich damit natürlich nicht gesagt, dass alle Menschen nur entsprechend dieser Determinierung handeln.

Wieso? Du hättest vollkommen recht damit.  
 
 
  Zitat:


Auch ist nicht verstanden worden, wie diese genetische Programmierung der Regelkreise gestaltet ist.  
 
Was ist mit dem gelegentlichen Aufwachen aus ihrer Determinierung? Könnte sie das nicht aus dem Regelkreis befreien? Aber was hätte das mit ihren Genen zu tun? Könnte man dann nicht auch sagen, es hätte was mit ihrer Mutter zu tun, denn wärn sie nicht geboren, müssten sie jetzt nicht aufwachen?
 
Zitat:


Die Gene befinden sich im Inneren der Lebewesen (Pflanzen und Tiere) und haben kein Wissen. Sie können nur das programmieren, worauf sie einwirken können, und das ist das Innere der lebenden Systeme vom Typ Individuum. Beim Menschen haben sie sich im Verlauf der Evolution auf eine Zielprogrammierung reduziert. Das ist einfacher und erfordert weniger Speicherplatz.

Interessante Gazetten, die du da liest...
 
Oder hast du schonmal deine evolutionären Zielprogrammierungen reduziert und weißt wovon du sprichst?

 
Zitat:


Ziel ist nicht irgendeine spezielle Handlung, sondern das Erreichen einer Befriedigung.

Du meinst Sex?
 
Zitat:


Der Mensch strebt also aufgrund dieser Programmierung das Erreichen bestimmter Befriedigungen in seinem Körperinneren an. Ein genetisch programmiertes Befriedigungsziel ist das Erreichen sogenannter narzisstischer Befriedigung.  

Oder Masturbation?
 
Zitat:


Diese erreicht das Individuum durch Lob und Bestätigung seiner Mitmenschen.  

ah... du meinst... öffentliches Wichsen?
 
rudi rudi... bist mir schon einer...
 
Zitat:


Natürlich der Mitmenschen innerhalb des lebenden Systems höherer Ordnung, in dem es sich aufhält. Bestätigung von den Menschen, von denen es umgeben ist und nicht von irgendwelchen Fremden.

Das ist nur bedingt richtig. Denn wenn es nach Bestätigung aussieht, wird alles gerne entgegengenommen, egal woher es kommt.
 
Zitat:


Das gleiche Phänomen finden wir auch bei nichtlebenden Systemen: die Eigenschaften der Atome strukturieren die Moleküle, die aus ihnen entstehen können.

Und immer so weiter und immer so weiter... aber wer bestimmte denn mal die ursprünglichen Eigenschaften der Atome? Die Quanten?
 
Zitat:


Die Suche nach Anerkennung strukturiert hier eine innere Ordnung. Jedes Individuum hat andere Eigenschaften, die es prädestiniert, einen bestimmten Platz innerhalb der Gemeinschaft einzunehmen, um seine Fähigkeit der Gemeinschaft nutzbringend zur Verfügung zu stellen.
Diesen Platz findet es, indem es sich vom Lob, von der Anerkennung seiner Mitmenschen leiten lässt. Anerkennung findet es nicht dort, wo es eine Niete ist, sondern dort, wo es etwas zu leisten in der Lage ist.

Nein, es wird dort bleiben, wo alle Anerkennung, die es bräuchte stillschweigend vorhanden ist, wo es keiner Beweise oder gar Leistungen bedarf. Die Liebe ist z.B. so ein Plätzchen. An den von dir beschrieben Plätzen wird es hingegen nur verweilen, aber nicht bleiben, denn eine Anerkennung, die Bedingungen aufstellt und Voraussetzungen fordert ist nichts wert und tief in sich drin weiß es das.  
 

 
Zitat:


Eine zweite genetische Programmierung findet übrigens durch die Suche nach sexueller Befriedigung statt. Diese führt zum Bevölkerungswachstum, insgesamt zur Produktion von mehr Nachkommen, als zum Überleben der Menschheit erforderlich sind, dadurch zu Krieg und Dezimierung der Überbevölkerung durch Kriege. Der Sexualtrieb ist also ein Motor der Evolution, dessen zweite Methode die Selektion ist, die beim Menschen durch Kriege stattfindet. Der Sexualtrieb (Erreichen sexueller Befriedigung) ist also auch ein Zielprogrammierung innerhalb eines begrenzten Systems (Mensch), das das Verhalten des Systems höherer Ordnung (Staat, Kriege werden vom Staat geführt) steuert.

Übertreib mal nicht wieder rudi und schau einfach nach, was bei dir so abgeht, wenn du wissen möchtest, über Sexualität und was in Wirklichkeit abgeht! Denn du legst dich nicht mit ner Frau in die Kiste, um Nachkommen oder Zwillinge zu erzeugen, du tust das zunächstmal aus reinem Spass daran. Sex ist die ehrlichste und reinste Form von Kommunikation, die zwischen Menschen möglich ist. Die Fortpflanzung ist nur ein kleiner, hübscher Nebeneffekt des Ganzen. Der Frage in ihrem Kern, warum es dich gibt, ist diesselbe, wie die, warum es Sex gibt - unverfälschte, ursachenlose Freude.
 
Zitat:


Und noch mal zu ranx (#23)
Wenn kein Sauerstoff in der Luft ist (Feuer), springst Du sogar aus dem 10. Stock eines Hochhauses, wenn Du nichts mehr zu essen hast, gehst Du klauen, falls die Geschäfte Waren haben (Mundraub) usw. Da bemerkst Du die Kraft der Selbsterhaltungsregelkreise.

Ja eben. Und weder könnte noch müsste ich diesen Kräften entgegenstehen, wozu auch? Aber das heißt doch  nicht, daß ich irgendwas tue, im Gegenteil! Als Körper bin ich im Fluß dieser Kräfte, genau wie du oder?  
 
Zitat:


Viel wichtiger ist aber z.B. der Sex: der sorgt für die Selbsterhaltung des Systems Staat, die Gene belohnen dich mit Lust dafür, dass Du das System höherer Ordnung stabilisierst.

Siehe oben und siehe Mölli - aus Falschem folgt Falsches.
 
Zitat:


Und Wolfgang: Es geht bei der Selbsterhaltung auch in erster Linie um die Erhaltung der Art, die Erhaltung der Gene, deshalb ist das Leben des Kindes wichtiger. Da siegt nun offensicht das Interesse der Gene über das Interesse des Individuums.
 

Es gibt Berichte von Leuten, die sich gerettet haben während Kinder, die mit ihnen gekentert waren ertranken. Was sagst du nun? Welche Gene haben da gewirkt?
 

 
 
;)ranx
 
 
 

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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #32 am: 16. Juni 2007, 09:31 Uhr »

Hallo ranx,
Ich: "Ziel ist nicht irgendeine spezielle Handlung, sondern das Erreichen einer Befriedigung."
Du: "Du meinst Sex?"
 
Es gibt zwei Arten von Befriedigung:
 
sexuellen Orgasmus
 
Erläuterung hier: http://www.youtube.com/watch?v=VgFFyXG_wgg
 
und  
 
narzisstische Befriedigung.
 
Erläuterung dieser Funktion z.B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=9P9f2dYu66k
 
Man sollte man sich beides möglichst häufig beschaffen, aber dabei folgendes nicht vergessen:
 
Beide Befriedigungssystem sind biologischen Ursprungs, sie haben eine genetisch programmierte Grundlage.
Das zweite (narzisstische Befriedigung) hat das biologische Ziel, das Individuum in die Gemeinschaft einzubinden (weil es dort die Bestätigung, das Lob gibt),
 
Bei ersterer Befriedigung (Sex) wird klar, dass es sich hier um eine Belohnung der Natur dafür handelt, dass Du die Evolution der Gene vorantreibst - es sei denn Du masturbierst oder Deine Partnerin nimmt die Pille (o.a.). Übrigens eine überholte Form der Datenausbreitung (Spermien enthalten ja genetisch gespeicherte Daten).
 
Der Zustand der Gesundheit, der sexuell attraktiv macht, ist wohl ein äußerst seltener, im Normalfall ist der Mensch krank. Die meisten sind dabei jedoch noch arbeits- bzw. schulfähig (wir wollen ja die Kleinen nicht vergessen).
 
Gruß
rudi
« Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2009, 16:42 Uhr von doc_rudi »  IP-Icon gespeichert

Die Menschheit ist eine Ansammlung gut bewaffneter Affenhorden.
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #33 am: 21. Juli 2009, 14:36 Uhr »

»Entfremdung« und »Verdinglichung« sind keine antiquierten Begriffe
 
Honneth verfährt mit großer hermeneutischer Sensibilität, wenn er seine leitende Intuition an Beispielen aus der Literatur oder an behutsam analysierten Alltagsphänomenen erläutert. Dem verletzbaren Anderen können wir nur gerecht werden, wenn wir durch Zuwendung und Unterstützung, durch Bestätigung und Anerkennung sein Ich stärken und sein Selbstvertrauen, seine Selbstachtung, sein Selbstwertgefühl fördern.
 
Um es auf den kontroversen Punkt zuzuspitzen:  
 
Nicht die Ermöglichung der moralischen Freiheit unter egalitären Gesetzen ist für Honneth der entscheidende normative Bezugspunkt, sondern die soziale Ermöglichung der ethischen Freiheit einer gelingenden Selbstbeziehung. Und diese wird als Ergebnis einer kooperativen Beziehung gedacht, die die Selbstverwirklichung eines jeden von der reziproken Wertschätzung aller anderen abhängig macht.
 
Honneth weiß, dass er nicht in eine Psychologie der Anerkennung abgleiten darf, wenn die Anerkennungstheorie ein Schlüssel für soziale Pathologien sein soll. Je schärfer er das Mikroskop auf einfache Interaktionen einstellt, umso größer ist die Gefahr des Gesellschaftsdiagnostikers, über
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #34 am: 22. Juli 2009, 11:55 Uhr »
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Am 21. Juli 2009, 14:36 Uhr, schrieb MultiVista :

»Entfremdung« und »Verdinglichung« sind keine antiquierten Begriffe
 
Honneth verfährt mit großer hermeneutischer Sensibilität, wenn er seine leitende Intuition an Beispielen aus der Literatur oder an behutsam analysierten Alltagsphänomenen erläutert. Dem verletzbaren Anderen können wir nur gerecht werden, wenn wir durch Zuwendung und Unterstützung, durch Bestätigung und Anerkennung sein Ich stärken und sein Selbstvertrauen, seine Selbstachtung, sein Selbstwertgefühl fördern.
....

 

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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #35 am: 31. Juli 2009, 17:01 Uhr »

»Entfremdung« und »Verdinglichung« sind keine antiquierten Begriffe
 
Honneth verfährt mit großer hermeneutischer Sensibilität, wenn er seine leitende Intuition an Beispielen aus der Literatur oder an behutsam analysierten Alltagsphänomenen erläutert. Dem verletzbaren Anderen können wir nur gerecht werden, wenn wir durch Zuwendung und Unterstützung, durch Bestätigung und Anerkennung sein Ich stärken und sein Selbstvertrauen, seine Selbstachtung, sein Selbstwertgefühl fördern.
 
Um es auf den kontroversen Punkt zuzuspitzen:  
 
Nicht die Ermöglichung der moralischen Freiheit unter egalitären Gesetzen ist für Honneth der entscheidende normative Bezugspunkt, sondern die soziale Ermöglichung der ethischen Freiheit einer gelingenden Selbstbeziehung. Und diese wird als Ergebnis einer kooperativen Beziehung gedacht, die die Selbstverwirklichung eines jeden von der reziproken Wertschätzung aller anderen abhängig macht.
 
Honneth weiß, dass er nicht in eine Psychologie der Anerkennung abgleiten darf, wenn die Anerkennungstheorie ein Schlüssel für soziale Pathologien sein soll. Je schärfer er das Mikroskop auf einfache Interaktionen einstellt, umso größer ist die Gefahr des Gesellschaftsdiagnostikers, über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu bestimmen, was ihnen wehtut, was mithin als Symptom gesellschaftlich entstellter Verhältnisse gelten kann. Im Bewusstsein dieser Schwierigkeiten hat Honneth seine Theorie der Anerkennung während der letzten zwei Jahrzehnte mit großer Konsequenz ausgearbeitet. Er hat mit Nancy Fraser eine viel beachtete Diskussion über die Frage geführt, ob mit dem Begriff der Anerkennung auch die drängenden Probleme der Verteilungsgerechtigkeit erfasst werden können. Er hat in den Tanner-Lectures einen höchst originellen Versuch unternommen, den klassischen Begriff der Verdinglichung als »vergessene« Anerkennung zu rehabilitieren. Er hat elementare Anerkennungsbeziehungen auch unter Aspekten der Erkenntnistheorie untersucht.
 
Diese losen Enden will Honneth nun in einer Rekonstruktion der Hegelschen Rechtsphilosophie zusammenführen. Es geht dabei um ein Resetting: Honneth tut den historischen Schritt von Marx zu Hegel zurück, um das Programm »von Hegel zu Marx« neu einzustellen. Darin lässt sich auch der riskante Versuch einer formalen Ethik wiedererkennen. Ein neues sozialethisches Vokabular soll den Beschreibungen der komplexen Gegenwartsgesellschaft wieder die kulturkritische Kraft verleihen, die nach Adorno im plappernden Tiefsinn versickert ist. Es fehlen beispielsweise nicht nur die aufspießenden Begriffe, u
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #36 am: 02. Aug. 2009, 11:15 Uhr »
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Es fehlt in der KRITISCHEN THEORIE leider auch die sog. "kosmologische Perspektive"...
Weder Horkheimer, noch Adorno, Marcuse, Fromm, Habermas, A. Schmidt, O. Negt, A. Wellmer und A. Honneth haben Ahnung von Physik, Mathematik und Kosmologie ...
So fristen die "Ausläufer" der "Frankfurter Schule" ein Nischen-Dasein innerhalb der philosophischen Welt...
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #37 am: 20. Dez. 2009, 06:54 Uhr »

Ohbe Anerkennung wird man depressiv?
 
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article5562551/Depression-die-Kr ankheit-mit-dem-Mangel-an-Sinn.html
 
mit anschl. Kommentaren....
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Samantha_Ebner (Offline)
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #38 am: 20. Dez. 2009, 07:16 Uhr »

Ich möchte das mal anzweifeln, dass man Anerkennung nur von den Anderen bekommt.  
 
Für mich ist die Anerekennung die ich mir selbst zugestehe, das eigene Empfinden etwas gut gemacht zu haben, immer noch das wichtigste und auch erfüllendeste.
 
Wenn ich mir selbst auf die Schulter klopf kann ich am ehesten davon ausgehen
 
a) dass die Hand sauber ist.
b) dass ich mir glauben kann.
 
Ob das für mich jetzt letztendlich ne gute oder schlechte Eigenheit von mir ist kann ich nicht beurteilen aber ich fühle mich ganz wohl damit.
 
Gruß
 
Samantha
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"Es gibt nichts Neues unter der Sonne" aber "Man lernt nie aus" und "Nur wer sich ändert, bleibt sich selber treu."
delfi (Offline)
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #39 am: 20. Dez. 2009, 11:40 Uhr »

Am 20. Dez. 2009, 06:54 Uhr, schrieb MultiVista :

Ohbe Anerkennung wird man depressiv?
 
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article5562551/Depression-die-Kr ankheit-mit-dem-Mangel-an-Sinn.html
 
mit anschl. Kommentaren....

 
Völlig richtig, sie gehört beim Menschen zu den Grundbedürfnissen,
dem Mensch als zoon politicon, einem gesellschaftlichen Wesen.
 
Nur ungewöhnlich starke Naturen ruhen ganz überwiegen in sich selbst,
aber, Hand aufs Herz, wer würde sich nicht über Anerkennung freuen?
 
Salve
 
 

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gnôthi seautón, medèn ágan, eî
kidt
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #40 am: 16. Jan. 2010, 21:31 Uhr »
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Am 20. Dez. 2009, 11:40 Uhr, schrieb delfi :


 
Nur ungewöhnlich starke Naturen ruhen ganz überwiegen in sich selbst,

 
 
So ist es, aber die Güte im Herzen lindert Schmerzen.  

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onroda (Offline)
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #41 am: 16. Jan. 2010, 22:28 Uhr »

Am 20. Dez. 2009, 11:40 Uhr, schrieb delfi :


Nur ungewöhnlich starke Naturen ruhen ganz überwiegen in sich selbst,
aber, Hand aufs Herz, wer würde sich nicht über Anerkennung freuen?

 
Freust du dich über jede Anerkennung? Ich freue mich nur über solche, die 1. von Herzen kommt und 2. den Geist hat, mir gerecht werden zu können...

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Etiam si omnes, ego non!
Prosa
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #42 am: 17. Jan. 2010, 06:44 Uhr »
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Zitat:

2. den Geist hat, mir gerecht werden zu können...

 
Wer könnte deinem Geist gerecht werden?
 
Ich freue mich über jede ehrliche Anerkennung im Sinn von Freundlichkeit.

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onroda (Offline)
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Beiträge: 194
Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #43 am: 17. Jan. 2010, 16:13 Uhr »

Am 17. Jan. 2010, 06:44 Uhr, schrieb Prosa :


 
Wer könnte deinem Geist gerecht werden?
 
Ich freue mich über jede ehrliche Anerkennung im Sinn von Freundlichkeit.

 
Ehrliche Anerkennung, das meine ich! Aber im Sinne von Freundlichkeit, nein! Die Anerkennung muss den Geist haben, mir gerecht zu werden - vielleicht muss sie dann auch meinem Geist gerecht werden .  
 
Ich hatte mal einen Chef, der lobte mich oft. Sein Lob war sicher auch ernst gemeint. Aber es ging nicht an mich, weil er von der Sache nichts verstand. Im Laufe der Zeit lernte er dazu und verstand von der Sache. Ab diesem Zeitpunkt fuhr er sein (überschwengliches) Lob zurück und verschonte mich damit. Seitdem weiß ich, dass er verstanden hat, dass ich etwas kann, was er nicht kann und er mich mit dem Respekt betrachtet, wie ich ihn und seine Fähigkeiten auch.  
 
Ich glaube aber, dass ich generell ein Problem mit Anerkennung habe. Ich habe es lieber, ich spüre es einfach, dass man sich fachlich und menschlich schätzt, als dass man es immer sagen muss. Das ist wahrscheinlich Prägung. Mein Vater lobte mich nie - oder nur ein oder zweimal im Leben (dafür aber richtig ).
 
Aber ich wusste immer ganz gewiss, dass er von mir überzeugt war und immer sinnbildlich hinter mir stand. Solch eine ungeäußerte Anerkennung ist mir heute noch sehr viel mehr wert als eine, die nichts kostet, wenn man sie schnell dahinsagt. Gegen solche Aussagen bin ich nicht nur immer und überall skeptisch, sondern ich denke mir meistens, was will der/die eigentlich damit?

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Jede Mitteilung enthält eine Feststellung, ein Anliegen, eine Befürchtung und einen Appell

   
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Re: Kampf um Anerkennung
« Antworten #44 am: 17. Jan. 2010, 18:38 Uhr »

Am 17. Jan. 2010, 16:13 Uhr, schrieb onroda :


 
...
 
Ich glaube aber, dass ich generell ein Problem mit Anerkennung habe. Ich habe es lieber, ich spüre es einfach, dass man sich fachlich und menschlich schätzt, als dass man es immer sagen muss. Das ist wahrscheinlich Prägung. Mein Vater lobte mich nie - oder nur ein oder zweimal im Leben (dafür aber richtig ).
 
Aber ich wusste immer ganz gewiss, dass er von mir überzeugt war und immer sinnbildlich hinter mir stand. Solch eine ungeäußerte Anerkennung ist mir heute noch sehr viel mehr wert als eine, die nichts kostet, wenn man sie schnell dahinsagt. Gegen solche Aussagen bin ich nicht nur immer und überall skeptisch, sondern ich denke mir meistens, was will der/die eigentlich damit?

 
so ungefähr kenn ich das auch. Aber ich frag mich, ob deshalb genau so wenig gelobt werden soll? Und wenn nicht, wie ist eine Anerkennung ausserhalb - des einfachen Falls -der Fachkompetenz zu äussern?

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