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(Moderator: Uwe)
   Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
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   Autor  Thema: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen  (Gelesen 5685 mal)
John Frum
Ehemaliges Mitglied
Re: Und ein Schuldgefühl ist ein Schuldgefühl und
« Antworten #90 am: 28. Nov. 2009, 11:07 Uhr »
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Am 28. Nov. 2009, 09:22 Uhr, schrieb Spicy :


 
 
Denk' (fühle) Dich mal in die Welt der Kinder rein - sofern Du auch mal eines --> warst  --  

--- hihi
 
 

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Kaudermann
Ehemaliges Mitglied
Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #91 am: 28. Nov. 2009, 11:15 Uhr »
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Ja siehst Du, Spicy!
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Kaudermann
Ehemaliges Mitglied
Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #92 am: 28. Nov. 2009, 11:17 Uhr »
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Kinder sprechen nicht von genetischer Determination und auch nicht von angeborenen Schuldreaktionen.
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Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #93 am: 28. Nov. 2009, 11:21 Uhr »

Am 28. Nov. 2009, 10:51 Uhr, schrieb Kaudermann :

Warum möchtest man das unterscheiden?

Weil die Schwierigkeit, diesen Unterschied zu erkennen, die Problematik offenlegt. Sich ein Bild von etwas zu machen, sich Zusammenhänge zu denken und an 'Wirklichkeit' zu glauben, ist IMMER Phantasie! Es ist dies das Phänomen der Repräsentation, welches - und hier liegt halt nun mal unsere Verschiedenheit der Bewertung - ich als gehirnspezifische Fähigkeit ausmache.  
Basta.
 
Zitat:


Was hat die Unterscheidung mit Genen zu tun?

Was sind denn für DICH 'Gene'?
Sie bestimmen Dich!
Du weisst ja längst, dass ich im Sinne Platons die Unteilbarkeit von Geist und Materie vertrete. Einen 'Geist' den man sich vorstellt ist eine Idee, wie gleichermassen auch die Idee von 'Materie'.  
Jedoch lassen sich durchaus FUNKTIONEN erfahren, bestätigen, nachvollziehen. Insofern baut sich jeder SEINE Welt dementsprechend.
 
Zitat:


Gene sind real und z.B. Träume nicht?  

Träume sind Erinnerungen, wie auch jede andere 'Wahr-Nehmung'.  
Erkennen ist Wieder-Erkennen, Inbegriff der Zeitlichkeit.
 
 
Zitat:


Nochmals: Wie kann ein gesellschaftliches Prinzip (Gesetzgebung) angeboren sein?

Indem offenbar Verhaltensmuster, Reaktionen also und das bedeutet, vorhersagbare 'Entscheidungen' wiederzuerkennen sind. Dass und warum sich jemand lieber unterordnet, anstatt autonom zu leben, lässt sich sozusagen 'ablesen'!
 
 
Zitat:


Möchtest du ein Schuld-Gen entdecken, das es auch gäbe, wenn das Prinzip Schuldzuweisung qua Gesetzgebung gar nie in einer Gesellschaft fuss gefasst hätte?

Nicht ein Schuld-Gen, aber Verhaltensmuster!
 

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John Frum
Ehemaliges Mitglied
Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #94 am: 28. Nov. 2009, 11:22 Uhr »
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Am 28. Nov. 2009, 11:17 Uhr, schrieb Kaudermann :

Kinder sprechen nicht von genetischer Determination und auch nicht von angeborenen Schuldreaktionen.

 
 
Dann trifft das auf Kinder deshalb nicht zu, weil sie es nicht verbal formulieren können?
 

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Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #95 am: 28. Nov. 2009, 11:22 Uhr »

Am 28. Nov. 2009, 11:15 Uhr, schrieb Kaudermann :

Ja siehst Du, Spicy!

Wie darf ich das verstehen?

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Kaudermann
Ehemaliges Mitglied
Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #96 am: 28. Nov. 2009, 11:48 Uhr »
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"Sich ein Bild von etwas zu machen, sich Zusammenhänge zu denken und an 'Wirklichkeit' zu glauben, ist IMMER Phantasie!"
 
 
Völlige Zustimmung, das betrifft auch alle Determinismus-Modelle.
 
 
"Es ist dies das Phänomen der Repräsentation,"
 
 
'Repräsentation', das klingt so als wäre da doch eine 'Präsentation' irgendwo vorher? Glaubst Du an die?
 
 
"welches - und hier liegt halt nun mal unsere Verschiedenheit der Bewertung - ich als gehirnspezifische Fähigkeit ausmache."
 
 
Ja, wenn Du das auch als Fantasie einstufst, hab' ich keinen Einwand.
Wenn Du das als Realität glaubst, die Dich wegen der Sprache, die sie voraussetzt (Wissenschaft, Bildung), von anderen Menschen automatisch abgrenzt, dann könnest Du mal darauf aufmerksam gemacht werden, oder nicht?
 
 
"Was sind denn für DICH 'Gene'?  
Sie bestimmen Dich!"
 
 
Nein, Gene haben keine Stimme.
Aber das war ja auch nur Deine Fantasie, nicht?
 
 
"Du weisst ja längst, dass ich im Sinne Platons die Unteilbarkeit von Geist und Materie vertrete. Einen 'Geist' den man sich vorstellt ist eine Idee, wie gleichermassen auch die Idee von 'Materie'."
 
 
Zustimmung, aber der Vorstellende ist weder Idee noch Materie.
 
  
"Jedoch lassen sich durchaus FUNKTIONEN erfahren, bestätigen, nachvollziehen."
 
 
Hier etwas, das Dich interessieren könnte:
 
http://www.trend.infopartisan.net/trd0207/t140207.html
 
 
 
"Träume sind Erinnerungen, wie auch jede andere 'Wahr-Nehmung'.  
Erkennen ist Wieder-Erkennen, Inbegriff der Zeitlichkeit."
 
 
Und real wäre nur die Ideen-Welt Platos?
 
 
 
"Nochmals: Wie kann ein gesellschaftliches Prinzip (Gesetzgebung) angeboren sein?  
 
Indem offenbar Verhaltensmuster, Reaktionen also und das bedeutet, vorhersagbare 'Entscheidungen' wiederzuerkennen sind. Dass und warum sich jemand lieber unterordnet, anstatt autonom zu leben, lässt sich sozusagen 'ablesen'!"
 
 
Aber nur mittels einer Interpretationsweise, die schon aus einer gesetzgeberischen Gesellschaft stammt. Deswegen ist diese Erklärung nur eine scheinbare.
 
 
 
"Nicht ein Schuld-Gen, aber Verhaltensmuster!"
 
 
 
Ein lähmendes permanentens Gefühl von 'leiser Angst', das erst durch viele Schuldzuweisungen entsteht, wie will man das in den Genen entdecken können?  
Das verstehe ich nicht.
 
 
« Zuletzt bearbeitet: 28. Nov. 2009, 11:54 Uhr von Kaudermann »  IP-Icon gespeichert
John Frum
Ehemaliges Mitglied
Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #97 am: 28. Nov. 2009, 12:11 Uhr »
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Am 28. Nov. 2009, 11:48 Uhr, schrieb Kaudermann :


 
"Was sind denn für DICH 'Gene'?  
Sie bestimmen Dich!"
 
 
Nein, Gene haben keine Stimme.
 
 

 
 
 

 
Erheiternd, aber sinnlos!
 
 
http://www.zum.de/Faecher/Materialien/hupfeld/index.htm?/Faecher/Materia lien/hupfeld/Evolution/Luca.html
 
 

« Zuletzt bearbeitet: 28. Nov. 2009, 12:11 Uhr von Frum »  IP-Icon gespeichert
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Beiträge: 2830
Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #98 am: 28. Nov. 2009, 12:29 Uhr »

Am 28. Nov. 2009, 11:48 Uhr, schrieb Kaudermann :


'Repräsentation', das klingt so als wäre da doch eine 'Präsentation' irgendwo vorher? Glaubst Du an die?

Alles Sein ist halt ein Sich-Selbst-Sein. Mach Dir lieber kein Bild davon! Sonst Bist Du schon wieder davon entfernt...
 
Zitat:


Wenn Du das als Realität glaubst, die Dich wegen der Sprache, die sie voraussetzt (Wissenschaft, Bildung), von anderen Menschen automatisch abgrenzt, dann könnest Du mal darauf aufmerksam gemacht werden, oder nicht?

Das scheint Deine Empfindung zu sein.
Jedenfalls scheinst Du noch nicht begriffen zu haben, dass es für mich 'Realität' nicht gibt...
 
Zitat:


Zustimmung, aber der Vorstellende ist weder Idee noch Materie.  

Das ist Ausdruck des 'ICH-Gedanken'.
Sagen wir mal lieber, DAS Denkende, Vorstellende,...
In Verbindung mit ALLEM verschwindet das Konzept der Getrenntheit und der Personifizierung.  
  
 
Zitat:


Und real wäre nur die Ideen-Welt Platos?

S.o.
 
 
Zitat:


Aber nur mittels einer Interpretationsweise, die schon aus einer gesetzgeberischen Gesellschaft stammt. Deswegen ist diese Erklärung nur eine scheinbare.

'Gesetzgebung' wird von Dir als Abstraktum verwendet, als virtueller Punkt, von dem aus Schmerz, Leid, Ungerechtigkeit usw auszugehen scheint. Deshalb ist dies eine Zuweisung!
Etwas ausserhalb von Dir!
Und dem kann ich SO nicht zustimmen, kann es zwar verstehen und nachfühlen, aber Erleichterung macht sich breit, wenn dieses Missverständnis aufgelöst werden kann...
 
 
Zitat:


Ein lähmendes permanentens Gefühl von 'leiser Angst', das erst durch viele Schuldzuweisungen entsteht, wie will man das in den Genen entdecken können?  
Das verstehe ich nicht.

Indem man in sich geht und den Widerstand aufgibt und entdeckt, dass alles scheinbar im Aussen stattfindende in Dir selbst ist!

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Kaudermann
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Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #99 am: 28. Nov. 2009, 12:30 Uhr »
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Wenn Gene und/oder Neuronen mich bestimmen würden, so müsste jede meiner Handlungen, Vorstellungen, Emotionen und Gedanken ohne Kategorienunterschied sowohl nicht-reduzierend nachgezeichnet, wie präzise voraussagbar sein müssen.
 
Das ist nicht der Fall, weil Neuronenaktivität nicht der Inhalt einer Fantasie, eines Gedankens ist und weil Gene keine Gesamtkörperbewegung in Interaktion mit der Umgebung sind und nicht zuletzt weil es eine solche Methode des verlustfreien Vor- und Nachzeichnens nicht mal in Ansätzen gibt und dort zudem immer Kategorienunterschiede auftauchen, egal ob die betreffenden Forscher das bemerken oder nicht.
 
 
« Zuletzt bearbeitet: 28. Nov. 2009, 12:31 Uhr von Kaudermann »  IP-Icon gespeichert
Kaudermann
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Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #100 am: 28. Nov. 2009, 12:36 Uhr »
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"'Gesetzgebung' wird von Dir als Abstraktum verwendet, als virtueller Punkt, von dem aus Schmerz, Leid, Ungerechtigkeit usw auszugehen scheint. Deshalb ist dies eine Zuweisung!  
Etwas ausserhalb von Dir!"
 
 
 
'Unwissenheit schützt vor Strafe nicht' - das ist ein Kernsatz der Gesetzgebung.
 
Denk mal nach!
 
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Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #101 am: 28. Nov. 2009, 12:56 Uhr »

Am 28. Nov. 2009, 12:30 Uhr, schrieb Kaudermann :

Wenn Gene und/oder Neuronen mich bestimmen würden, so müsste jede meiner Handlungen, Vorstellungen, Emotionen und Gedanken ohne Kategorienunterschied sowohl nicht-reduzierend nachgezeichnet, wie präzise voraussagbar sein müssen.

Irrtum!
Es geht nicht darum, etwas 'zu beweisen'!
Die Haltung, Entwicklung-aus-sich-selbst-heraus nimmt jedwege Verantwortung zu sich und es folgt der logische Schluss, dass es keinen 'Verursacher' gibt!
Alle weiteren Erklärungen - die Du vornehmlich als von der Gesetzgebung bestimmt empfindest - passen kongruent, SOFERN diese Haltung einmal eingenommen ist.
Mit anderen Worten, Du kannst momentan gar nicht verstehen, wie ich 'Wissenschaft' verstehe! Natürlich ist auch sie ein Mythos. Na und?
Trotzdem kann ich ihr vieles abgewinnen, was mir weiterhilft! Auch wenn's letztlich unbedeutend bleibt...
 

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Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #102 am: 28. Nov. 2009, 12:58 Uhr »

Am 28. Nov. 2009, 12:30 Uhr, schrieb Kaudermann :


Das ist nicht der Fall, weil Neuronenaktivität nicht der Inhalt einer Fantasie, eines Gedankens ist und...

Gibt es nicht auch für Dich einen Unterschied zwischen Inhalt und Funktion?

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John Frum
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Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #103 am: 28. Nov. 2009, 13:28 Uhr »
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Am 28. Nov. 2009, 12:36 Uhr, schrieb Kaudermann :


 
 
'Unwissenheit schützt vor Strafe nicht' - das ist ein Kernsatz der Gesetzgebung.
 
Denk mal nach!
 

 
 
Als Folge der Veröffentlichung von Gesetzen, ja!
 
Aber nicht als Ursache!
 
Ursache von Gesetzen bleibt weiterhin die Angst des Menschen vor sich selbst!
 
 
 
(Tiere haben diese Angst in dieser Form nicht, so dass sich ein "Schreiben-können-müssen" ausschließt!)
 

« Zuletzt bearbeitet: 28. Nov. 2009, 13:32 Uhr von Frum »  IP-Icon gespeichert
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Re: Die angeborene Schuldreaktion des Menschen
« Antworten #104 am: 28. Nov. 2009, 13:43 Uhr »

Am 28. Nov. 2009, 12:36 Uhr, schrieb Kaudermann :


Unwissenheit schützt vor Strafe nicht' - das ist ein Kernsatz der Gesetzgebung.
 

Und?
Kanst Du's nicht nachvollziehen/nachfühlen/verstehen?
 
Deswegen eben: Deine eigenen Grenzen!

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