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02. Sept. 2010, 23:13 Uhr


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   Autor  Thema: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??  (Gelesen 2678 mal)
delfi (Offline)
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Beiträge: 7107
Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #15 am: 05. Dez. 2009, 17:42 Uhr »

Am 02. Dez. 2009, 20:08 Uhr, schrieb Volker :


 
 
Philosophie beschäftigt sich mit Ethik, wenn es denn vorkommt.  
 
 
Volker

 
.... und diese fordert, nicht zu lügen!
 
 
Salve
 
 

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gnôthi seautón, medèn ágan, eî
Volker
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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #16 am: 05. Dez. 2009, 19:40 Uhr »
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Am 05. Dez. 2009, 13:33 Uhr, schrieb Hancock :


 
Zweifellos hatten die Nazis eine eigene Moral/Regeln; jede kriminelle Vereinigung hat sowas.
 
Der Begriff der Moral schließt nach Hume aber zum Beispiel, ein allen Menschen gemeinsames Gefühl ein, das so universell und umfassend ist, dass es sich auf die gesamte Menschheit erstreckt und das die Handlungen und das Verhalten selbst ganz fernstehender Personen zu einem Gegenstand des Beifalls oder des Tadels macht.

 
Das ist ein Ideal oder Idol, was man auch einen Götzen nennt, und/aber es verleugnet die Wirklichkeit, in der jedes Individuum ein i.) unterschiedliches Bewusstsein hat, das notwendig ein unterschiedliches Moralempfinden bedingt, das sein freies Handeln bewirkt und das notwendig solange egozentrisch sein muss, wie er nicht fähig ist das Ganze in seiner ethischen Handlungs-Bilanz zu sehen, ii.) ihr eine eigene unabdingbare Verantwortung immanent ist, die nicht auf einen Anderen übertragbar ist, auch nicht auf Jesus, und in der es iii.) eine Kausalität gibt, die man das Schicksal nennt, und dessen Ursache ebenso selten bis nie im Ganzen seiner ethischen Handlungs-Bilanz sichtbar ist.  
 
Der Trugschluss im Denken desjenigen, der einen aufgestellten Massstab für ein gutes Handeln für jedes andere Individuum zur Moral macht, und es einfordert, liegt exakt darin, dass bereits das Interferieren dieser Moral im Anderen diesen in seiner Freiheit, selbst seiner eigenen Verantwortung nachzugehen, fremd bestimmen will, und dabei außer acht lässt, dass das das Verstehen des Ganzen von dem  Individuum. das bestimmt werden soll, deswegen verunmöglicht, weil es damit im Ganzen in seiner ethischen Handlungs-Bilanz mehr als eine Ordnung erzeugt, die sich notwendig widersprechen müssen.  
 
Dieses aber ist fatal für das Individuum, welches herausgefordert ist zu handeln, denn es wird zerrissen von zwei Ordnungen.  
 
Sokrates hat versucht zu erkennen zu geben durch sein Beispiel mit dem ungebildeten Sklaven, dass das eigene Erkennen ein Wiedererkennen ist, weil es schon mal gewusst oder bewusst war. Und natürlich ist mit diesem Erkennen das eigene Erkennen und Wieder-Erkennen von dem, was wahr ist oder unwahr ist verbunden und für das es keine Referenz außerhalb des eigenen Bewusstseins gibt.  
 
Natürlich kann ein Lehrer oder ein Lehrer von Moral einem selbst Erkennenden helfen, wie Sokrates, die qualitative Ordnung der Natur (Ethik) in sich selbst wiederzufinden, aber immer muss das im Einklang sein mit der Ordnung die ist und nicht mit zwei Ordnungen, die der Natur und die des Kaisers oder Lehrers.  
 
Zitat:


Das Tötungsverbot ist so eine universelle Vorstellung. Wobei das Tötungsverbot von den Nazis beliebig eingeschränkt wurde; jedoch deshalb nicht beseitigt wurde. Ein Mörder beseitigt durch seine Tat auch nicht das Tötungsgverbot.

 
Die Tötung eines anderen Menschen ist ebenso eine Fremdbestimmung wie oben argumentiert, sie unterscheidet sich nur graduell in der Interferenz aber nicht im Prinzip.  
 
 
Volker
 
 
 

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delfi (Offline)
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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #17 am: 05. Dez. 2009, 20:35 Uhr »

Am 05. Dez. 2009, 19:40 Uhr, schrieb Volker :


 
 
 
Der Trugschluss im Denken desjenigen, der einen aufgestellten Massstab für ein gutes Handeln für jedes andere Individuum zur Moral macht, und es einfordert, liegt exakt darin, dass bereits das Interferieren dieser Moral im Anderen diesen in seiner Freiheit, selbst seiner eigenen Verantwortung nachzugehen, fremd bestimmen will, und dabei außer acht lässt, dass das das Verstehen des Ganzen von dem  Individuum. das bestimmt werden soll, deswegen verunmöglicht, weil es damit im Ganzen in seiner ethischen Handlungs-Bilanz mehr als eine Ordnung erzeugt, die sich notwendig widersprechen müssen.  
 
 

 
hallo Volker,
ich verstehe ehrlich gesagt dein Anliegen nicht.
Selbstverständlich ist die Tugend etwas, das die Handlungsfreiheit einschränkt.
Im Falle des Wahrheitsgebotes wird das Lügen eingeschränkt.
 
Und beim "Töten" sehen doch viele "Ordnungssyteme" oder Kulturen eine prinzipielle Grenze, denn sie lassen sogar den Mörder leben.
 
Salve
 
 

« Zuletzt bearbeitet: 05. Dez. 2009, 20:36 Uhr von delfi »  IP-Icon gespeichert

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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #18 am: 05. Dez. 2009, 22:28 Uhr »

Am 05. Dez. 2009, 13:33 Uhr, schrieb Hancock :


 
Zweifellos hatten die Nazis eine eigene Moral/Regeln; jede kriminelle Vereinigung hat sowas.

Hancock,
das ist richtig. Jeder Vereinigung braucht  Regel und Vereinbarung, die Teilnehmer beachtet werden muss. Ansonsten kann die Vereinigung ihre Zweck nicht erfüllen. Teilnnehmer müssen sich aufeinander erlassen können.    
 
Zitat:

Der Begriff der Moral schließt nach Hume aber zum Beispiel, ein allen Menschen gemeinsames Gefühl ein, das so universell und umfassend ist, dass es sich auf die geamte Menscheit erstreckt und das die Handlungen und das Verhalten selbst ganz fernstehender Personen zu einem Gegenstand des Beifalls oder des Tadels macht.

Wie meinst du diesen Satz?
Eine Handlung wir getadelt, wenn es gegen Regel der Vereinigung. Wenn Nazis ein Mensch, der als Untermensch betrachtet würden, geschutzt hat, dann er gegen die Regel der Vereinigung gehandelt..    
 
Zitat:

Wobei das Tötungsverbot von den Nazis beliebig eingeschränkt wurde; jedoch deshalb nicht beseitigt wurde.
Ein Mörder beseitigt durch seine Tat auch nicht das Tötungsgverbot.

das Verbot des (menschliches) Leben zu vernichten existieren, auch der Mörder im Moment der Tat missachtet.?
 
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #19 am: 05. Dez. 2009, 22:43 Uhr »

Am 05. Dez. 2009, 19:40 Uhr, schrieb Volker :


 
Das ist ein Ideal oder Idol, was man auch einen Götzen nennt, und/aber es verleugnet die Wirklichkeit, in der jedes Individuum ein i.) unterschiedliches Bewusstsein hat, das notwendig ein unterschiedliches Moralempfinden bedingt, das sein freies Handeln bewirkt und das notwendig solange egozentrisch sein muss, wie er nicht fähig ist das Ganze in seiner ethischen Handlungs-Bilanz zu sehen, ii.) ihr eine eigene unabdingbare Verantwortung immanent ist, die nicht auf einen Anderen übertragbar ist, auch nicht auf Jesus, und in der es iii.) eine Kausalität gibt, die man das Schicksal nennt, und dessen Ursache ebenso selten bis nie im Ganzen seiner ethischen Handlungs-Bilanz sichtbar ist.  
 
Der Trugschluss im Denken desjenigen, der einen aufgestellten Massstab für ein gutes Handeln für jedes andere Individuum zur Moral macht, und es einfordert, liegt exakt darin, dass bereits das Interferieren dieser Moral im Anderen diesen in seiner Freiheit, selbst seiner eigenen Verantwortung nachzugehen, fremd bestimmen will, und dabei außer acht lässt, dass das das Verstehen des Ganzen von dem  Individuum. das bestimmt werden soll, deswegen verunmöglicht, weil es damit im Ganzen in seiner ethischen Handlungs-Bilanz mehr als eine Ordnung erzeugt, die sich notwendig widersprechen müssen.  
 
Dieses aber ist fatal für das Individuum, welches herausgefordert ist zu handeln, denn es wird zerrissen von zwei Ordnungen.  
 
Sokrates hat versucht zu erkennen zu geben durch sein Beispiel mit dem ungebildeten Sklaven, dass das eigene Erkennen ein Wiedererkennen ist, weil es schon mal gewusst oder bewusst war. Und natürlich ist mit diesem Erkennen das eigene Erkennen und Wieder-Erkennen von dem, was wahr ist oder unwahr ist verbunden und für das es keine Referenz außerhalb des eigenen Bewusstseins gibt.  
 
Natürlich kann ein Lehrer oder ein Lehrer von Moral einem selbst Erkennenden helfen, wie Sokrates, die qualitative Ordnung der Natur (Ethik) in sich selbst wiederzufinden, aber immer muss das im Einklang sein mit der Ordnung die ist und nicht mit zwei Ordnungen, die der Natur und die des Kaisers oder Lehrers.  
 
 
Die Tötung eines anderen Menschen ist ebenso eine Fremdbestimmung wie oben argumentiert, sie unterscheidet sich nur graduell in der Interferenz aber nicht im Prinzip.  
 
 
Volker
 
 
 

 
 
So können Sie als Zyniker meinen.
Zweifellos!
 
Was Gut und Böse ist, wissen die Menschen.
Von " Was du nicht wilst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu" bis zu Kants kategorischem Imperativ.
 
Der Mensch ist frei darin, das  Gute oder das Böse zu tun.
Das Handeln folgt dem Sein oder dem Seyn (für Wokarb).

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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #20 am: 05. Dez. 2009, 23:29 Uhr »

Am 05. Dez. 2009, 17:42 Uhr, schrieb delfi :


 
.... und diese fordert, nicht zu lügen!

hallo delfii
die Philosophie fordert nicht lügen, weil sie die Wahrheit sucht?
Ich glaube nicht, dass die Philosophie nach der Wahrheit sucht, weil es keine absolute Wahrheit gibt. Ich glaube vielmehr, dass die Philosophie nach der Weisheit sucht bzw. strebt. Mit der weisheit kann man erkennendas es keine absolute wahrheit gibt und dem entsprechen  handelt.
 
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

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Volker
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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #21 am: 05. Dez. 2009, 23:46 Uhr »
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Am 05. Dez. 2009, 20:35 Uhr, schrieb delfi :


 
Volker: "Der Trugschluss im Denken desjenigen, der einen aufgestellten Massstab für ein gutes Handeln für jedes andere Individuum zur Moral macht, und es einfordert, liegt exakt darin, dass bereits das Interferieren dieser Moral im Anderen diesen in seiner Freiheit, selbst seiner eigenen Verantwortung nachzugehen, fremd bestimmen will, und dabei außer acht lässt, dass das das Verstehen des Ganzen von dem  Individuum, das bestimmt werden soll, deswegen verunmöglicht, weil es damit im Ganzen in seiner ethischen Handlungs-Bilanz mehr als eine Ordnung erzeugt, die sich notwendig widersprechen müssen."  
 
 
hallo Volker,
ich verstehe ehrlich gesagt dein Anliegen nicht.
 

 
Nun, das ist eigentlich einfach. Zum einen ist es nicht mein Anliegen. Ich habe nichts zu verkaufen, keine message, keine Mission. Zum anderen geht es hier um Philosophie. Und da es nicht sinnvoll ist, und auch nicht möglich ist, alle Niveaus des Menschlichen zugleich in einem Forum anzusprechen, argumentiere ich hier Philosophie und nicht Moral.  
 
Shams-i Tabrizi, der Lehrer von Rumi sagte: "Die leichteste der Wissenschaften ist die Wissenschaft der Reinheitsrituale und die Zweige der Rechtswissenschaft, Schwerer als das sind die Prinzipien der Rechtswissenschaft. Noch schwerer sind die Prinzipien der Theologie und noch schwieriger ist die Wissenschaft der Philosophie und Metaphysik."
 
Sicher gibt es Plätze, wo man über das Onanieren diskutieren kann, oder Pädophilie oder über Politik oder Hitler oder über die Arbeitsbedingungen bei Lidl, aber erstens ist das nicht der Sinn des Treffens in diesem Forum, sondern die Philosophie, und zweitens stört das Niveau aus Ansprüchen aus diesen anderen menschlichen Niveaus das Niveau der Wissenschaft der Philosophie.  
 
Ich denke zu den guten Sitten gehört es nicht, z.B. in einer Synagoge, wo sich Menschen über die Bedeutung der Mythen der Torah austauschen wollen, das zu stören in dem man dort Kant zitiert oder Fidel Castro oder 'gegen Wale' demonstriert.  
 
Wie es auch das Grundgesetz sagt, ist die Wissenschaft und Forschung frei. und das bedeutet auch, dass weder ein Gendarm noch ein Blockwart das freie Austauschen von philosophischen Argumenten stören darf. Genauer gilt denn auch, dass jegliche weltlichen Moralansprüche, auch nicht aus dem philosophischen Lager, überhaupt ein Gegenstand von Philosophie sein können, denn das würde die Freiheit der Wissenschaft und Forschung antasten.  
 
Zitat:

 
Selbstverständlich ist die Tugend etwas, das die Handlungsfreiheit einschränkt. Im Falle des Wahrheitsgebotes wird das Lügen eingeschränkt. Und beim "Töten" sehen doch viele "Ordnungssyteme" oder Kulturen eine prinzipielle Grenze, denn sie lassen sogar den Mörder leben

 
Nun, das ist philosophisch irrelevant, weil es auf der Ebene der Moral argumentiert. Es ist die Ebene der Richter und ihrer Denkwelt, die ihnen vorgegeben wird durch Moralgesetze. Das könnte jeder PC besser.  
 
Ebenso gibt es auf der Ebene der Moral eine Vorstellung über Freiheit, die aber verschieden ist, von einer Freiheit, die wie z.B. in der Philosophie, sie einfach auszuüben. Diese Freiheit ist unabdingbar mit jedem lebendigen Bewusstsein verbunden und mit ihrem Sein. Sie entbehrt dabei eines Handelns im Sinne von Wirken und interferiert deswegen auch nicht mit dem, des Anderen. Die näheren Umstände ergeben sich aus dem Respekt vor dem oder jedem Anderen.  
 
Nun, da es aber auch in jedem Menschen die anderen Ebenen gibt, und man ihn mit einem Körper ausgestattet hat, der die Seele schützt, bedeutet es nicht, dass man auf eine physische oder soziale oder existenzielle Herausforderung auf der philosophischen Ebene antworten muss. Mitnichten. Ebenso kann jeder aus diesem Grunde soviel lügen, wie es nötig ist um seine Existenz zu erhalten.    
 
Da das Handeln immer von dem individuellen Bewusstsein  bestimmt wird und das immer verschieden unvollkommen ist in der Sicht auf das Ganze, kann es vorkommen, dass das Bewusstsein Handlungen bewirkt, die andere verletzten, aber dann, wenn man das besser sieht, werden sie vermieden.  
 
Entscheidend ist hier der Unterschied zwischen einem Bewusstsein, das zwar Lust auf Handlungen hat, die andere verletzen, und nur wegen einer fremden auferlegten Moral nicht begangen werden - UND - einem Bewusstsein, das aufgrund der Sicht des Ganzen ein Bedürfnis zu handeln, nicht mehr hat.  
 
Daran kann man erkennen, dass ein individuelles Bewusstsein, das seine Handlungen notwendig selbst verantworten muss, einem Bewusstsein, das nur blind einer Moral folgt, überlegen ist.  
 
"Wahre Tugend will nicht tugendhaft sein - Darum ist sie tauglich und führt zur Vollendung •  
Tugend die als tugendhaft gelten will taugt nicht - wahre Tugend waltet unsichtbar ohne Absicht und ohne Handeln •
Wo Absicht herrscht und Handeln im Sichtbaren ist Tüchtigkeit aber nicht Tugend •
Güte ist Tun doch ohne Berechnung und Absicht. •
Gerechtigkeit ist Tun - rechnet und hat Absichten. •
Moral ist tätig und berechnend und greift bei Widerstand zur Gewalt •
Fehlt das Wesentliche - das Einssein mit TAO - nimm Zuflucht zur Tugend •  
Fehlt die Unbefangenheit der Tugend - dann sei Güte Dein Halt •
Mangelt Güte - dann sei gerecht - fehlt der Sinn fürs Rechte bleibt nur die Moral •
Moral ist nur äußerliche Tugend ohne Bindung nach innen - sie führt ins Wesenlose und ist untauglich zur Vollendung •
Darum wendet der Weise sich zum Wesentlichen - nach innen statt nach außen - zum Kern statt zur Schale •  
Zum Sein statt zum Schein - und wird alles Trachten lassend zum gelassenen Träger der Tugend des Tao •
 
Wenn der Kluge vom rechten Weg hört - bemüht er sich ihm zu folgen •
Wenn der Mittelmäßige von ihm hört - folgt ihm und verliert ihn •
Wenn der Törichte von ihm hört - lacht er schallend •
Wenn er nicht darüber lacht - wäre es nicht der rechte Weg •
Der rechte Weg  -  verschwindet im Dunkel •
Ein Schritt voran - ist ein Schritt zurück •
Der ebene Weg - ist ein Auf und Ab •
Die höchste Tugend - erscheint niedrig •
Der größte Wert - erscheint unwert •
Der wahre Reichtum  - unzureichend •
Innere Stärke - erscheint als Schwäche •
Die reine Wahrheit - wie Täuschung •
Der vollkommene Raum - hat kein Ende •
Das vollkommene Gefäß - keine Form •
Der vollkommene Klang - keinen Ton •
Die vollkommene Form  - kein Bild •
Der rechte Weg - ist verborgen und namenlos •
Er erhält - und vollendet alles •
   
Die von jeher dem rechten Weg folgten - lehrten dem Volk keine Klugheit - sie wollten, dass es einfach bleibe •  
Wenn das Volk zuviel Klugheit anhäuft - ist es schwer zu regieren •
Förderung der Klugheit - führt zur Unordnung im Reich •
Förderung der Einfachheit - führt zur Ordnung im Reich •  
Diese beiden Möglichkeiten gibt es - sie zu verstehen ist tiefe Tugend •  
Die tiefe Tugend ist klar - und weit in der Aufhebung der Gegensätze - führt sie zum großen Einklang •"
 
(Lao=Tsu TTC)
 
 
 
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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #22 am: 07. Dez. 2009, 17:21 Uhr »

Am 05. Dez. 2009, 19:40 Uhr, schrieb Volker :


 
Das ist ein Ideal oder Idol, was man auch einen Götzen nennt, und/aber es verleugnet die Wirklichkeit, in der jedes Individuum ein i.) unterschiedliches Bewusstsein hat, das notwendig ein unterschiedliches Moralempfinden bedingt, das sein freies Handeln bewirkt und das notwendig solange egozentrisch sein muss, wie er nicht fähig ist das Ganze in seiner ethischen-- Handlungs-Bilanz zu sehen, ii.) ihr eine eigene unabdingbare Verantwortung immanent ist, die nicht auf einen Anderen übertragbar ist, auch nicht auf Jesus, und in der es iii.) eine Kausalität gibt, die man das Schicksal nennt, und dessen Ursache ebenso selten bis nie im Ganzen seiner ethischen Handlungs-Bilanz sichtbar ist.

Hallo Volker
ich muss schon sagen, das dieser Sätze relativ kompliziert klingen. Moralkonzept kann nicht verwirkliche werden. Die Moral muss den Menschen überzeugen und die individuelle Einheit bewahren.
Was meinst du mit Handlung-Bilanz? Meinst du vielleicht einer Handlung wird vorgezogen, die größere nutzt bringt? Vielleicht könntest du dieser Sätze erläutern.
 
Zitat:

Der Trugschluss im Denken desjenigen, der einen aufgestellten Massstab für ein gutes Handeln für jedes andere Individuum zur Moral macht, und es einfordert, liegt exakt darin, dass bereits das Interferieren dieser Moral im Anderen diesen in seiner Freiheit, selbst seiner eigenen Verantwortung nachzugehen, fremd bestimmen will, und dabei außer acht lässt, dass das das Verstehen des Ganzen von dem  Individuum. das bestimmt werden soll, deswegen verunmöglicht, weil es damit im Ganzen in seiner ethischen Handlungs-Bilanz mehr als eine Ordnung erzeugt, die sich notwendig widersprechen müssen.  
 
Dieses aber ist fatal für das Individuum, welches herausgefordert ist zu handeln, denn es wird zerrissen von zwei Ordnungen.

Worin  liegt der Trugschluss desjenigen, der das massstab für gutes Handeln? Was ist interferieren der Moral? Kann eine Handlung deshalb nicht verwirkliche werden, weil es mehr Unordnung als Ordnung erzeugt?    
 
Zitat:

Sokrates hat versucht zu erkennen zu geben durch sein Beispiel mit dem ungebildeten Sklaven, dass das eigene Erkennen ein Wiedererkennen ist, weil es schon mal gewusst oder bewusst war. Und natürlich ist mit diesem Erkennen das eigene Erkennen und Wieder-Erkennen von dem, was wahr ist oder unwahr ist verbunden und für das es keine Referenz außerhalb des eigenen Bewusstseins gibt.

das ist irgendwie einleuchten, Erkennen ist mit wiedererkennen verbunden. Wenn man etwas sieh, dann versuch man etwas assoziieren, was im Gedächtnis vorhanden ist. Wenn im Gedächtnis etwas vorhande ist, dann funktionieren das (wieder) Erkennen besser bzw. leichte. Aber was ist mit Referenz gemeint?  
 
Zitat:

Natürlich kann ein Lehrer oder ein Lehrer von Moral einem selbst Erkennenden helfen, wie Sokrates, die qualitative Ordnung der Natur (Ethik) in sich selbst wiederzufinden, aber immer muss das im Einklang sein mit der Ordnung die ist und nicht mit zwei Ordnungen, die der Natur und die des Kaisers oder Lehrers.

 
Wie kann die Lehre vom Moral den erkennenden helfen? Wenn die Ordnung mit den Wünsche des Erkennende im Einklang ist, also überzeugen ist. Wenn die Ordnung mit Wünschen des Erkennende nicht  einklang ist, dann ist es keine helfen. Habe ich diesen Abschnitt richtig verstanden?  
 
Mit freundlichen Grüßen  
Metin Öztaskin

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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #23 am: 07. Dez. 2009, 18:15 Uhr »

Am 05. Dez. 2009, 23:46 Uhr, schrieb Volker :


 
 
Entscheidend ist hier der Unterschied zwischen einem Bewusstsein, das zwar Lust auf Handlungen hat, die andere verletzen, und nur wegen einer fremden auferlegten Moral nicht begangen werden - UND - einem Bewusstsein, das aufgrund der Sicht des Ganzen ein Bedürfnis zu handeln, nicht mehr hat.  
 
Daran kann man erkennen, dass ein individuelles Bewusstsein, das seine Handlungen notwendig selbst verantworten muss, einem Bewusstsein, das nur blind einer Moral folgt, überlegen ist.  
 
Volker

 
Ein Mensch, der "verantwortlich" handelt, besitzt normalerweise auch die nötige Reife, Menschen, die blind einer Moral zu folgen, nicht gering zu schätzen.
Er sieht sich nicht als überlegen an, weil er auf Wertung verzichtet.
 
Rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln usw. und vor allem rechte Achtsamkeit, aus der sich alles ergibt...

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Volker
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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #24 am: 07. Dez. 2009, 21:24 Uhr »
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Am 07. Dez. 2009, 18:16 Uhr, schrieb Hancock :


 
Ein Mensch, der "verantwortlich" handelt, besitzt normalerweise auch die nötige Reife, Menschen, die blind einer Moral folgen, nicht gering zu schätzen. Er sieht sich nicht als überlegen an, weil er auf Wertung verzichtet.

 
Ich sehe das nicht so: Lao=Tsu sagt: 'Schöne Worte sind nicht wahr - Wahre Worte sind nicht schön.' Das bedeutet, dass Deine Norm der Moral die Lüge über die Wahrheit stellt, auch und gerade dann, wenn die Wahrheit angesagt wäre.  
 
Immer geht es um das starke Argument, ob es wahr ist oder falsch, ob das Argumnet überlegen ist, und nicht um den Sprecher.  
 
Deine Moral impliziert, dass der Sprecher falsch sein soll, wenn er etwas argumentiert, dass nicht Deine Norm ist. Damit lehrst Du, dass es moralisch falsch ist die Wahrheit zu sagen.  
 
Ich denke, es wäre schon leichter, wenn jene, die in diesem Forum für Philosophie posten, über das philosophische Basiswissen verfügen, in dem gelehrt wird, dass eine Person oder ein Mensch immer indiskutabel ist, aber mitnichten sein Verhalten, denn das Ziel kann ja nicht sein, dass eine Person falsch ist; falsch kann immer nur das Handeln oder das Verhalten der Person sein.  
 
Ich denke, dass der Anspruch, dass Christen freiwillig oder unfreiwillig es als wahr lehren, dass Jesus als physischer Körper in den Himmel aufgestiegen ist, ein Irrtum im Denken der Person ist, was ich (das Denken) als dumm oder doof bezeichne.  
 
Ich kann mich mit dem Menschen auf die Wahrheit einigen, dass das unmöglich ist. Dabei würden wir der Wahrheit nachgehen, welches kein Dogma ist und keine Moral.
 
Im Übrigen gibt es starke Hinweise, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist, sogar in der Bibel. Ich habe dazu im Jesus thread etwas geschrieben.      
 
 
Volker
 

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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #25 am: 07. Dez. 2009, 23:06 Uhr »
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Am 07. Dez. 2009, 17:21 Uhr, schrieb metin_oztaskin :


 
Hallo Volker
ich muss schon sagen, das dieser Sätze relativ kompliziert klingen. Moralkonzept kann nicht verwirkliche werden. Die Moral muss den Menschen überzeugen und die individuelle Einheit bewahren.
Was meinst du mit Handlung-Bilanz? Meinst du vielleicht einer Handlung wird vorgezogen, die größere nutzt bringt? Vielleicht könntest du dieser Sätze erläutern.
 

 
 
Hallo Metin,
 
Die Handlungsbilanz ist die Summe aller Handlungen der unsterblichen Seele aus allen vorangegangenen Leben.  
 
Man muss für alles bezahlen, und wenn Menschen, z.B. durch Selbstmord versuchen sich ihrer seelischen  Verantwortung zu entziehen kann ja nicht nur deswegen, weil dass Fleisch und die Person stirbt eine von allen als existent empfundene Ungerechtigkeit, welches eine nicht ausgeglichene Bilanz wäre, aufgehoben werden.  
 
Anders wie in einer Bilanz in Prozessen in abgeschlossenen Systemen in der Physik, wo die Energiebilanz immer ausgeglichen ist und auch nachvollziehbar ist und sogar messbar ist, sind die karmischen Prozesse der Seele deswegen nicht nachvollziehbar, weil sie sich selten bis nie erinnert an vergangene Leben als andere Personen und weil das TUN als ein Tun, das mit ethischen 'Energien' Wirkungen ausübt, z.B. in der Psyche von anderen Personen (Stichwort Holocaust), nicht der Messbarkeit zugänglich ist, bedeutet, das ja nicht dass die Kausalität für solche Prozesse nicht mehr gelten soll. Das würde ja bedeuten, dass alles von Menschen empfundenes Leid nur Einbildung ist.  
 
 
Ein Nutzen für den einen ist immer verbunden mit einem Mangel bei einem Anderen, in einem abgeschlossenen System wie unsere Welt. Das ist wohl z.Zt, wieder sichtbar (Stichwort USA versus Afrika).  
 
Zitat:


 
Zitat:
"Der Trugschluss im Denken desjenigen, der einen aufgestellten Massstab für ein gutes Handeln für jedes andere Individuum zur Moral macht, und es einfordert, liegt exakt darin, dass bereits das Interferieren dieser Moral im Anderen diesen in seiner Freiheit, selbst seiner eigenen Verantwortung nachzugehen, fremd bestimmen will, und dabei außer acht lässt, dass das das Verstehen des Ganzen von dem  Individuum. das bestimmt werden soll, deswegen verunmöglicht, weil es damit im Ganzen in seiner ethischen Handlungs-Bilanz mehr als eine Ordnung erzeugt, die sich notwendig widersprechen müssen.  
 
Dieses aber ist fatal für das Individuum, welches herausgefordert ist zu handeln, denn es wird zerrissen von zwei Ordnungen."  
 
 
Worin  liegt der Trugschluss desjenigen, der das massstab für gutes Handeln?  

 
Darin, dass ein gutes Handeln notwendig auch ein schlechtes Handeln erzeugt. Es gibt kein gutes Handeln. Wenn wir an Opel Geld geben nehmen wir es anderen weg. Wenn wir kostenlos Brot an alle Afrikaner geben, machen wir alle Bäcker in Afrika arbeitslos. etc.  
Zitat:


Was ist interferieren der Moral?  

Z.B. eine katholische Erziehung eines Kindes welche die Seele des Menschen antastet und es bestimmen will als etwas, was es nicht IST.  
Zitat:


Kann eine Handlung deshalb nicht verwirkliche werden, weil es mehr Unordnung als Ordnung erzeugt?    

Ja. Aber wir sind auch hier um das zu erkennen, und dazu müsen wird Fehler machen und handeln und daraus erkennen.
 
Zitat:

 
Zitat:
Sokrates hat versucht zu erkennen zu geben durch sein Beispiel mit dem ungebildeten Sklaven, dass das eigene Erkennen ein Wiedererkennen ist, weil es schon mal gewusst oder bewusst war. Und natürlich ist mit diesem Erkennen das eigene Erkennen und Wieder-Erkennen von dem, was wahr ist oder unwahr ist verbunden und für das es keine Referenz außerhalb des eigenen Bewusstseins gibt.  
 
 
 
das ist irgendwie einleuchten, Erkennen ist mit wiedererkennen verbunden. Wenn man etwas sieh, dann versuch man etwas assoziieren, was im Gedächtnis vorhanden ist. Wenn im Gedächtnis etwas vorhande ist, dann funktionieren das (wieder) Erkennen besser bzw. leichte. Aber was ist mit Referenz gemeint?    

Gott.
Zitat:

 
Zitat:
Natürlich kann ein Lehrer oder ein Lehrer von Moral einem selbst Erkennenden helfen, wie Sokrates, die qualitative Ordnung der Natur (Ethik) in sich selbst wiederzufinden, aber immer muss das im Einklang sein mit der Ordnung die ist und nicht mit zwei Ordnungen, die der Natur und die des Kaisers oder Lehrers.  
 
 
Wie kann die Lehre vom Moral den erkennenden helfen?  

Wenn er die einfachsten Regeln des Miteinander und dessen, was Mein ist, und was Dein ist, ihm zeigt.  
 
Zitat:


Wenn die Ordnung mit den Wünsche des Erkennende im Einklang ist, also überzeugen ist. Wenn die Ordnung mit Wünschen des Erkennende nicht  einklang ist, dann ist es keine helfen. Habe ich diesen Abschnitt richtig verstanden?  

Ich glaube ja, aber 'Überzeugung' ist ein Wort, das ich nicht verwende. Es ist für mich ein Begriff, der nur das Denken konditioniert, während Erkenntnis das bewusste Einssein mit der Referenz ist.  
 
Grüße
 
Volker

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gutes Haar
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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #26 am: 08. Dez. 2009, 11:51 Uhr »
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Am 05. Dez. 2009, 23:46 Uhr, schrieb Volker :


"Wahre Tugend will nicht tugendhaft sein - Darum ist sie tauglich und führt zur Vollendung"

 
Was ist das für Tugend, die nicht sich selbst will? Von den Problemen bei der Verwendung des Wortes Tugend mal ganz abgesehen.
 
 
Zitat:

"Die von jeher dem rechten Weg folgten - lehrten dem Volk keine Klugheit - sie wollten, dass es einfach bleibe •  
Wenn das Volk zuviel Klugheit anhäuft - ist es schwer zu regieren"

 
Wie lehrt man ein Volk? Was ist ein Volk? Nichts weiter als die Summe von menschlichen Wesen. Wie unterrichtet man eine Summe? Die Einfachheit liegt im Begriff des Volkes. Aber zum Volke gehen kannst du nicht.
 
 
Zitat:

"Förderung der Klugheit - führt zur Unordnung im Reich"

 
Selbstbeweihräucherung. "Unordnung" als Synonym für Angst, "Reich" als Synonym für "mich".
 
 
 
Zitat:

"Förderung der Einfachheit - führt zur Ordnung im Reich"

 
Ordnung ist immer mit Zwang verbunden. Aber das Chaos schert sich nicht.
Jeder Mensch ist ein Reich und jeder Mensch ist zu reich, um ihn gering schätzen zu dürfen.
 
 
 
Zitat:

Die tiefe Tugend ist klar - und weit in der Aufhebung der Gegensätze - führt sie zum großen Einklang •"
 
(Lao=Tsu TTC)

 
 
Aufhebung im Sinne Hegels?

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Volker
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Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #27 am: 08. Dez. 2009, 15:19 Uhr »
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Am 08. Dez. 2009, 11:51 Uhr, schrieb gutes Haar :


 
Ordnung ist immer mit Zwang verbunden.  
 

 
Ja, das ist wohl richtig. Die Ordnung der Natur in dieser Welt in der die Seele des Menschen seit der Geburt eingesperrt ist in einen Körper unterliegt faktisch und praktisch einem Zwang.  
 
Trotzdem hat die Seele (erkennbare) Freiheitsgrade in dieser Ordnung.  
 
Wenn das beides wahr ist, ist es sinnlos darüber zu lamentieren; der Sinn kann nur sein, den Sinn in dem zu erkennen, welches als Zwang angesehen wird und/aber dass die Seele Freiheitsgrade hat.
 
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Volker
 

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Hancock (Offline)
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Beiträge: 1550
Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #28 am: 08. Dez. 2009, 22:27 Uhr »

Am 07. Dez. 2009, 21:24 Uhr, schrieb Volker :


 
Ich sehe das nicht so: Lao=Tsu sagt: 'Schöne Worte sind nicht wahr - Wahre Worte sind nicht schön.' Das bedeutet, dass Deine Norm der Moral die Lüge über die Wahrheit stellt, auch und gerade dann, wenn die Wahrheit angesagt wäre.  
 
Immer geht es um das starke Argument, ob es wahr ist oder falsch, ob das Argumnet überlegen ist, und nicht um den Sprecher.  
 
      
 
 
Volker
 

 
Nimmst Du in Anspruch Laotse zu verstehen?
 
Ich habe keine Norm.

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Alles nichts oder!?
Volker
Ehemaliges Mitglied
Re: Kant: "Du sollst nicht lügen"  ??
« Antworten #29 am: 08. Dez. 2009, 23:43 Uhr »
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Am 08. Dez. 2009, 22:27 Uhr, schrieb Hancock :


 
So können Sie als Zyniker meinen.  
 
Ich habe keine Norm.
 

 
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